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Vereinbarung über die Konferenz der Kantonsregierungen[1]

Vom 8. Oktober 1993 (Stand 24. März 2006)

Präambel

Konferenz der Kantonsregierungen: Vereinbarung | Regierung und Verwaltung

Die Regierungen der Kantone Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell A.Rh., Appenzell I.Rh., St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura
schliessen folgende Vereinbarung ab:

Art. ikel 1 Errichtung und Zweck der Konferenz der Kantonsregierungen

Die Regierungen der Kantone richten eine ständige «Konferenz der Kantonsregierungen» ein.

Diese bezweckt, die Zusammenarbeit unter den Kantonen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu fördern und in kantonsrelevanten Angelegenheiten des Bundes die erforderliche Koordination und Information der Kantone sicherzustellen, insbesondere in Fragen

Art. ikel 2 Mitglieder

Mitglieder der Konferenz der Kantonsregierungen sind die kantonalen Regierungen.

Jede Kantonsregierung hat Anspruch auf einen Sitz in der Konferenz. Wahl und Amtsdauer sind Sache der Kantonsregierungen.

Die Kantonsregierungen können unter Wahrung der Stimmengleichheit zusätzliche Regierungsvertreter in die Konferenz entsenden. Die Vertreter der Kantone können sich ausnahmsweise von Mitarbeitern oder von Experten begleiten lassen.

Art. ikel 3 Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden

Der Bundesrat wird eingeladen, an den Sitzungen der Konferenz der Kantonsregierungen teilzunehmen.

Er kann die Konferenz der Kantonsregierungen um Beratung und Beschlussfassung zu Geschäften ersuchen, welche die Interessen der Kantone berühren.

Die Konferenz der Kantonsregierungen sorgt für eine geeignete Koordination mit anderen Institutionen der vertikalen Kooperation.

Art. ikel 4 Zusammenarbeit mit den Direktorenkonferenzen

Die Konferenz der Kantonsregierungen arbeitet mit den Direktorenkonferenzen und mit den übrigen interkantonalen Konferenzen zusammen.

Art. ikel 5 * Organe

Die Konferenz der Kantonsregierungen verfügt über folgende Organe

I. Plenarkonferenz

Art. ikel 6 1. Aufgaben

Die Plenarkonferenz wählt für eine Amtsdauer von zwei Jahren (mit der Möglichkeit einer Wiederwahl)

Sie bezeichnet das Sekretariat.

Sie fasst im Übrigen alle Beschlüsse, die nicht einem anderen Organ zugewiesen sind.

Art. ikel 7 2. Ordentliche Sitzungen

Die Plenarkonferenz tritt jährlich zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen. Die Sitzungstermine werden von der Plenarkonferenz im Voraus festgelegt.

Die Mitglieder der Konferenz werden mindestens zehn Tage im Voraus schriftlich zu den Sitzungen eingeladen.

Geschäfte zuhanden der Traktandenliste können anhängig machen

Art. ikel 8 3. Ausserordentliche Sitzungen

Die Plenarkonferenz wird zu ausserordentlichen Sitzungen durch den Präsidenten einberufen auf Verlangen

Bei besonderer zeitlicher Dringlichkeit können

Art. ikel 9 4. Beratung und Beschlussfassung

Die Plenarkonferenz ist beschlussfähig, wenn die Vertreter von mindestens achtzehn Kantonsregierungen anwesend sind.

Jede Kantonsregierung hat eine Stimme.

Das Weitere kann die Plenarkonferenz in ihrer Geschäftsordnung regeln.

Art. ikel 10 5. Stellungnahmen

Fasst die Plenarkonferenz einen Beschluss mit den Stimmen von achtzehn Kantonsregierungen, so gilt dieser als Stellungnahme der Konferenz der Kantonsregierungen.

Das Recht der Kantone auf eigene Stellungnahmen bleibt gewahrt.

II. Leitender Ausschuss

Art. ikel 11 1. Aufgaben

Der Leitende Ausschuss ist das oberste Exekutiv- und Führungsorgan der Konferenz der Kantonsregierungen. Er behandelt die laufenden Geschäfte und bereitet die Sitzungen der Plenarkonferenz vor.

Zur Behandlung einzelner Vorlagen oder zur Bearbeitung grösserer Geschäftsbereiche kann er ständige oder nichtständige Fachkommissionen sowie Beauftragte einsetzen.

Art. ikel 12 2. Sitzungen

Der Präsident beruft den Leitenden Ausschuss ein, so oft es die Geschäfte erfordern oder wenn es ein Mitglied verlangt.

III. Sekretariat

Art. ikel 13

Das Sekretariat ist für die Vorbereitung der Sitzungen der Plenarkonferenz und des Leitenden Ausschusses sowie für die Protokollführung verantwortlich.

Es sorgt für eine hinreichende und laufende Information und Dokumentation der Konferenzorgane sowie der Kantone und anderer Interessierter.

Art. ikel 14 Finanzierung

Die Kosten der Konferenz der Kantonsregierungen werden entsprechend der Einwohnerzahl von den Kantonen getragen.

Art. ikel 15 Inkrafttreten

Diese Vereinbarung tritt einen Monat nach dem Tag in Kraft, an dem alle Kantonsregierungen schriftlich die Zustimmung zur Vereinbarung erklärt haben.[2] Depositarstelle ist der Regierungsrat des Kantons Bern.

Art. ikel 16 Mitteilung an den Bundesrat

Unmittelbar nach Vorliegen aller schriftlichen Mitteilungen über die Zustimmung bringt der Regierungsrat des Kantons Bern die Vereinbarung dem Bundesrat zur Kenntnis.

Art. ikel 17 Kündigung

Diese Vereinbarung kann von jedem Kanton jeweils auf Jahresende unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten durch Mitteilung an den Präsidenten gekündigt werden.

Nach einer Kündigung überprüft die Konferenz die Möglichkeiten der Fortführung dieser Vereinbarung.

Art. ikel 18 Publikation

Diese Vereinbarung wird in deutscher, französischer und italienischer Sprache abgefasst.

Die Kantonsregierungen sorgen für eine angemessene Veröffentlichung der Vereinbarung.

Egress

Bern, 8. Oktober 1993

Konferenz der Kantonsregierungen

Keine Publikation

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
08.10.1993 08.10.1993 Erlass Erstfassung Keine Publikation
24.03.2006 24.03.2006 Artikel 5 totalrevidiert -

Änderungstabelle - Nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 08.10.1993 08.10.1993 Erstfassung Keine Publikation
Artikel 5 24.03.2006 24.03.2006 totalrevidiert -