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362

Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung

(EG KVG)

Vom 25.03.1996 (Stand 01.04.2023)

Präambel

Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft beschliesst:[1]

Anhänge

1 Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Geltungsbereich

Dieses Gesetz regelt die Einführung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 18. März 1994[2] und der sich darauf stützenden Bundeserlasse.

... *

Art. 2 Vollzug durch Dritte

Der Regierungsrat kann Dritte, zum Beispiel die Versicherer und/oder die Ausgleichskasse Basel-Landschaft, mit dem Vollzug von Abschnitt 4 dieses Gesetzes betrauen.

Die Übertragung des Vollzugs an die Ausgleichskasse Basel-Landschaft bedarf der Genehmigung des Bundesamts für Sozialversicherung.

2 Versicherungsobligatorium Krankenpflegeversicherung

Art. 3 Kontrolle der Versicherungspflicht

Die Gemeinden kontrollieren die Einhaltung der Versicherungspflicht ihrer anmeldepflichtigen Einwohner und Einwohnerinnen.

Für diese Kontrolle haben die Versicherten auf Verlangen eine Kopie ihres Versicherungsausweises vorzulegen.

Art. 4 Zuweisung an einen Versicherer durch die Gemeinde

Personen, die ihrer Versicherungspflicht auf Hinweis der Gemeinde nicht rechtzeitig nachkommen, werden von der Gemeinde einem Versicherer zugewiesen.

2bis Zahlungsverzug der Versicherten *

Art. 6 * Zahlungsverzug der Versicherten

Die Krankenversicherer melden der zuständigen Behörde unverzüglich und unaufgefordert diejenigen Versicherten, die wegen ausstehender Prämien oder Kostenbeteiligungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung betrieben werden. Die Meldung umfasst die im Bundesrecht vorgesehenen Daten. *

Die Behörde informiert das kantonale Sozialamt über den Eingang der Meldung nach Abs. 1. Sie kann diesem die gemeldeten Daten weitergeben. Das kantonale Sozialamt informiert die kommunale Sozialhilfebehörde. *

Die Sozialhilfebehörde berät die ihr gemeldeten Versicherten und unterstützt sie bei Bedürftigkeit gemäss der Sozialhilfegesetzgebung. *

Art. 6c * Zuständige kantonale Behörde und Revisionsstelle

Der Regierungsrat bezeichnet die zuständige kantonale Behörde für die Übernahme von Forderungen aufgrund von ausstehenden Prämien und Kostenbeteiligungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sowie die entsprechende Revisionsstelle.

Er kann ihnen zusätzliche Aufgaben übertragen.

Art. 6d * Verlustscheine

Der Kanton kann sich von den Krankenversicherern gegen Entschädigung Verlustscheine abtreten lassen. Die zuständige Behörde gemäss § 6c kann mit den Krankenversicherern entsprechende Verträge abschliessen.

Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten.

3 Gesundheitsförderung

Art. 7 Kantonsbeiträge Gesundheitsförderung

Der Kanton beteiligt sich mit den Versicherern und den anderen Kantonen an der Institution zur Förderung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten gemäss Art. 19 KVG.

Der Regierungsrat beschliesst den Beitritt und legt den Beitrag an den Betrieb dieser Institution abschliessend fest.

4 Prämienverbilligung

Art. 8 * Anspruch

Obligatorisch Krankenpflegeversicherte mit unteren und mittleren Einkommen haben Anspruch auf Prämienverbilligung.

Junge Erwachsene bis 25 Jahre haben keinen Anspruch auf Prämienverbilligung, wenn ihre Eltern in günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben und wenn für sie eine Ausbildungszulage nach dem Bundesgesetz über die Familienzulagen[3] ausgerichtet wird. Dies gilt nicht für Personen, die verheiratet sind oder in eingetragener Partnerschaft leben oder denen bei der Staatssteuer ein Kinderabzug gewährt wird oder die Sozialhilfe beziehen. *

Die Höhe der Prämienverbilligung entspricht der Differenz zwischen der Jahresrichtprämie und einem Prozentanteil am massgebenden Jahreseinkommen.

Der ausbezahlte Betrag darf die tatsächlich bezahlte Prämie nicht übersteigen. *

Für anspruchsberechtigte Kinder werden mindestens 80 % und für anspruchsberechtigte junge Erwachsene bis 25 Jahre mindestens 50 % der entsprechenden kantonalen Jahresrichtprämie ausgerichtet. *

Art. 8a * Einkommensobergrenzen, Prozentanteil, Jahresrichtprämie und günstige wirtschaftliche Verhältnisse *

Der Landrat legt fest: *

  1. für verschiedene Berechnungseinheiten die anspruchsabschliessenden Obergrenzen des massgebenden Jahreseinkommens,
  2. den Prozentanteil am massgebenden Jahreseinkommen.

Der Regierungsrat legt fest: *

  1. die Jahresrichtprämien für jede bundesrechtliche Prämienkategorie, wobei diejenige für Erwachsene mindestens 20 % unter dem kantonalen Prämiendurchschnitt für die obligatorische Krankenpflegeversicherung liegt;
  2. die Untergrenzen des massgebenden Jahreseinkommens für günstige, wirtschaftliche Verhältnisse von Eltern junger Erwachsener, wobei diese mindestens um den Faktor 2,75 grösser sind als die anspruchsabschliessenden Obergrenzen des massgebenden Jahreseinkommens der jeweiligen Berechnungseinheiten.

Art. 9 * Massgebendes Jahreseinkommen

Das massgebende Jahreseinkommen entspricht dem Zwischentotal der steuerbaren Einkünfte (ohne Einkünfte aus Liegenschaften) vermehrt um: *

  1. das Nettoeinkommen aus nicht selbst bewohnten Liegenschaften;
  2. 20 % des steuerbaren Vermögens, sowie vermindert um
  3. geleistete Unterhaltsbeiträge, für die bei der Staatsteuer ein Abzug gewährt wird;
  4. CHF 5'000 für jedes Kind, für welches bei der Staatssteuer ein Kinderabzug gewährt wird.

Das Nettoeinkommen aus nicht selbst bewohnten Liegenschaften gemäss Abs. 1 Bst. a entspricht den steuerbaren Einkünften aus diesen Liegenschaften abzüglich dem Pauschalabzug für Liegenschaftsunterhaltskosten. *

Massgebend ist die rechtskräftige Steuerveranlagung für das Vor-Vorjahr.

Die Personen, die durch die Steuerveranlagung gemäss Abs. 3 als Steuersubjekte erfasst sind, werden zur Berechnung der Prämienverbilligung zusammengefasst (Berechnungseinheit).

Für Personen, die keine Steuerveranlagung gemäss Abs. 3 haben:

  1. und die die Volljährigkeit erreichen, richten sich das massgebende Jahreseinkommen und die Berechnungseinheit nach den Verhältnissen des Vorjahres;
  2. bestimmt in den übrigen Fällen der Regierungsrat das massgebende Jahreseinkommen und die Berechnungseinheit.

Art. 9a * Veränderte Verhältnisse

Hat sich im Vorjahr gegenüber der Steuerveranlagung gemäss § 9 Abs. 3 das massgebende Jahreseinkommen um mehr als 20 % oder die personelle Zusammensetzung der Berechnungseinheit verändert, wird die Prämienverbilligung auf Gesuch hin entsprechend angepasst.

Wirkt sich das Gesuch auf die Prämienverbilligung einer anderen Person aus, ist deren Prämienverbilligung von Amts wegen und unter Wahrung deren Verfahrensrechte anzupassen.

Art. 9b * Beginn und Ende des Anspruchs

Der Anspruch auf Prämienverbilligung beginnt und endet mit dem Kalenderjahr.

Er endet während des Kalenderjahres:

  1. bei Wegzug ins Ausland;
  2. bei Tod einer Person, die eine Berechnungseinheit gebildet hat.

Art. 9c * Verwirkung

Gesuche um Prämienverbilligung sind bis Ende des Anspruchsjahres einzureichen, ansonsten der Anspruch verwirkt.

Antragsformulare für Prämienverbilligung, die von Amts wegen oder auf Gesuch hin zugestellt worden sind, sind innerhalb 1 Jahres seit Zustellung einzureichen, ansonsten der Anspruch verwirkt.

Art. 11 * Ausrichtung

Die Prämienverbilligung wird den Krankenversicherern ausgerichtet. *

Bei verspäteter Ausrichtung besteht kein Anspruch auf Verzugszins.

Kleinbeträge werden nicht ausgerichtet. Der Regierungsrat legt die Grenze fest.

Art. 12 Mitwirkung der Betroffenen

Personen, die Anspruch auf Prämienverbilligung erheben, haben den Vollzugsbehörden alle zur Abklärung der Anspruchsberechtigung erforderlichen Angaben wahrheitsgetreu zu vermitteln. Dies gilt auch für Angaben zur Vermeidung von Mehrfachsubventionen.

Bei der Bearbeitung von Gesuchen von jungen Erwachsenen können zur Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Eltern deren Steuerdaten beigezogen werden, wenn diese im Kanton Basel-Landschaft Wohnsitz haben. *

Art. 12b * Mitwirkung der Krankenversicherer

Die im Kanton Basel-Landschaft tätigen Krankenversicherer erteilen der Ausgleichskasse auf Anfrage Auskunft über das Versicherungsverhältnis nach KVG einer Person mit Anspruch auf Prämienverbilligung.

Die im Kanton Basel-Landschaft tätigen Krankenversicherer melden der Ausgleichskasse auf Anfrage den gesamten Versichertenbestand nach KVG für den Abgleich der Datenbestände gemäss Verordnung des EDI über den Datenaustausch für die Prämienverbilligung[4].

Die Ausgleichskasse meldet einem im Kanton Basel-Landschaft tätigen Krankenversicherer auf Anfrage den gesamten Verfügungsbestand der bei diesem Krankenversicherer nach KVG versicherten Personen für den Abgleich der Datenbestände.

Art. 12c * Mitwirkung der kantonalen Steuerverwaltung

Die kantonale Steuerverwaltung stellt der Ausgleichskasse kostenlos die für die Durchführung der Prämienverbilligung und für das Erstellen von Prognosen über deren Entwicklung notwendigen Daten zur Verfügung. Die Daten werden der Ausgleichskasse elektronisch übermittelt oder von dieser bei der kantonalen Steuerverwaltung abgerufen.

Die im Rahmen dieses Gesetzes tätigen Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und unterliegen dem Amtsgeheimnis.

Art. 13 Rückerstattungen

Zu Unrecht ausgerichtete Leistungen sind zurückzuerstatten. Das Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000[5]*

Kleinbeträge werden nicht zurückerstattet. Der Regierungsrat legt die Grenze fest. *

Art. 13a * Verrechnung

Rückforderungen von zu Unrecht bezogenen Leistungen gemäss § 13 können mit fälligen Prämienverbilligungen verrechnet werden.

Art. 15 Rechtspflege

Der Regierungsrat hat ein Einspracheverfahren für die Prämienverbilligung vorzusehen.

Gegen Einspracheentscheide kann Beschwerde beim Kantonsgericht (Abteilung Sozialversicherungsrecht) erhoben werden. *

Die Fristen für Einsprache und Beschwerde betragen 30 Tage. *

5 Finanzierung von Pflegeleistungen *

Art. 15a * Finanzierung von Pflegeleistungen durch die Gemeinde

Bei Pflegeleistungen nach der Krankenversicherungsgesetzgebung, ausgenommen bei Leistungen der Akut- und Übergangspflege, übernimmt die Gemeinde die Differenz zwischen den anrechenbaren Kosten der Pflegeleistungen und dem Beitrag der obligatorischen Krankenversicherung abzüglich des Anteils der versicherten Person. *

Zuständig ist unter Vorbehalt von § 32 des Altersbetreuungs- und Pflegegesetzes[6]*

  1. bei ambulanten Pflegeleistungen die Gemeinde, in welcher die versicherte Person ihren Wohnsitz hat;
  2. bei stationären Pflegeleistungen die Gemeinde, in welcher die versicherte Person vor dem Heimeintritt ihren Wohnsitz hatte.

Die Beiträge der Gemeinde werden an den Leistungserbringer ausgerichtet und können pauschaliert werden.

Art. 15b * Finanzierung von Pflegeleistungen durch den Kanton *

… *

… *

Bei Personen, die in Heimen leben, welche über eine Anerkennung nach dem Behindertenhilfegesetz verfügen, werden die Beiträge nach § 15a durch den Kanton übernommen. *

Art. 15bbis * Pflegerischer Mehrbedarf

Übersteigt der Pflegebedarf einer Bewohnerin oder eines Bewohners eines Pflegeheims in medizinisch begründeten Einzelfällen denjenigen der höchsten Pflegestufe, wird der Mehrbedarf durch den Kanton abgegolten.

Der Pflegebedarf ist vorgängig durch die zuständige Direktion überprüfen zu lassen.

Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten.

Art. 15c * Anrechenbare Kosten von ambulanten Pflegeleistungen *

Der Regierungsrat legt periodisch, mindestens alle 4 Jahre, nach Anhörung der Gemeinden und der Leistungserbringer die anrechenbaren Kosten für ambulante Pflegeleistungen pro Leistungskategorie kantonsweit einheitlich fest (Normkosten). *

Die Normkosten decken die Kosten der ambulanten Pflegeleistungen nach der Krankenversicherungsgesetzgebung unter Berücksichtigung einer wirksamen, zweckmässigen und wirtschaftlichen Leistungserbringung. *

Die zuständige Direktion kann zum Zweck der Ermittlung der Normkosten bei den Leistungserbringern Daten erheben und Betriebsvergleiche durchführen. *

Art. 15cbis * Anrechenbare Kosten von stationären Pflegeleistungen

Die Versorgungsregionen gemäss Altersbetreuungs- und Pflegegesetz legen periodisch, mindestens alle 2 Jahre, nach Anhörung der Leistungserbringer die anrechenbaren Kosten der Pflegeleistungen für diejenigen stationären Pflegeeinrichtungen fest, mit denen sie eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen haben.

Für die Festlegung der anrechenbaren Kosten von Leistungserbringern, welche mit mehreren Versorgungsregionen eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen haben, ist diejenige Versorgungsregion zuständig, in welcher der Leistungserbringer seinen Betriebsstandort hat.

Die anrechenbaren Kosten decken die Kosten der stationären Pflegeleistungen nach der Krankenversicherungsgesetzgebung unter Berücksichtigung einer wirksamen, zweckmässigen und wirtschaftlichen Leistungserbringung.

Zum Zweck der Ermittlung der anrechenbaren Kosten stellt der Kanton den Versorgungsregionen jeweils die Daten zur Verfügung, die er gestützt auf §§ 13 und 14 des Altersbetreuungs- und Pflegegesetzes[7] erhoben hat.

Eine Neufestlegung der anrechenbaren Kosten erfolgt mindestens 3 Monate im Voraus auf den Beginn eines Kalenderjahres.

Art. 15cter * Finanzierung von Pflegeleistungen in ausserkantonalen Pflegeheimen

Bei einem Aufenthalt in einem ausserkantonalen Pflegeheim leistet die Gemeinde einen Beitrag gemäss § 15a nach der Regelung des Standortkantons des Pflegeheims, jedoch höchstens zu demjenigen Betrag, den sie bei einem Aufenthalt im Pflegeheim mit den höchsten anrechenbaren Kosten im Kanton übernehmen würde.

Sofern die Gemeinde der versicherten Person zum Zeitpunkt des Heimeintritts keinen Pflegeheimplatz im Kanton zur Verfügung stellen kann, leistet sie einen Beitrag gemäss § 15a nach der Regelung des Standortkantons des Pflegeheims.

Art. 15d * Kostenanteil der versicherten Person

Der Kostenanteil der versicherten Person entspricht:

  1. bei stationären Pflegeleistungen dem höchsten Anteil nach der Bundesgesetzgebung;
  2. bei ambulanten Pflegeleistungen der Hälfte des höchsten Anteils nach der Bundesgesetzgebung.

Der Kostenanteil der versicherten Person darf im Einzelfall die anrechenbaren Kosten abzüglich des Beitrags der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht übersteigen. *

Bei Kindern bis zum vollendeten 18. Altersjahr wird kein Kostenanteil erhoben.

Art. 15e * Leistungen der Akut- und Übergangspflege

Die Leistungen der Akut- und Übergangspflege erfolgen im Anschluss an einen Akutspitalaufenthalt während längstens 2 Wochen unter folgenden Voraussetzungen:

  1. medizinische Notwendigkeit, begründet durch einen vorübergehend erhöhten Pflegebedarf;
  2. keine Notwendigkeit eines Aufenthalts in einer Rehabilitationsklinik oder einer geriatrischen Abteilung eines Spitals;
  3. Überweisung durch einen Spitalarzt mit einem Zeugnis, aus dem der Pflegebedarf und die erforderlichen Pflegemassnahmen hervorgehen.

Der Kanton stellt das Angebot für Leistungen der ambulanten und stationären Akut- und Übergangspflege sicher und übernimmt die daraus entstehenden Kosten anteilmässig nach der Krankenversicherungsgesetzgebung. Er kann mit entsprechenden Leistungserbringern Leistungsvereinbarungen abschliessen.

6 Übergangs- und Schlussbestimmungen

Art. 16 Änderung bisherigen Rechts

Die Verwaltungsprozessordnung vom 16. Dezember 1993[8] wird wie folgt geändert: ...[9]

Das Spitalgesetz vom 24. Juni 1976[10] wird wie folgt geändert: ...[11]

Das Schulgesetz vom 26. April 1979[12] wird wie folgt geändert: ...[13]

Art. 17 Aufhebung bisherigen Rechts

Das Gesetz vom 18. Mai 1989[14] über die Krankenpflegeversicherung (GKV) wird aufgehoben.

Das Dekret vom 5. Juni 1989[15] über die Krankenpflegeversicherung (DKV) wird aufgehoben.

Art. 17b * Übergangsbestimmung betreffend Wegkauf des Leistungsaufschubes bei unterstützten Personen

Für Forderungen der Versicherer, für welche gemäss Übergangsbestimmung zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 19. März 2010 der Leistungsaufschub bestehen bleibt, gilt § 6b während 6 Monaten ab dem Inkrafttreten weiter, sofern die sozialhilferechtliche Unterstützung im Jahr 2011 entstanden ist.

Art. 17c * Übergangsbestimmung betreffend Mehrkosten in der Pflege infolge der Covid-19-Epidemie

Bei der erstmaligen Festlegung der anrechenbaren Kosten der Pflegeleistungen gemäss § 15cbis berücksichtigen die Versorgungsregionen die Mehrkosten, die den einzelnen stationären Pflegeeinrichtungen in den Jahren 2020 und 2021 infolge der Covid-19-Epidemie entstanden sind. Diese Mehrkosten werden in Form eines zeitlich befristeten Zuschlags zu den anrechenbaren Kosten abgegolten.

Art. 18 Inkrafttreten

Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1996 in Kraft. Es untersteht der nachträglichen Volksabstimmung innert 6 Monaten gemäss § 63 Abs. 4 der Kantonsverfassung vom 17. Mai 1984[16].

Egress

GS 32.474

Änderungstabelle - Nach Beschlussdatum

Beschlussdatum Inkraft seit Element Wirkung Publiziert mit
25.03.1996 01.01.1996 Erlass Erstfassung GS 32.474
06.06.2002 01.01.2003 § 1 Abs. 2 aufgehoben GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 5 aufgehoben GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 8a eingefügt GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 9 totalrevidiert GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 9a eingefügt GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 9b eingefügt GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 10 aufgehoben GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 11 totalrevidiert GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 13 Abs. 2 eingefügt GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 14 aufgehoben GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 15 Abs. 2 geändert GS 34.598
06.06.2002 01.01.2003 § 15 Abs. 3 geändert GS 34.598
14.10.2004 01.01.2004 § 9c eingefügt GS 35.428
21.09.2006 01.01.2007 § 8 totalrevidiert GS 35.1057
21.09.2006 01.01.2007 § 8a Titel geändert GS 35.1057
21.09.2006 01.01.2007 § 8a Abs. 1 geändert GS 35.1057
21.09.2006 01.01.2007 § 11b aufgehoben GS 35.1057
21.09.2006 01.01.2007 § 13 Abs. 1 geändert GS 35.1057
09.12.2010 01.01.2011 Titel 5 eingefügt GS 37.481
09.12.2010 01.01.2011 § 15a eingefügt GS 37.481
09.12.2010 01.01.2011 § 15b eingefügt GS 37.481
09.12.2010 01.01.2011 § 15c eingefügt GS 37.481
09.12.2010 01.01.2011 § 15d eingefügt GS 37.481
09.12.2010 01.01.2011 § 15e eingefügt GS 37.481
01.12.2011 01.07.2011 § 6 totalrevidiert GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 6a aufgehoben GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 6b aufgehoben GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 6c eingefügt GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 6d eingefügt GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 8 Abs. 2bis eingefügt GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 11 Abs. 1 geändert GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 11a aufgehoben GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 12a aufgehoben GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 13a eingefügt GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 17a aufgehoben GS 37.823
01.12.2011 01.07.2011 § 17b totalrevidiert GS 37.823
31.10.2013 01.01.2014 § 9 Abs. 1 geändert GS 2014.001
31.10.2013 01.01.2014 § 9 Abs. 2 geändert GS 2014.001
14.11.2013 01.01.2014 § 12b eingefügt GS 2014.013
14.11.2013 01.01.2014 § 12c eingefügt GS 2014.013
08.05.2014 01.01.2015 § 8 Abs. 1bis eingefügt GS 2014.078
08.05.2014 01.01.2015 § 8a Titel geändert GS 2014.078
08.05.2014 01.01.2015 § 8a Abs. 2 geändert GS 2014.078
08.05.2014 01.01.2015 § 8a Abs. 2, Bst. a. eingefügt GS 2014.078
08.05.2014 01.01.2015 § 8a Abs. 2, Bst. b. eingefügt GS 2014.078
08.05.2014 01.01.2015 § 12 Abs. 2 eingefügt GS 2014.078
08.05.2014 01.01.2015 Anhang 1 Name und Inhalt geändert GS 2014.078
23.10.2014 16.03.2015 Titel 2bis eingefügt GS 2015.016
23.10.2014 16.03.2015 § 6 Abs. 1 geändert GS 2015.016
23.10.2014 16.03.2015 § 6 Abs. 2 geändert GS 2015.016
23.10.2014 16.03.2015 § 6 Abs. 3 geändert GS 2015.016
23.10.2014 16.03.2015 Anhang 1 Inhalt geändert GS 2015.016
16.11.2017 01.01.2018 § 15a Abs. 1 geändert GS 2018.005
16.11.2017 01.01.2018 § 15b Abs. 2, Bst. a. geändert GS 2018.005
16.11.2017 01.01.2018 § 15b Abs. 2, Bst. a.bis eingefügt GS 2018.005
16.11.2017 01.01.2018 § 15b Abs. 3 eingefügt GS 2018.005
16.11.2017 01.01.2018 § 15bbis eingefügt GS 2018.005
16.11.2017 01.01.2018 Anhang 1 Inhalt geändert GS 2018.005
31.10.2019 01.01.2020 § 8 Abs. 3 geändert GS 2020.001
31.10.2019 01.01.2020 Anhang 1 Inhalt geändert GS 2020.001
16.03.2023 01.04.2023 § 15a Abs. 1 geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15a Abs. 1bis eingefügt GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15b Titel geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15b Abs. 1 aufgehoben GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15b Abs. 2 aufgehoben GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15c Titel geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15c Abs. 1 geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15c Abs. 2 geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15c Abs. 3 geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15cbis eingefügt GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15cter eingefügt GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 15d Abs. 2 geändert GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 § 17c eingefügt GS 2023.036
16.03.2023 01.04.2023 Anhang 1 Inhalt geändert GS 2023.036

Änderungstabelle - Nach Paragraf

Element Beschlussdatum Inkraft seit Wirkung Publiziert mit
Erlass 25.03.1996 01.01.1996 Erstfassung GS 32.474
§ 1 Abs. 2 06.06.2002 01.01.2003 aufgehoben GS 34.598
§ 5 06.06.2002 01.01.2003 aufgehoben GS 34.598
Titel 2bis 23.10.2014 16.03.2015 eingefügt GS 2015.016
§ 6 01.12.2011 01.07.2011 totalrevidiert GS 37.823
§ 6 Abs. 1 23.10.2014 16.03.2015 geändert GS 2015.016
§ 6 Abs. 2 23.10.2014 16.03.2015 geändert GS 2015.016
§ 6 Abs. 3 23.10.2014 16.03.2015 geändert GS 2015.016
§ 6a 01.12.2011 01.07.2011 aufgehoben GS 37.823
§ 6b 01.12.2011 01.07.2011 aufgehoben GS 37.823
§ 6c 01.12.2011 01.07.2011 eingefügt GS 37.823
§ 6d 01.12.2011 01.07.2011 eingefügt GS 37.823
§ 8 21.09.2006 01.01.2007 totalrevidiert GS 35.1057
§ 8 Abs. 1bis 08.05.2014 01.01.2015 eingefügt GS 2014.078
§ 8 Abs. 2bis 01.12.2011 01.07.2011 eingefügt GS 37.823
§ 8 Abs. 3 31.10.2019 01.01.2020 geändert GS 2020.001
§ 8a 06.06.2002 01.01.2003 eingefügt GS 34.598
§ 8a 21.09.2006 01.01.2007 Titel geändert GS 35.1057
§ 8a 08.05.2014 01.01.2015 Titel geändert GS 2014.078
§ 8a Abs. 1 21.09.2006 01.01.2007 geändert GS 35.1057
§ 8a Abs. 2 08.05.2014 01.01.2015 geändert GS 2014.078
§ 8a Abs. 2, Bst. a. 08.05.2014 01.01.2015 eingefügt GS 2014.078
§ 8a Abs. 2, Bst. b. 08.05.2014 01.01.2015 eingefügt GS 2014.078
§ 9 06.06.2002 01.01.2003 totalrevidiert GS 34.598
§ 9 Abs. 1 31.10.2013 01.01.2014 geändert GS 2014.001
§ 9 Abs. 2 31.10.2013 01.01.2014 geändert GS 2014.001
§ 9a 06.06.2002 01.01.2003 eingefügt GS 34.598
§ 9b 06.06.2002 01.01.2003 eingefügt GS 34.598
§ 9c 14.10.2004 01.01.2004 eingefügt GS 35.428
§ 10 06.06.2002 01.01.2003 aufgehoben GS 34.598
§ 11 06.06.2002 01.01.2003 totalrevidiert GS 34.598
§ 11 Abs. 1 01.12.2011 01.07.2011 geändert GS 37.823
§ 11a 01.12.2011 01.07.2011 aufgehoben GS 37.823
§ 11b 21.09.2006 01.01.2007 aufgehoben GS 35.1057
§ 12 Abs. 2 08.05.2014 01.01.2015 eingefügt GS 2014.078
§ 12a 01.12.2011 01.07.2011 aufgehoben GS 37.823
§ 12b 14.11.2013 01.01.2014 eingefügt GS 2014.013
§ 12c 14.11.2013 01.01.2014 eingefügt GS 2014.013
§ 13 Abs. 1 21.09.2006 01.01.2007 geändert GS 35.1057
§ 13 Abs. 2 06.06.2002 01.01.2003 eingefügt GS 34.598
§ 13a 01.12.2011 01.07.2011 eingefügt GS 37.823
§ 14 06.06.2002 01.01.2003 aufgehoben GS 34.598
§ 15 Abs. 2 06.06.2002 01.01.2003 geändert GS 34.598
§ 15 Abs. 3 06.06.2002 01.01.2003 geändert GS 34.598
Titel 5 09.12.2010 01.01.2011 eingefügt GS 37.481
§ 15a 09.12.2010 01.01.2011 eingefügt GS 37.481
§ 15a Abs. 1 16.11.2017 01.01.2018 geändert GS 2018.005
§ 15a Abs. 1 16.03.2023 01.04.2023 geändert GS 2023.036
§ 15a Abs. 1bis 16.03.2023 01.04.2023 eingefügt GS 2023.036
§ 15b 09.12.2010 01.01.2011 eingefügt GS 37.481
§ 15b 16.03.2023 01.04.2023 Titel geändert GS 2023.036
§ 15b Abs. 1 16.03.2023 01.04.2023 aufgehoben GS 2023.036
§ 15b Abs. 2 16.03.2023 01.04.2023 aufgehoben GS 2023.036
§ 15b Abs. 2, Bst. a. 16.11.2017 01.01.2018 geändert GS 2018.005
§ 15b Abs. 2, Bst. a.bis 16.11.2017 01.01.2018 eingefügt GS 2018.005
§ 15b Abs. 3 16.11.2017 01.01.2018 eingefügt GS 2018.005
§ 15bbis 16.11.2017 01.01.2018 eingefügt GS 2018.005
§ 15c 09.12.2010 01.01.2011 eingefügt GS 37.481
§ 15c 16.03.2023 01.04.2023 Titel geändert GS 2023.036
§ 15c Abs. 1 16.03.2023 01.04.2023 geändert GS 2023.036
§ 15c Abs. 2 16.03.2023 01.04.2023 geändert GS 2023.036
§ 15c Abs. 3 16.03.2023 01.04.2023 geändert GS 2023.036
§ 15cbis 16.03.2023 01.04.2023 eingefügt GS 2023.036
§ 15cter 16.03.2023 01.04.2023 eingefügt GS 2023.036
§ 15d 09.12.2010 01.01.2011 eingefügt GS 37.481
§ 15d Abs. 2 16.03.2023 01.04.2023 geändert GS 2023.036
§ 15e 09.12.2010 01.01.2011 eingefügt GS 37.481
§ 17a 01.12.2011 01.07.2011 aufgehoben GS 37.823
§ 17b 01.12.2011 01.07.2011 totalrevidiert GS 37.823
§ 17c 16.03.2023 01.04.2023 eingefügt GS 2023.036
Anhang 1 08.05.2014 01.01.2015 Name und Inhalt geändert GS 2014.078
Anhang 1 23.10.2014 16.03.2015 Inhalt geändert GS 2015.016
Anhang 1 16.11.2017 01.01.2018 Inhalt geändert GS 2018.005
Anhang 1 31.10.2019 01.01.2020 Inhalt geändert GS 2020.001
Anhang 1 16.03.2023 01.04.2023 Inhalt geändert GS 2023.036