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531.11

Vollzugsverordnung zum Einführungsgesetz zur direkten Bundessteuer

vom 10.07.2001 (Stand 01.01.2021)

Präambel

Der Regierungsrat von Nidwalden,

gestützt auf Art. 64 der Kantonsverfassung, in Ausführung von Art. 4 des Einführungsgesetzes vom 22. März 2000 über die direkte Bundessteuer (Einführungsgesetz zur direkten Bundessteuer[1],

beschliesst:

Art. 1 * Zuständigkeit 1. Regierungsrat

Der Regierungsrat ist zuständig für den Erlass von Weisungen für den Vollzug des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG)[2].

Art. 2 * 2. Direktion

Die Direktion hat folgende Aufgaben:

1. den Entscheid über die Abschreibung uneinbringlicher und die Rückstellung gefährdeter Steuern;
2. den Geldverkehr mit den Bundesbehörden;
3. der Bezug und die Sicherung der Steuer einschliesslich der Gewährung von Zahlungserleichterungen (Art. 160 ff. DBG[3]);
4. der Erlass von Haftungsverfügungen (Art. 13, 55, Art. 88 Abs. 3, Art. 92 Abs. 4, Art. 100 Abs. 2, Art. 177 Abs. 1 und Art. 179 Abs. 1 DBG);
5. der Entscheid über die Rückforderung von bezahlten Steuern (Art. 168 Abs. 3 DBG).
6. das Treffen aller Massnahmen und Entscheide, die nicht ausdrücklich einer anderen Behörde oder Amtsstelle zugewiesen sind.

Art. 3 3. Kantonales Steueramt

Das Kantonale Steueramt ist zuständig für: *

1. den Entscheid über Steuerbefreiungen (Art. 56 DBG[4]);
2. *
3. die Vertretung des Kantons bei der Festlegung von Bezugsminima bei der Erhebung von Quellensteuern von Künstlerinnen und Künstlern, Sportlerinnen und Sportlern sowie Referentinnen und Referenten (Art. 92 Abs. 5 DBG);
4. * die Abrechnung der Quellensteuern mit dem Bund (Art. 196 Abs. 3 DBG);
5. *
6. die Repartition der kantonalen Anteile an der direkten Bundessteuer (Art. 111 Abs. 2 und Art. 197 DBG);
7. * die Registerführung, soweit diese nicht durch das Gemeindesteueramt erfolgt (Art. 122 DBG);
8. die Erhebung von Beschwerden gegen Veranlagungsverfügungen und Einspracheentscheide beim Verwaltungsgericht;
9. die Vertretung des Kantons vor den Gerichten und Strafuntersuchungsbehörden;
10. den Amtsverkehr mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung;
11. die Einleitung von Nachsteuerverfahren, die Ermittlung der Nachsteuergrundlagen und die Festsetzung von Nachsteuern (Art. 151 ff. DBG);
12.–13. *
14. * den Entscheid über Steuererlassgesuche (Art. 167b Abs. 1 DBG);
15. *
16. die Erteilung der Zustimmung zur Löschung im Handelsregister (Art. 171 DBG);
17. den Entscheid über die Eintragung im Grundbuch (Art. 172 DBG);
18. die Festsetzung von Bussen in schweren Fällen von Verfahrenspflichtverletzungen (Art. 174 DBG);
19. die Einleitung von Verfahren bei Steuerhinterziehung, Durchführung der Untersuchung und die Festsetzung von Bussen wegen Steuerhinterziehung (Art. 175 ff. DBG);
20. die Einreichung von Strafanzeigen wegen Steuerbetrugs und Veruntreuung von Quellensteuern (Art. 188 Abs. 1 DBG);
21. die Mitwirkung bei besonderen Untersuchungsmassnahmen der Eidgenössischen Steuerverwaltung (Art. 190 DBG).

Art. 4 4. Gemeinderat

Dem Gemeinderat obliegt die Aufnahme des Steuerinventars und die Siegelung beim Tode von steuerpflichtigen Personen.

Der Gemeinderat kann diese Aufgaben an zwei oder mehrere Beauftragte delegieren.

Art. 5 5. Veranlagungsinstanzen

Die für die Veranlagung zuständigen Personen gemäss Art. 169 Abs. 2 Ziff. 1 des Steuergesetzes[5] veranlagen die direkte Bundessteuer.

Ihnen obliegt insbesondere:

1. die Prüfung der Steuererklärung, die Vornahme der erforderlichen Untersuchungshandlungen und die Veranlagung der direkten Bundessteuer;
2. die Veranlagung des Bundessteueranteils nach Massgabe der eidgenössischen Verordnung über die Quellensteuer bei der direkten Bundessteuer (Quellensteuerverordnung)[6];
3. die Einleitung der Veranlagung, wenn Verjährung droht (Art. 120 DBG);
4. die Festsetzung von Bussen in leichten Fällen von Verfahrenspflichtverletzungen (Art. 174 DBG).

Art. 6 6. Einspracheinstanzen

Die für den Erlass von Einspracheentscheiden gemäss Art. 169 Abs. 2 Ziff. 2 des Steuergesetzes[7] zuständigen Instanzen obliegt der Erlass von Einspracheentscheiden bezüglich der direkten Bundessteuern.

Die Einspracheinstanz ist zuständig, eine einlässlich begründete Veranlagungsverfügung gemäss Art. 132 Abs. 2 DBG[8] als Beschwerde an die Steuerabteilung des Verwaltungsgerichts weiterzuleiten.

Art. 7 7. Verwaltungsgericht

Die Steuerabteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt Beschwerden gemäss Art. 141 DBG[9].

Art. 8 Verfahren

Soweit das Verfahren nicht bundesrechtlich geregelt ist und unter Vorbehalt von § 9, sind die Bestimmungen der kantonalen Steuergesetzgebung auch für die direkte Bundessteuer anwendbar.

Art. 9 Verrechnung

Guthaben oder Forderungen bezüglich der direkten Bundessteuer können mit Guthaben oder Forderungen bezüglich den Kantons- und Gemeindesteuern verrechnet werden.

Art. 10 Prozesskosten

Die Tragung von Prozesskosten für Verfahren vor dem Verwaltungsgericht richtet sich nach der Gerichtsgesetzgebung[10].

Art. 11 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt auf den 1. September 2001 in Kraft.

Alle mit ihr in Widerspruch stehenden Bestimmungen sind aufgehoben.

Egress

A 2001, 1155

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
10.07.2001 01.09.2001 Erlass Erstfassung A 2001, 1155
01.12.2015 01.01.2016 § 1 totalrevidiert A 2015, 1981
01.12.2015 01.01.2016 § 2 totalrevidiert A 2015, 1981
01.12.2015 01.01.2016 § 3 Abs. 1, 5. aufgehoben A 2015, 1981
01.12.2015 01.01.2016 § 3 Abs. 1, 12. aufgehoben A 2015, 1981
01.12.2015 01.01.2016 § 3 Abs. 1, 13. aufgehoben A 2015, 1981
01.12.2015 01.01.2016 § 3 Abs. 1, 14. geändert A 2015, 1981
01.12.2015 01.01.2016 § 3 Abs. 1, 15. aufgehoben A 2015, 1981
01.12.2020 01.01.2021 § 3 Abs. 1 geändert A 2020, 2392
01.12.2020 01.01.2021 § 3 Abs. 1, 2. aufgehoben A 2020, 2392
01.12.2020 01.01.2021 § 3 Abs. 1, 4. geändert A 2020, 2392
01.12.2020 01.01.2021 § 3 Abs. 1, 7. geändert A 2020, 2392

Änderungstabelle - Nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 10.07.2001 01.09.2001 Erstfassung A 2001, 1155
§ 1 01.12.2015 01.01.2016 totalrevidiert A 2015, 1981
§ 2 01.12.2015 01.01.2016 totalrevidiert A 2015, 1981
§ 3 Abs. 1 01.12.2020 01.01.2021 geändert A 2020, 2392
§ 3 Abs. 1, 2. 01.12.2020 01.01.2021 aufgehoben A 2020, 2392
§ 3 Abs. 1, 4. 01.12.2020 01.01.2021 geändert A 2020, 2392
§ 3 Abs. 1, 5. 01.12.2015 01.01.2016 aufgehoben A 2015, 1981
§ 3 Abs. 1, 7. 01.12.2020 01.01.2021 geändert A 2020, 2392
§ 3 Abs. 1, 12. 01.12.2015 01.01.2016 aufgehoben A 2015, 1981
§ 3 Abs. 1, 13. 01.12.2015 01.01.2016 aufgehoben A 2015, 1981
§ 3 Abs. 1, 14. 01.12.2015 01.01.2016 geändert A 2015, 1981
§ 3 Abs. 1, 15. 01.12.2015 01.01.2016 aufgehoben A 2015, 1981