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551.212

Einführungsverordnung zum Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen

vom 14.10.2009 (Stand 12.03.2014)

Präambel

Der Regierungsrat des Kantons Bern,

gestützt auf Artikel 13 Absatz 1 des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen vom 15. November 2007[1], den Grossratsbeschluss vom 4. Juni 2008 betreffend den Beitritt zum Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen[2], den Grossratsbeschluss vom 20. März 2013 betreffend die Genehmigung der Änderung vom 2. Februar 2012 des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen[3], Artikel 9 und 10a des Polizeigesetzes vom 8. Juni 1997 (PolG)[4] und Artikel 30 des Gesetzes vom 20. Juni 1995 über die Organisation des Regierungsrates und der Verwaltung (Organisationsgesetz, OrG)[5],

auf Antrag der Polizei- und Militärdirektion, *

beschliesst:

Art. 1 Gegenstand

Diese Verordnung regelt die behördlichen Zuständigkeiten für den Vollzug des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen.

Art. 2 Zuständige Behörde 1. Kantonspolizei *

Die Kantonspolizei ist zuständig für

  1. die Verhängung von Rayonverboten im Sinne von Artikel 4 des Konkordats,
  2. die Verhängung von Meldeauflagen im Sinne von Artikel 6 des Konkordats,
  3. die Verhängung des Polizeigewahrsams im Sinne von Artikel 8 des Konkordats,
  4. die Vornahme von Durchsuchungen im Sinne von Artikel 3b Absatz 1 des Konkordats,
  5. die Meldung an das Bundesamt für Polizei (fedpol) im Sinne von Artikel 13 Absatz 3 Buchstaben a und c des Konkordats.

Art. 2a * 2. Urteilende Strafbehörde

Die Meldung von Strafentscheiden im Sinne von Artikel 13 Absatz 3 Buchstabe b des Konkordats erfolgt durch die urteilende Strafbehörde.

Art. 2b * 3. Standortgemeinde

Die Standortgemeinde ist zuständig für die Erteilung von Bewilligungen im Sinne von Artikel 3a des Konkordats. Im Falle von Videoüberwachung als Auflage bleiben die Artikel 51a ff. PolG vorbehalten.

Auflagen bezüglich Verkauf alkoholischer Getränke erfolgen gestützt auf einen Fachbericht der zuständigen Regierungsstatthalterin oder des zuständigen Regierungsstatthalters nach Absprache mit der Gemeinde. Der Fachbericht ist für die Bewilligungsbehörde verbindlich.

Art. 3 * Rechtsmittel

Die Überprüfung von Verfügungen nach Artikel 2 Buchstabe c dieser Verordnung richtet sich nach Artikel 35 PolG.

Im Übrigen richten sich die Zuständigkeiten und das Verfahren nach den Vorschriften des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG)[6].

Art. 4 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2010 in Kraft.

Egress

Bern, 14. Oktober 2009

Im Namen des Regierungsrates

Der Präsident: Käser

Der Staatsschreiber: Nuspliger

09-122

Änderungstabelle - nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung BAG-Fundstelle
14.10.2009 01.01.2010 Erlass Erstfassung 09-122
30.10.2013 12.03.2014 Ingress geändert 14-26
30.10.2013 12.03.2014 Art. 2 Titel geändert 14-26
30.10.2013 12.03.2014 Art. 2 Abs. 1, d eingefügt 14-26
30.10.2013 12.03.2014 Art. 2 Abs. 1, e eingefügt 14-26
30.10.2013 12.03.2014 Art. 2a eingefügt 14-26
30.10.2013 12.03.2014 Art. 2b eingefügt 14-26
30.10.2013 12.03.2014 Art. 3 geändert 14-26

Änderungstabelle - nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung BAG-Fundstelle
Erlass 14.10.2009 01.01.2010 Erstfassung 09-122
Ingress 30.10.2013 12.03.2014 geändert 14-26
Art. 2 30.10.2013 12.03.2014 Titel geändert 14-26
Art. 2 Abs. 1, d 30.10.2013 12.03.2014 eingefügt 14-26
Art. 2 Abs. 1, e 30.10.2013 12.03.2014 eingefügt 14-26
Art. 2a 30.10.2013 12.03.2014 eingefügt 14-26
Art. 2b 30.10.2013 12.03.2014 eingefügt 14-26
Art. 3 30.10.2013 12.03.2014 geändert 14-26