Zuständiges Departement ist das Gesundheitsdepartement.
Es teilt das Kantonsgebiet in Veterinär- und Bieneninspektionskreise ein.
643.12
erlässt
in Ausführung der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung
gestützt auf das Veterinärgesetz vom 15. Juni 1971[1] und auf Art. 41 lit. g des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 16. Mai 1965[2][3]
Zuständiges Departement ist das Gesundheitsdepartement.
Es teilt das Kantonsgebiet in Veterinär- und Bieneninspektionskreise ein.
Dem Amt für Verbraucherschutz- und Veterinärwesen obliegen neben den Aufgaben nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung[5] und dem Veterinärgesetz vom 15. Juni 1971[6] die Mitwirkung:
Es erteilt den amtlich tätigen Tierärzten, den amtlichen Fachexperten und Fachassistenten sowie den Bieneninspektoren Weisungen.
Es kann diese zur Aus- und Weiterbildung aufbieten.
Jedem Veterinärkreis steht ein amtlicher Tierarzt vor.
Der amtliche Tierarzt vollzieht im Veterinärkreis die Aufgaben nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung.[7]
Tierärzte vollziehen im Auftrag des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in den ihnen zugeteilten Tierhaltungen die Aufgaben nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung.[8]
Auf sachlich begründeten Antrag des Tierhalters kann für dessen Tierhaltung eine andere Nutztierpraxis bezeichnet werden.
Jedem Bieneninspektionskreis steht ein Bieneninspektor vor.
Der Bieneninspektor vollzieht im Bieneninspektionskreis die Aufgaben nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung.[9]
Aus der Mitte der Bieneninspektoren wird der kantonale Bieneninspektor bestimmt, der das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in der Aufsicht über die Bieneninspektoren unterstützt.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen führt in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt ein Register über alle Nutztierbetriebe nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung.[10]
Das Register enthält insbesondere Art und Zahl der in den Betrieben gehaltenen Klauentiere, der Pferde, des Nutzgeflügels, der Speise- und der Besatzfische sowie der Honigbienen.
Zum regelmässigen Tiertransport werden Strassenfahrzeuge verwendet, die vom Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt geprüft und hierfür zugelassen sind.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen unterstützt das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt.
Wer Märkte, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen organisiert, an denen von der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung[11] erfasste Tiere aus verschiedenen Betrieben zusammenkommen, meldet dies dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen wenigstens vier Wochen vor der Veranstaltung.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen trifft die notwendigen seuchenpolizeilichen Anordnungen und erteilt allfällige Bewilligungen.
Die politische Gemeinde trifft die notwendigen Massnahmen für eine ordnungsgemässe Durchführung.
Das Amt für Verbraucherschutzund Veterinärwesen regelt den Auftrieb von Nutztieren verschiedener Tierhalter auf Alpen und gemeinschaftliche Weiden durch besondere Vorschriften.
Es passt die Vorschriften der Seuchenlage an und setzt die Betroffenen rechtzeitig über wichtige Änderungen in Kenntnis.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen erteilt Bewilligungen für Wanderschafherden. Gesuche sind bis spätestens 15. Oktober einzureichen.
Es legt in der Bewilligung die Wanderzonen fest.
Das Gesuch für die Erteilung eines Patentes für den Viehhandel ist dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen schriftlich einzureichen.
Das Patent kann erteilt werden, wenn der vom Bundesamt für Veterinärwesen anerkannte Einführungskurs besucht und bestanden wurde.
Das Patent wird für drei Jahre erteilt. Es kann um jeweils drei Jahre verlängert werden, wenn eine vom Bundesamt für Veterinärwesen anerkannte Fortbildung besucht wurde.
Patentinhaberinnen und -inhaber, die die Viehhandelstätigkeit beenden, teilen dies dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen umgehend mit.
Patente werden nach der Bezahlung der Gebühren und nach der Regelung der Kaution erteilt.
Während der Laufzeit des Patentes ist dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen die Viehhandelsumsatzkontrolle jährlich zuzustellen. Die Gebühren sind fristgerecht zu bezahlen.
Wird die Viehhandelsumsatzkontrolle nicht eingereicht oder werden die Gebühren nicht bezahlt, wird das Patent entzogen.
Der Patentinhaber hat dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen die Viehhandelskontrolle bis spätestens 10. Januar des folgenden Jahres einzureichen.
Tierische Abfälle nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung[14] sind einer Tierkörperbeseitigungsanlage zuzuführen. Die Zuführung wird nicht entschädigt.
Die schriftliche Vereinbarung zum Nachweis der langfristig gesicherten Entsorgung der tierischen Abfälle ist alle fünf Jahre zu erneuern.
Die Regierung kann die politische Gemeinde verpflichten, sich an der Errichtung einer gemeinsamen Sammelstelle für tierische Abfälle zu beteiligen oder eine Sammelstelle für tierische Abfälle mitzubenützen.
Bei Neu- und Umbau einer Sammelstelle für tierische Abfälle sind die Pläne dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vor Baubeginn einzureichen. Dieses prüft und genehmigt die Pläne nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung[15] und stellt sicher, dass auch Tierkörper von Grosstieren zwischengelagert werden können. Das baupolizeiliche Verfahren bleibt vorbehalten.
Die politische Gemeinde regelt für ihr Gebiet das Einsammeln und Lagern der tierischen Abfälle.
Sie ordnet den Betrieb der Sammelstelle für tierische Abfälle durch Reglement und Gebührentarif.
Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei meldet dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen Anzeichen über den Ausbruch einer Fischseuche.
Die politische Gemeinde stellt Personal und Material zur Seuchenbekämpfung zur Verfügung und bietet ortskundige Begleiter auf.
Der Tierhalter unterstützt die seuchenpolizeilichen Organe bei der Durchführung von seuchenpolizeilichen Massnahmen in seiner Tierhaltung und stellt das im Betrieb vorhandene Material zur Verfügung.
Er hat keinen Anspruch auf Entschädigung.
Die Entschädigung für Tierverluste richtet sich nach der eidgenössischen Tierseuchengesetzgebung[16]. Sie entspricht 90 Prozent der rechtskräftig festgesetzten Schätzungssumme, wenigstens aber dem vollen Verwertungserlös.
Sie wird unter den Voraussetzungen von Art. 34 des eidgenössischen Tierseuchengesetzes vom 1. Juli 1966[17] herabgesetzt oder nicht geleistet.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen setzt die Entschädigung für sämtliche Tiere nach den Richtlinien des Bundesamtes für Veterinärwesen fest.
Es kann Schätzungsexperten beiziehen.
Es nimmt über jede Schätzung ein Protokoll auf und legt es dem Eigentümer zur Unterzeichnung vor.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen schätzt und entschädigt durch behördliche seuchenpolizeiliche Massnahmen verursachte Minderwerte von Tieren.
Die Entschädigung wird geleistet, wenn der Schaden nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge die Folge einer behördlichen seuchenpolizeilichen Massnahme darstellt. Art. 26 Abs. 2 dieser Verordnung wird sachgemäss angewendet.
Das Gesundheitsdepartement setzt Beiträge an Erwerbseinbussen wegen behördlicher seuchenpolizeilicher Massnahmen fest.
Der Eigentümer hat sein Begehren zu begründen. Das Gesundheitsdepartement kann Einsicht in die Bücher und Belege verlangen und Fachleute beiziehen.
Der Tierhalter trägt:
Die politische Gemeinde trägt:
Alle übrigen Kosten der Vorbeugungs- und der Bekämpfungsmassnahmen sowie die Tierentschädigungen werden der Tierseuchenkasse belastet.
Die politische Gemeinde zählt jährlich die Nutztiere, für die jährliche Beiträge zu entrichten sind.
Die Zahl der Einwohner einer politischen Gemeinde wird nach der ständigen Bevölkerung bemessen. Grundlage ist die eidgenössische Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes.[19]
Die Zahl der Grossvieheinheiten wird anhand der jährlichen Nutztierzählung ermittelt.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen erhebt beim Nutztierhalter und bei der politischen Gemeinde die jährlichen Beiträge an die Tierseuchenkasse. Im Einverständnis mit dem Nutztierhalter werden die jährlichen Beiträge von den landwirtschaftlichen Direktzahlungen abgezogen.
Die Bienenzüchtervereine ziehen die jährlich für die Bienenvölker zu leistenden Beiträge ein. Sie erhalten dafür eine Entschädigung von Fr. –.15 je Bienenvolk.
Die Tierseuchenverordnung vom 21. Dezember 1971[20] wird aufgehoben.
Diese Verordnung wird ab 1. Mai 2001 angewendet.
| Bestimmung | Änderungstyp | nGS-Fundstelle | Erlassdatum | Vollzugsbeginn |
|---|---|---|---|---|
| Erlass | Grunderlass | 42–125 | 06.03.2001 | 01.05.2001 |
| Art. 1 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 2 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 3 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 4 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 5 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 6 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 7 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 8 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 9 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 10 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 11 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 11bis | eingefügt | 41–14 | 20.12.2005 | keine Angabe |
| Art. 11bis | aufgehoben | 2019-089 | 03.12.2019 | 01.01.2020 |
| Art. 11ter | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 11ter | aufgehoben | 2019-089 | 03.12.2019 | 01.01.2020 |
| Art. 11quater | eingefügt | 41–14 | 20.12.2005 | keine Angabe |
| Art. 11quater | aufgehoben | 2019-089 | 03.12.2019 | 01.01.2020 |
| Art. 12 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 13 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 15 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 16 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 18 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 19 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 22 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 24 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 27 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 28 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 29 | geändert | 42–101 | 30.10.2007 | keine Angabe |
| Art. 30 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 31 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 32 | aufgehoben | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 33 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 35 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Art. 38 | geändert | 46–90 | 21.06.2011 | keine Angabe |
| Erlassdatum | Vollzugsbeginn | Bestimmung | Änderungstyp | nGS-Fundstelle |
|---|---|---|---|---|
| 06.03.2001 | 01.05.2001 | Erlass | Grunderlass | 42–125 |
| 20.12.2005 | keine Angabe | Art. 11bis | eingefügt | 41–14 |
| 20.12.2005 | keine Angabe | Art. 11quater | eingefügt | 41–14 |
| 30.10.2007 | keine Angabe | Art. 29 | geändert | 42–101 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 1 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 2 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 3 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 4 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 5 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 6 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 7 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 8 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 9 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 10 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 11 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 11ter | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 12 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 13 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 15 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 16 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 18 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 19 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 22 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 24 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 27 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 28 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 30 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 31 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 32 | aufgehoben | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 33 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 35 | geändert | 46–90 |
| 21.06.2011 | keine Angabe | Art. 38 | geändert | 46–90 |
| 03.12.2019 | 01.01.2020 | Art. 11bis | aufgehoben | 2019-089 |
| 03.12.2019 | 01.01.2020 | Art. 11ter | aufgehoben | 2019-089 |
| 03.12.2019 | 01.01.2020 | Art. 11quater | aufgehoben | 2019-089 |