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933.211

Verordnung zum Jagdgesetz des Kantons Aargau

(Jagdverordnung des Kantons Aargau, AJSV)

Vom 23.09.2009 (Stand 30.08.2025)

Präambel

Der Regierungsrat des Kantons Aargau,

gestützt auf die §§ 4 Abs. 5, 8 Abs. 3, 10, 11 Abs. 3 und 4, 14 Abs. 2, 16 Abs. 2, 17 Abs. 2, 19 Abs. 2, 22, 25 Abs. 2, 28 Abs. 1 und 36 Abs. 4 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz des Kantons Aargau, AJSG) vom 24. Februar 2009[1] sowie § 2 Abs. 1 des Dekrets über die durch den Staat zu beziehenden Gebühren vom 23. November 1977[2]*

beschliesst:

1. Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Jagdbehörden (§§ 29, 30 AJSG)

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (Departement) vollzieht die Jagdgesetzgebung, wenn hiefür nachfolgend nicht die Abteilung Wald, Sektion Jagd und Fischerei (Fachstelle), oder eine andere Stelle als zuständig bezeichnet wird.

Die Jagdprüfungskommission besteht aus fünf bis sieben Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten. Für jedes Mitglied wird eine Stellvertretung gewählt. Die Fachstelle ist in der Kommission mit einer Person vertreten.

Die Jagdkommission besteht aus maximal 10 Mitgliedern. Bei der Wahl werden die Interessen von Jagd, Land- und Waldwirtschaft, Natur- und Tierschutz sowie der Gemeinden berücksichtigt.

2. Jagd

2.1. Jagdreviere und Verpachtung

Art. 2 Jagdreviere (§ 3 AJSG)

Die Mindestgrösse für ein Jagdrevier beträgt 200 Hektaren.

Änderungen der Reviergrenzen können auf Beginn einer neuen Pachtperiode vorgenommen werden. Anträge der Jagdgesellschaften und der betroffenen Gemeinden auf Änderungen der Reviergrenzen sind der Fachstelle spätestens zwei Jahre vor Beginn der neuen Pachtperiode mit Begründung einzureichen. *

Bei wesentlichen und dauerhaften Veränderungen können Reviergrenzen auch während der Pachtperiode angepasst werden.

Art. 3 Verpachtung (§ 4 AJSG)

Die Fachstelle schreibt die zu verpachtenden Jagdreviere mit ihrem Revierwert bis Ende April des letzten Pachtjahrs aus. Sie schreibt die bisherigen Jagdgesellschaften direkt an und informiert die betroffenen Gemeinden.

Die Pacht beginnt und endet jeweils mit dem Kalenderjahr.

In den Pachtverträgen können besondere Bestimmungen für den Jagdbetrieb festgelegt werden, wenn es die Arten- und Biotopschutzziele für Naturschutzzonen von kantonaler Bedeutung erfordern. Die Festlegung der Gebiete und der entsprechenden Bestimmungen erfolgt im Einvernehmen zwischen der Fachstelle und der Sektion Natur und Landschaft.

Art. 4 Jagdgesellschaft (§ 5 AJSG)

Jede Jagdgesellschaft benötigt ein Mitglied pro 200 Hektaren Revierfläche, mindestens aber drei Mitglieder.

Zusammenschlüsse von Jagdgesellschaften mit je eigenem Pachtvertrag gelten nicht als Unterpacht.

2.2. Jagdberechtigung

Art. 5 Jagdlehrgang (§ 10 AJSG)

Kandidierende für die Jagdprüfung müssen einen Jagdlehrgang im Kanton Aargau absolviert haben. Dieser umfasst Kurse und Übungen sowie praktische Tätigkeiten in einem oder in mehreren aargauischen Jagdrevieren und darf beim Abschluss der Jagdprüfung nicht mehr als vier Jahre zurückliegen. *

Das Departement kann die Organisation des Jagdlehrgangs dem Aargauischen Jagdschutzverein übertragen.

Art. 6 Jagdprüfung; Prüfungsfächer und Bewertung (§ 10 AJSG)

Die Jagdprüfung zur Erlangung des aargauischen Jagdfähigkeitsausweises besteht aus einer praktischen und einer theoretischen Prüfung.

Die praktische Prüfung umfasst Teilprüfungen in folgenden Fächern:

  1. Waffenhandhabung,
  2. Schiessen mit Kugel- und Schrotwaffe.

Die theoretische Prüfung umfasst Teilprüfungen in folgenden Fächern:

  1. Jagdrecht,
  2. Jagdkunde,
  3. Wildkunde,
  4. Lebensraumkunde,
  5. Schiess- und Waffenkunde,
  6. Jagdhundewesen und Wildkrankheiten.

Die Teilprüfungen werden mit erfüllt oder nicht erfüllt bewertet.

Die praktische Prüfung gilt als bestanden, wenn beide Teilprüfungen erfüllt sind.

Die theoretische Prüfung gilt als bestanden, wenn höchstens eine Teilprüfung nicht erfüllt ist.

Werden bei der theoretischen Prüfung zwei Teilprüfungen nicht erfüllt, müssen bei der Wiederholung beide Prüfungen bestanden werden. Werden drei Teilprüfungen nicht erfüllt, muss die ganze theoretische Prüfung wiederholt werden. *

Eine bestandene praktische oder theoretische Prüfung verfällt nach vier Jahren, wenn innert dieses Zeitraums die jeweils andere Prüfung nicht bestanden wird. *

Jägerinnen und Jäger, die über eine bestandene Jagdprüfung verfügen, gelten als fachkundige Person gemäss Art. 21 der Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle (VSFK) vom 16. Dezember 2016[3]*

Art. 7 Jagdprüfung; Durchführung (§ 10 AJSG)

Die praktische Prüfung wird zweimal, die theoretische Prüfung einmal pro Jahr durchgeführt.

Die Jagdprüfungskommission eröffnet den Kandidierenden das Prüfungsergebnis im Anschluss an die Prüfung.

… *

… *

… *

Art. 8 Jagdprüfung und Rechtsmittel (§ 10 AJSG) *

Wer die Jagdprüfung nicht bestanden hat, kann innert 10 Tagen nach Eröffnung des Ergebnisses einen schriftlichen Prüfungsentscheid verlangen.

Gegen den Prüfungsentscheid der Jagdprüfungskommission kann innert 30 Tagen nach Zustellung beim Regierungsrat Beschwerde geführt werden.

… *

Art. 9 Jagdfähigkeitsausweis; Anerkennung (§ 10 AJSG)

Das Departement stellt nach bestandener Jagdprüfung den aargauischen Jagdfähigkeitsausweis aus.

Die Jagdfähigkeitsausweise anderer Kantone, eines deutschen oder österreichischen Bundeslands sowie des Fürstentums Liechtenstein werden als gleichwertig anerkannt.

Art. 10 Jagdpass (§ 11 AJSG)

Die Jagdpässe werden von der Fachstelle abgegeben.

Kandidierende für die Jagdprüfung mit bestandener praktischer Prüfung können maximal sechs Tagesjagdpässe oder einen Mehrtagesjagdpass pro Kalenderjahr beziehen. *

Jagdgäste ohne anerkannten Jagdfähigkeitsausweis, die sich über ausreichende jagdliche Erfahrung ausweisen, können maximal drei Tagesjagdpässe pro Kalenderjahr beziehen. *

Jagdgäste mit gültigen Jagdpässen angrenzender Kantone und von Kantonen, die das Gegenrecht gewähren, haben keinen zusätzlichen aargauischen Jagdpass zu beziehen, wenn der Nachweis der Schiessfertigkeit gemäss § 12 erbracht ist. *

… *

Art. 11 Jagdkarte (§ 12 AJSG)

Die Fachstelle gibt den Jagdgesellschaften unentgeltlich Jagdkarten ab.

Die Jagdgesellschaften stellen die Jagdkarten für ihr Revier auf den Namen der Jagdgäste aus.

Art. 12 Nachweis Schiessfertigkeit (§ 8 AJSG)

Der Nachweis der Schiessfertigkeit ist jedes Jahr zu erbringen. Er ist gültig bis Ende des folgenden Kalenderjahrs. *

Es gelten die Anforderungen des eidgenössischen Treffsicherheitsnachweises. *

… *

Gleichwertige Nachweise anderer Kantone, eines deutschen oder österreichischen Bundeslands sowie des Fürstentums Liechtenstein werden anerkannt.

2.3. Jagdplanung und Jagdbetrieb

Art. 13 Abschussplanungen (§§ 14, 15 AJSG)

Die Jagdgesellschaften vereinbaren gestützt auf Wildbestandserhebungen mit den betroffenen Forstrevieren alle vier Jahre eine Abschussplanung beim Reh und stellen der Fachstelle eine Kopie der Vereinbarung zu. Kommt keine Vereinbarung zustande oder widerspricht die Vereinbarung kantonalen Richtlinien, entscheidet die Fachstelle über die Abschussplanung. *

Die Fachstelle legt in Koordination mit den Nachbarkantonen die kantonsweit abzustimmenden Massnahmen zur Beeinflussung der Bestandsentwicklung der Wildtierbestände in betreffenden Massnahmenplänen oder unter Vorbehalt von Absatz 1 in Abschussplanungen fest. *

Art. 14 Jagdzeiten (14 AJSG)

Für das Reh gelten die folgenden Jagdzeiten: *

  1. Rehbock, Schmalreh und Galtgeiss vom 1. Mai bis 31. Dezember,
  2. Rehgeiss und Rehkitz vom 1. September bis 31. Dezember.

Für den Rothirsch gelten die folgenden Jagdzeiten: 1. August bis 14. September und 16. Oktober bis 31. Dezember. *

Für die Gämse gelten die folgenden Jagdzeiten: 1. August bis 31. Dezember. *

Zur Erfüllung der Abschussplanung gemäss § 13 kann die kantonale Fachstelle Abschüsse von Reh und Rothirsch im Januar verfügen. *

Im Übrigen gelten die bundesrechtlich festgelegten Jagd- und Schonzeiten.

Art. 15 Jagdmethoden (§ 14 AJSG)

Bewegungsjagden (Treib- und Drückjagden) sind vom 1. Oktober bis 31. Dezember, für die Jagd auf Wildschweine bis 31. Januar erlaubt. Sie sind effizient und in der Anzahl zurückhaltend durchzuführen. Kleinräumige Drückjagden auf Wildschweine sind in landwirtschaftlichen Kulturen zur Verhütung von Wildschäden ganzjährig erlaubt. *

Die Beizjagd (Falknerei) dürfen Personen ausüben, die eine Schweizerische Falknerprüfung oder eine gleichwertige Prüfung im Ausland abgelegt haben, im Kanton Aargau jagdberechtigt sind und für das betretene Jagdrevier eine Jagdkarte besitzen. Das freie Fliegenlassen von Greifvögeln, Falkenartigen und Eulen gilt als Beizjagd. *

Lockfütterungen sind in Anzahl und Futtermenge zurückhaltend zu betreiben und über die Jagdreviergrenzen hinaus abzusprechen. Die Fachstelle kann Lockfütterungen in Gebieten mit grossen Wildschäden oder in Seuchenfällen einschränken oder verbieten.

Die Jagdgesellschaften regeln die Bejagung von Wildtieren über die Reviergrenzen hinaus. Wird keine Regelung getroffen, dürfen Rothirsche, Wildschweine und Dachse bis 100 m über die Reviergrenze erlegt werden, wenn die Sicherheit gewährleistet ist. Das Wildtier gehört der Jagdgesellschaft, die es erlegt hat. Das Wildtier ist in jenem Revier jagdstatistisch zu erfassen, in dem es erlegt wurde. *

Art. 16 Jagdwaffen, Munition und Hilfsmittel (§ 14 AJSG)

Jagdwaffen und Munition müssen auf die geeignete Distanz tödlich wirken. Die Maximaldistanz für Schrotschüsse beträgt 30 m und für Flintenlaufgeschosse 50 m. Für Jagdkugelpatronen gelten eine Maximaldistanz von 200 m sowie folgende weitere Anforderungen: *

  1. für Hirsch und Wildschwein mindestens 2000 Joule Auftreffenergie auf 200 m,
  2. für Gämse mindestens 1500 Joule Auftreffenergie auf 150 m,
  3. für Reh mindestens 1000 Joule Auftreffenergie auf 100 m.

Rehe dürfen nur in den Monaten Oktober bis Dezember mit Schrot beschossen werden. *

Wildschweine dürfen mit Kugel oder Flintenlaufgeschoss, Frischlinge auch mit Schrot beschossen werden.

Hirsch und Gämse dürfen nur mit Kugel beschossen werden.

Für den Fangschuss aus naher Distanz sind Faustfeuerwaffen und Einsatzpatronen in Flinten (Mindestkaliber .22) gestattet. Vollmantelgeschosse sind nur für den Fangschuss aus Faustfeuerwaffen und aus Fangschussgebern gestattet. *

Die Verwendung von Bleischrot für die Wasserjagd ist verboten.

Die Fachstelle kann die Verwendung verbotener Hilfsmittel gemäss Artikel 3 der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdverordnung, JSV) vom 29. Februar 1988[4] ausnahmsweise bewilligen. *

Im Übrigen gelten die bundesrechtlichen Bestimmungen bezüglich verbotener Hilfsmittel.

Art. 17 Verwendung von Jagdhunden (§ 14 AJSG)

Auf der Jagd sind zum Aufstöbern, zur Baujagd, zum Vorstehen, zur Nachsuche und zum Apportieren nur geeignete Jagdhunde zu verwenden. *

Als Stöberhunde sind ausser Deutschen Wachtelhunden, Spaniels, Laufhunden/Bracken nur Jagdhunde mit einer Risthöhe bis 42 cm zugelassen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Wasserjagd.

Die Verwendung von spur-, fährten- und sichtlauten Stöberhunden ist vom 1. Oktober bis 31. Dezember erlaubt. Für die Wasserjagd und die Verlorensuche müssen geprüfte Apportierhunde eingesetzt werden. *

Die Baujagd ist nur mit einem am Kunstbau geprüften Bodenhund zulässig. *

Für jedes beschossene oder verunfallte Wildtier, das nicht auf Sichtdistanz verendet ist, muss eine fachgerechte Nachsuche mit einem geprüften Nachsuchehund durchgeführt werden. *

Wird die Nachsuche über die Reviergrenze nicht zwischen den Nachbarrevieren geregelt, dürfen Nachsuchen unter zeitnaher Information des Nachbarreviers uneingeschränkt über Reviergrenzen hinaus erfolgen. *

Anerkannt sind Prüfungen und Nachweise gemäss schweizerischem Standard oder gemäss Reglementen mit vergleichbaren Anforderungen. *

Art. 18 Jagdstatistik (§ 15 AJSG)

Die Jagdgesellschaften melden der Fachstelle die jagdstatistischen Angaben des abgelaufenen Pachtjahrs bis spätestens 31. Januar des Folgejahrs.

Nottötungen von verletzten oder kranken jagdbaren Wildtieren während der Schonzeit sowie von geschützten Wildtieren sind unverzüglich in die Jagdstatistik einzutragen. Die übrigen Abschüsse sind mindestens quartalsweise einzutragen. *

Die Jagdstatistik umfasst die für den Bund und den Kanton benötigten Angaben zu Abschüssen, Fallwild und Beständen der wichtigsten Wildtierarten.

Die Fachstelle spricht zusätzliche Erhebungen für bestimmte jagdliche oder wildbiologische Projekte oder Fragestellungen mit der Jagdkommission ab.

Art. 19 Einschränkungen der Jagd (§ 16 AJSG)

In Wohn- und Ökonomiegebäuden und deren nächster Umgebung (50 m), in Friedhöfen, Baumschulen, Park- und Gartenanlagen sowie in eingezäunten Anlagen des Wein-, Obst-, Gemüse- und Beerenbaus ist die Jagd ohne Bewilligung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer beziehungsweise der für die Bewirtschaftung des Grundeigentums zuständigen Personen verboten. *

Im Bereich von Vernetzungsbauwerken und den entsprechenden Warteräumen in Wildtierkorridoren ist die Jagd nur mit Bewilligung der kantonalen Fachstelle gestattet. *

3. Arten- und Lebensraumschutz

Art. 20 Artenschutz (§ 17 AJSG)

Zusätzlich zu den bundesrechtlich geschützten Wildtierarten sind im Kanton Aargau geschützt:

  1. der Baummarder (Edelmarder),
  2. die Waldschnepfe.

Weibliche Wildschweine (Bachen) sind vom 1. April bis 30. September geschützt, solange sie laktierend sind. Leitbachen sind zu schonen. *

Führende Alttiere beim Rothirsch und führende Geissen bei der Gämse sind geschützt. Kombinierte Abschüsse von Kälbern und Alttieren sowie von Gamskitzen und Geissen sind gestattet. *

Das Füttern von Wildtieren ist verboten, ausser in kleinen Mengen bei der Singvogelfütterung und der Lockjagd gemäss § 15 Abs. 3. *

Die Bewilligung zur Haltung von einheimischen jagdbaren und geschützten Wildtieren wird durch die Fachstelle gemäss den Artikeln 6 und 6bis JSV erteilt. *

Der Schutz von jungen Wildtieren während der Mäh- und Erntearbeiten ist Aufgabe der Bewirtschafterin oder des Bewirtschafters der betroffenen landwirtschaftlichen Fläche. Die Jagdgesellschaft des betroffenen Jagdreviers kann die Arbeiten unterstützen. *

Weide- und Wildschutzzäune sind fachgerecht einzurichten und zu unterhalten, um das Risiko zu minimieren, dass sich ein Wildtier darin verfängt oder verletzt. Mobile Weidenetze wie Flexinetze sind bei Nichtgebrauch innert Wochenfrist wieder zu entfernen. *

Vermähte oder in Zäunen gefangene Wildtiere müssen unverzüglich der Jagdaufsicht des betroffenen Jagdreviers gemeldet werden. *

Zäune dürfen Wildtierkorridore nicht dauerhaft beeinträchtigen. *

Art. 21 Schutz vor Störungen (§ 19 AJSG) *

Hunde sind im Wald und bis 50 m ab Waldrand vom 1. April bis 31. Juli an der Leine zu führen. In der übrigen Zeit können Hunde auf Waldstrassen unter direkter Aufsicht ohne Leine geführt werden. *

Für Jagd- und Polizeihunde beim Einsatz und bei der Ausbildung gelten diese Einschränkungen nicht.

Anlässe zur Prüfungsvorbereitung sowie Prüfungen von Katastrophen- und Sanitätshunden dürfen im Wald und am Waldrand vom 1. August bis 31. März durchgeführt werden. Sie sind mit der Fachstelle und der örtlichen Jagdgesellschaft vorgängig abzusprechen. *

Art. 22 Streunende Hunde und Katzen (§ 19 AJSG)

Mitglieder der Jagdgesellschaft sowie Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher können streunende Hunde, die beim Wildern angetroffen werden oder für Wildtiere eine unmittelbare Gefahr darstellen und nicht eingefangen werden können, abschiessen, wenn die Halterin oder der Halter schriftlich verwarnt worden oder nicht bekannt ist. Beim Reissen von Wild angetroffene Hunde dürfen auf der Stelle abgeschossen werden.

Die Mitglieder der Jagdgesellschaft sowie Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher können streunende Katzen, die verwildert im Wald angetroffen werden, einfangen oder abschiessen.

4. Wildschaden[5]

Art. 23 Verhütungsmassnahmen (§ 21 AJSG)

[6]Massnahmen zur Verhütung von Wildschäden müssen zweckmässig und einer ordnungsgemässen Bewirtschaftung sowie Bejagung angepasst sein. Sie sollen dem Lebensraum, den Wechseln und den Fluchtwegen der Wildtiere Rechnung tragen.

Als Herdenschutzmassnahmen gegen Grossraubtiere werden Herdenschutzzäune und Herdenschutzhunde anerkannt. *

Art. 24 Selbsthilfemassnahmen (§ 22 AJSG)

[7]Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer beziehungsweise die für die Bewirtschaftung des Grundeigentums zuständigen Personen sind berechtigt, Selbsthilfemassnahmen gegen Wildtiere zu ergreifen, wenn diese erheblichen Schaden verursachen und sich der Schaden nicht anders abwenden lässt. Sie haften für den von ihnen bei der Ausübung der Selbsthilfemassnahmen verursachten Schaden.

[8]Selbsthilfemassnahmen dürfen gegen folgende Wildtiere ergriffen werden:

  1. Dachs, Fuchs, Steinmarder, Marderhund und Waschbär (Haarraubwild),
  2. Rabenkrähe, Saatkrähe, Elster, Eichelhäher, Ringeltaube, Türkentaube, verwilderte Haustaube, Star und Amsel (Vögel).

In Wohn- und Ökonomiegebäuden, mobilen Freilaufställen und deren nächster Umgebung (50 m), nicht aber im Wald, sind Selbsthilfemassnahmen gegen Haarraubwild und Vögel zulässig. *

[9]In Friedhöfen, Baumschulen, Park- und Gartenanlagen, Anlagen des Wein-, Obst-, Gemüse- und Beerenbaus sowie Getreide- und Saatfeldern, nicht aber im Wald, sind Selbsthilfemassnahmen gegen Vögel zulässig.

[10]Selbsthilfemassnahmen gegen Haarraubwild sowie gegen Vögel gemäss Absatz 4 sind mit der zuständigen Jagdgesellschaft abzusprechen. *

Für Selbsthilfemassnahmen sind nur die für die Jagd erlaubten Jagdwaffen, Munition und sonstigen Hilfsmittel zulässig. Die Schonzeiten der jeweiligen Tierarten gemäss Artikel 5 des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986[11], Artikel 3bis JSV und § 20 dieser Verordnung sind dabei einzuhalten. *

Art. 25 Bagatellschaden (§ 23 AJSG)

Als Bagatellschaden gilt ein Schaden, der Fr. 100.– im Einzelfall nicht überschreitet. *

Art. 26 Abgeltung und Beiträge (§ 25 AJSG)

Der Kanton leistet Abgeltungen für Massnahmen zur Verhütung von Wildschäden und für Schäden, die durch bestimmte geschützte Wildtierarten verursacht werden, gemäss den Art. 12 Abs. 5 sowie 13 Abs. 4 und 5 JSG. *

[12]Für die dauerhafte Einzäunung von Obstertrags- und Beerenanlagen leistet der Kanton einen einmaligen Beitrag in der Höhe der pauschalisierten Kosten des Zaunmaterials.

[13]Leistet der Kanton Beiträge an Massnahmen zur Waldverjüngung, werden bei deren Festsetzung die Kosten der Verhütungsmassnahmen gegen Wildschäden berücksichtigt. Die einzelnen Jagdgesellschaften sind in diesen Fällen von der Beitragspflicht gemäss § 24 Abs. 2 AJSG befreit.

5. Jagdaufsicht

Art. 27 Aufgaben; Weiterbildung (§ 31 AJSG)

Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher haben folgende Aufgaben zu erfüllen:

  1. Aufsicht über die Einhaltung der Bestimmungen zu den Schonzeiten jagdbarer Wildtiere, zum Arten- und Lebensraumschutz und zur Leinenpflicht für Hunde,
  2. Mitwirkung bei Erhebungen zur Jagdstatistik, bei Abschussplanungen, bei der Bekämpfung von Tierseuchen und beim Vollzug jagdrechtlicher Anordnungen,
  3. Beratung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer beziehungsweise der für die Bewirtschaftung des Grundeigentums zuständigen Personen in der Anwendung von Verhütungs- und Selbsthilfemassnahmen,
  4. Unterstützung der Jagdgesellschaften bei der Kontrolle der Jagdpässe und Jagdkarten,
  5. Melde- und Koordinationsstelle bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Wildtieren, insbesondere bei Unfällen mit Wildtieren und bei allfällig notwendigen Nachsuchen auf verletzte Wildtiere,
  6. Erlegung von verletzten oder kranken Wildtieren.

Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher nehmen an den Aus- und Weiterbildungskursen gemäss § 33 Abs. 1 AJSG teil. *

Jagdberechtigte können verletzte oder kranke Tiere jagdbarer Arten jederzeit erlegen. *

6. Bildung und Information

Art. 28 Beiträge (§ 33 AJSG)

Das Departement kann an kantonale Organisationen für qualitativ gute und breit genutzte Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote Beiträge gemäss § 33 Abs. 2 AJSG leisten. Voraussetzung für die Entrichtung von Beiträgen ist der Abschluss einer Leistungsvereinbarung.

Art. 29 Nachwuchsförderung (§ 33 AJSG)

Die Jagdgesellschaften fördern Kandidierende für die Jagdprüfung und ermöglichen ihnen den Jagdlehrgang im Revier.

6bis Gebühren *

Art. 29a * Wildunfälle

Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher erheben für ihre bei Wildunfällen im Strassenverkehr erbrachten Leistungen von den Verursachenden eine Gebühr von pauschal Fr. 200.–.

7. Strafbestimmungen

Art. 30 Fehlabschüsse (§ 36 AJSG)

Ein Fehlabschuss gemäss § 36 Abs. 4 AJSG liegt nur vor, wenn *

  1. im Rahmen der Wildschweinbejagung vom 1. April bis 30. September versehentlich eine laktierende Bache erlegt wird,
  2. im Rahmen der Rehbejagung vom 1. Mai bis 31. August versehentlich eine laktierende Rehgeiss erlegt wird,
  3. im Rahmen der Gams- und Rothirschbejagung versehentlich ein gemäss kantonaler Abschussplanung nicht freigegebenes Tier erlegt wird.

Die betreffende Jägerin oder der betreffende Jäger meldet Fehlabschüsse der Fachstelle innert zwei Arbeitstagen schriftlich. Die betreffende Jagdgesellschaft bestätigt mit ihrem Visum, dass sie von der Meldung Kenntnis genommen hat.

Bei einem Fehlabschuss zahlt die fehlbare Person dem Kanton *

  1. für ein Wildschwein Fr. 80.–,
  2. für ein Reh Fr. 250.–,
  3. für eine Gämse Fr. 300.–,
  4. für einen Rothirsch Fr. 800.–.

Trophäen von Fehlabschüssen gehören dem Kanton und sind diesem abzuliefern. *

Das Departement kann wiederholte oder von der betreffenden Jagdgesellschaft nicht bestätigte Fehlabschüsse den kantonalen Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige bringen.

8. Schlussbestimmungen

Art. 31 Publikation, Inkrafttreten

Diese Verordnung ist in der Gesetzessammlung zu publizieren. Sie tritt gleichzeitig mit dem Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz des Kantons Aargau, AJSG) vom 24. Februar 2009[14] in Kraft.

Egress

Aarau, 23. September 2009

Regierungsrat Aargau

 

Landammann

Brogli

 

Staatsschreiber

Dr. Grünenfelder

 §§ 14, 15 Abs. 1, 20 und 24 vom Bund genehmigt am: 2. Dezember 2009

Inkrafttreten: 1. Januar 2010[15]

 

2009 S. 322

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle
23.09.2009 01.01.2010 Erlass Erstfassung 2009 S. 322
23.09.2009 01.01.2011 § 16 Abs. 1, lit. a) geändert 2009 S. 337
23.09.2009 01.01.2011 § 24 Abs. 5 geändert 2009 S. 337
17.12.2014 01.01.2015 § 25 Abs. 1 geändert 2014/6-22
14.06.2017 01.09.2017 § 2 Abs. 2 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 10 Abs. 2 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 10 Abs. 3 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 12 Abs. 1 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 12 Abs. 2 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 12 Abs. 3 aufgehoben 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 15 Abs. 1 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 16 Abs. 1 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 16 Abs. 2 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 17 Abs. 3 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 19 Abs. 1 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 20 Abs. 2 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 21 Titel geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 21 Abs. 3 eingefügt 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 24 Abs. 2, lit. b) geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 24 Abs. 3 geändert 2017/6-02
14.06.2017 01.09.2017 § 30 Abs. 1 geändert 2017/6-02
21.09.2022 01.01.2023 Ingress geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 13 Abs. 1 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 13 Abs. 2 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 14 Abs. 1, lit. a) geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 14 Abs. 1, lit. b) aufgehoben 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 16 Abs. 6bis eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 17 Abs. 1 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 17 Abs. 3 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 17 Abs. 4 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 17 Abs. 5 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 17 Abs. 6 eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 20 Abs. 3 eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 20 Abs. 4 eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 24 Abs. 3 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 24 Abs. 6 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 27 Abs. 2 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 Titel 6bis eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 29a eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 1 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 1, lit. a) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 1, lit. b) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 1, lit. c) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 3 geändert 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 3, lit. a) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 3, lit. b) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 3, lit. c) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 3, lit. d) eingefügt 2022/15-10
21.09.2022 01.01.2023 § 30 Abs. 3bis eingefügt 2022/15-10
13.03.2024 01.07.2024 § 8 Titel geändert 2024/04-03
13.03.2024 01.07.2024 § 8 Abs. 3 aufgehoben 2024/04-03
13.03.2024 01.07.2024 § 10 Abs. 5 aufgehoben 2024/04-03
11.06.2025 30.08.2025 § 5 Abs. 1 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 6 Abs. 7 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 6 Abs. 8 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 6 Abs. 9 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 7 Abs. 3 aufgehoben 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 7 Abs. 4 aufgehoben 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 7 Abs. 5 aufgehoben 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 10 Abs. 4 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 13 Abs. 1 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 13 Abs. 2 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 14 Abs. 1 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 14 Abs. 1bis eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 14 Abs. 1ter eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 14 Abs. 1quater eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 15 Abs. 2 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 15 Abs. 4 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 16 Abs. 2 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 16 Abs. 5 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 17 Abs. 3 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 17 Abs. 5bis eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 18 Abs. 1bis eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 19 Abs. 2 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 20 Abs. 2bis eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 20 Abs. 5 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 20 Abs. 6 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 20 Abs. 7 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 20 Abs. 8 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 21 Abs. 1 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 23 Abs. 2 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 25 Abs. 1 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 26 Abs. 1 geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 27 Abs. 1, lit. e) geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 27 Abs. 1, lit. f) eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 27 Abs. 3 eingefügt 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 30 Abs. 1, lit. b) geändert 2025/05-05
11.06.2025 30.08.2025 § 30 Abs. 1, lit. c) geändert 2025/05-05

Änderungstabelle - Nach Paragraph

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle
Erlass 23.09.2009 01.01.2010 Erstfassung 2009 S. 322
Ingress 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 2 Abs. 2 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 5 Abs. 1 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 6 Abs. 7 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 6 Abs. 8 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 6 Abs. 9 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 7 Abs. 3 11.06.2025 30.08.2025 aufgehoben 2025/05-05
§ 7 Abs. 4 11.06.2025 30.08.2025 aufgehoben 2025/05-05
§ 7 Abs. 5 11.06.2025 30.08.2025 aufgehoben 2025/05-05
§ 8 13.03.2024 01.07.2024 Titel geändert 2024/04-03
§ 8 Abs. 3 13.03.2024 01.07.2024 aufgehoben 2024/04-03
§ 10 Abs. 2 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 10 Abs. 3 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 10 Abs. 4 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 10 Abs. 5 13.03.2024 01.07.2024 aufgehoben 2024/04-03
§ 12 Abs. 1 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 12 Abs. 2 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 12 Abs. 3 14.06.2017 01.09.2017 aufgehoben 2017/6-02
§ 13 Abs. 1 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 13 Abs. 1 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 13 Abs. 2 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 13 Abs. 2 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 14 Abs. 1 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 14 Abs. 1, lit. a) 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 14 Abs. 1, lit. b) 21.09.2022 01.01.2023 aufgehoben 2022/15-10
§ 14 Abs. 1bis 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 14 Abs. 1ter 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 14 Abs. 1quater 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 15 Abs. 1 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 15 Abs. 2 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 15 Abs. 4 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 16 Abs. 1 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 16 Abs. 1, lit. a) 23.09.2009 01.01.2011 geändert 2009 S. 337
§ 16 Abs. 2 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 16 Abs. 2 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 16 Abs. 5 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 16 Abs. 6bis 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 17 Abs. 1 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 17 Abs. 3 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 17 Abs. 3 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 17 Abs. 3 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 17 Abs. 4 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 17 Abs. 5 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 17 Abs. 5bis 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 17 Abs. 6 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 18 Abs. 1bis 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 19 Abs. 1 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 19 Abs. 2 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 20 Abs. 2 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 20 Abs. 2bis 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 20 Abs. 3 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 20 Abs. 4 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 20 Abs. 5 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 20 Abs. 6 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 20 Abs. 7 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 20 Abs. 8 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 21 14.06.2017 01.09.2017 Titel geändert 2017/6-02
§ 21 Abs. 1 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 21 Abs. 3 14.06.2017 01.09.2017 eingefügt 2017/6-02
§ 23 Abs. 2 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 24 Abs. 2, lit. b) 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 24 Abs. 3 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 24 Abs. 3 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 24 Abs. 5 23.09.2009 01.01.2011 geändert 2009 S. 337
§ 24 Abs. 6 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 25 Abs. 1 17.12.2014 01.01.2015 geändert 2014/6-22
§ 25 Abs. 1 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 26 Abs. 1 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 27 Abs. 1, lit. e) 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 27 Abs. 1, lit. f) 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
§ 27 Abs. 2 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 27 Abs. 3 11.06.2025 30.08.2025 eingefügt 2025/05-05
Titel 6bis 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 29a 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 1 14.06.2017 01.09.2017 geändert 2017/6-02
§ 30 Abs. 1 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 30 Abs. 1, lit. a) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 1, lit. b) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 1, lit. b) 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 30 Abs. 1, lit. c) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 1, lit. c) 11.06.2025 30.08.2025 geändert 2025/05-05
§ 30 Abs. 3 21.09.2022 01.01.2023 geändert 2022/15-10
§ 30 Abs. 3, lit. a) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 3, lit. b) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 3, lit. c) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 3, lit. d) 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10
§ 30 Abs. 3bis 21.09.2022 01.01.2023 eingefügt 2022/15-10