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669.721

Verordnung über die Anrechnung ausländischer Quellensteuern *

(QStAV)

vom 18.10.2000 (Stand 01.04.2021)

Präambel

Der Regierungsrat des Kantons Bern,

gestützt auf die Artikel 15 und 20 der eidgenössischen Verordnung vom 22. August 1967 über die Anrechnung ausländischer Quellensteuern[1],

auf Antrag der Finanzdirektion, *

beschliesst:

Art. 1 Zuständigkeit

Zuständig für die Durchführung der Anrechnung ausländischer Quellensteuern ist die kantonale Steuerverwaltung. *

Art. 2 Antrag auf Anrechnung

Der Antrag auf Anrechnung ausländischer Quellensteuern ist auf einem besonderen Formular (Ergänzungsblatt Antrag auf Anrechnung ausländischer Quellensteuern) zusammen mit den entsprechenden Belegen der kantonalen Steuerverwaltung einzureichen. *

Art. 3 Barrückerstattung und Verrechnung

Der Betrag der Anrechnung ausländischer Quellensteuern wird den berechtigten Personen zurückerstattet. *

Bei Steuerausständen (Kantons- und Gemeindesteuern) kann mit diesen verrechnet werden.

Art. 4 Abrechnung zwischen Kanton und Gemeinden

Der Betrag der anrechenbaren ausländischen Quellensteuern, der nach Artikel 20 Absatz 1 Buchstabe a (natürliche Personen) der eidgenössischen Verordnung über die Anrechnung ausländischer Quellensteuern[2] Kanton und Gemeinden zugewiesen wird, wird dem Kanton und der Wohnsitzgemeinde der antragstellenden Person nach Massgabe der Steueranlagen belastet. *

Der Betrag der anrechenbaren ausländischen Quellensteuern, der nach Artikel 20 Absatz 1 Buchstabe b (juristische Personen) der eidgenössischen Verordnung über die Anrechnung ausländischer Quellensteuern Kanton und Gemeinden zugewiesen wird, wird dem Kanton, der Sitzgemeinde und der Kirchgemeinde der antragstellenden Person nach Massgabe der Steueranlagen belastet. *

Der Betrag der anrechenbaren ausländischen Quellensteuern, der nach Artikel 20 Absatz 2 der eidgenössischen Verordnung über die ​Anrechnung ausländischer Quellensteuern auf den Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer (Art. 196 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG][3]) entfällt, wird Kanton, Gemeinden und Kirchgemeinden nach Massgabe ihrer jeweiligen Beteiligung am Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer (Art. 2a des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG][4]) belastet. *

Art. 5 Organisation und Verfahren

Im Übrigen finden auf die Organisation und das Verfahren die Bestimmungen der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über die Rückerstattung der Verrechnungssteuer (VRV)[5] Anwendung.

Art. 6 Aufhebung eines Erlasses

Die Verordnung vom 29. Dezember 1967 über die pauschale Steueranrechnung (BSG 669.721) wird aufgehoben.

Art. 7 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2001 in Kraft.

Egress

Bern, 18. Oktober 2000

Im Namen des Regierungsates

Die Präsidentin: Andres

Der Staatsschreiber: Nuspliger

Von der Eidgenösschischen Steuerverwaltung, Abteilung Rückerstattung, genehmigt am 12. Dezember 2000.

00-104

Änderungstabelle - nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung BAG-Fundstelle
18.10.2000 01.01.2001 Erlass Erstfassung 00-104
24.02.2021 01.04.2021 Erlasstitel geändert 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Ingress geändert 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Art. 1 Abs. 1 geändert 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Art. 2 Abs. 1 geändert 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Art. 3 Abs. 1 geändert 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Art. 4 Abs. 1 geändert 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Art. 4 Abs. 2 eingefügt 21-019
24.02.2021 01.04.2021 Art. 4 Abs. 3 eingefügt 21-019

Änderungstabelle - nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung BAG-Fundstelle
Erlass 18.10.2000 01.01.2001 Erstfassung 00-104
Erlasstitel 24.02.2021 01.04.2021 geändert 21-019
Ingress 24.02.2021 01.04.2021 geändert 21-019
Art. 1 Abs. 1 24.02.2021 01.04.2021 geändert 21-019
Art. 2 Abs. 1 24.02.2021 01.04.2021 geändert 21-019
Art. 3 Abs. 1 24.02.2021 01.04.2021 geändert 21-019
Art. 4 Abs. 1 24.02.2021 01.04.2021 geändert 21-019
Art. 4 Abs. 2 24.02.2021 01.04.2021 eingefügt 21-019
Art. 4 Abs. 3 24.02.2021 01.04.2021 eingefügt 21-019