Gestützt auf Basel-Landsch lohthurn, Sch der Bundesverfassung schliessen die Kantone Aargau, aft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, Nidwalden, Obwalden, So- wyz, Uri und Zug sowie die Städte Bern und Luzern folgendes Konkordat:
- Abschnitt: Allgemeines
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Konkordat über Errichtung und Betrieb
einer interkantonalen Polizeischule
Hitzkirch
Vom 25. Juni 2003
Gestützt auf Basel-Landsch lohthurn, Sch der Bundesverfassung schliessen die Kantone Aargau, aft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, Nidwalden, Obwalden, So- wyz, Uri und Zug sowie die Städte Bern und Luzern folgendes Konkordat:
Zweck Unter dem Namen „Interkantonale Polizeischule Hitzkirch“ (IPH) errichten und betreiben die Konkordatsmitglieder für die deutschsprachige Grund- ausbildung und Weiterbildung von Angehörigen ihrer Polizeikorps sowie die Forschung im Bereich des Polizeiwesens eine gemeinsame Polizeischu- le.
Die IPH hat die Rechtsform der öffentlichrechtlichen, rechtsfähigen und autonomen Anstalt.
Sitz der gemeinsamen Polizeischule ist Hitzkirch, LU.
Die Tätigkeit der IPH zugunsten der Konkordatsmitglieder ist nicht ge- winnorientiert.
Die IPH wird nach den Grundsätzen der Kunden-, Leistungs- und Wir- kungsorientierung geführt.
Die IPH wird mit einem Leistungsauftrag der Konkordatsbehörde an den Schulrat zu Handen der Schuldirektion geführt. Die Konkordatsbehörde erteilt Leistungsaufträge mit vierjähriger Verbindlichkeit.
Grundausbildung und Weiterbildung zugunsten der Konkordatsmitglieder
Die IPH stellt die Grundausbildung der Polizistinnen und Polizisten der Konkordatsmitglieder sicher. Die Konkordatsmitglieder verpflichten sich, ihre deutschsprachigen Polizistinnen und Polizisten an der IPH auszubil- den.
Die IPH bietet eine Grundausbildung für besondere polizeiliche Dienste an, namentlich für Gemeindepolizei, für Botschaftsschutz und für Polizei- dienstangestellte.
Die Konkordatsmitglieder verpflichten sich, soweit die IPH zentrale oder dezentrale Weiterbildungsveranstaltungen anbietet, ihre deutschsprachi-
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gen Polizistinnen und Polizisten entsprechend ihren Weiterbildungsbe- dürfnisse an der IPH weiterzubilden.
Forschung In den von ihr auszubildenden Bereichen und mit Blick auf die Ziele dieses Konkordats kann die IPH Forschung betreiben. II. Abschnitt: Organisation
Organe des Konkordats sind:
Die Konkordatsbehörde ist die oberste vollziehende Behörde. Sie be- stimmt die strategische Ausrichtung der Schule.
Die Konkordatsbehörde besteht aus je einem Mitglied der Exekutiven der Konkordatsmitglieder.
Die Konkordatsbehörde wählt aus ihrer Mitte für jeweils vier Jahre eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden sowie eine Stellvertretung.
Die Vorsitzende oder der Vorsitzende bzw. die Stellvertretung lädt die Mitglieder mindestens einmal jährlich, mindestens drei Wochen zum Vor- aus zu einer Sitzung ein.
Die Konkordatsbehörde ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der Mit- glieder anwesend ist. Sie entscheidet mit dem einfachen Mehr der Stim- menden. Der Vorsitzende oder die Vorsitzende stimmt mit und hat im Falle von Stimmengleichheit den Stichentscheid.
Die Entschädigung der Mitglieder ist Sache der Konkordatsmitglieder.
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Zuständigkeit Die Konkordatsbehörde
Der Schulrat ist die oberste operative Schulbehörde.
Der Schulrat besteht aus einem Vertreter oder einer Vertreterin pro Kon- kordatsmitglied sowie der Schuldirektorin oder dem Schuldirektor. Die Konkordatsmitglieder entsenden in der Regel die Kommandantinnen oder Kommandanten ihrer Kantons- bzw. Stadtpolizeikorps.
Der Schulrat wählt aus seiner Mitte für jeweils vier Jahre eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden sowie eine Stellvertretung. Nicht wählbar ist die Schuldirektorin oder der Schuldirektor.
Der Schulrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der Mitglieder anwe- send ist. Das Stimmrecht bestimmt sich nach der von den Konkordatsmit- gliedern im Durchschnitt der letzten vier Jahre beanspruchten Ausbil- dungsplätze der einjährigen Grundausbildung. Für die ersten 10 bean-
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spruchten Ausbildungsplätze sowie pro jeweils 15 weitere Ausbildungs- plätze bzw. angefangene Bruchteile hat jedes Mitglied je eine Stimme. Jedes Mitglied hat mindestens eine Stimme. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von 2/3 der Stimmenden.
Die Entschädigung der Mitglieder ist Sache der Konkordatsmitglieder.
Zuständigkeit Der Schulrat
Die Schule wird durch eine Schuldirektorin oder einen Schuldirektor ge- leitet.
Die Schuldirektion
Die Legislativen der Konkordatsmitglieder bestellen aus dem Kreis ihrer Mitglieder eine interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission.
Jedes Konkordatsmitglied hat Anspruch auf zwei Sitze in der interparla- mentarischen Geschäftsprüfungskommission.
Die interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission konstitutiert sich selbst und erlässt ein Geschäftsreglement. Sie kann aus ihrer Mitte Ausschüsse bilden.
Die Entschädigung der Mitglieder ist Sache der entsendenden Konkor- datsmitglieder.
Das Sekretariat wird von der Schule zur Verfügung gestellt.
Die interkantonale Geschäftsprüfungskommission prüft die Ziele und deren Verwirklichung, die mehrjährige Finanzplanung, die Kosten- und
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Leistungsrechnung und den Bericht der externen Buchprüfungsstelle. Sie besitzt Akteneinsichtsrecht und kann Organe, Mitarbeitende, Ausbildende und Auszubildende der IPH anhören.
Die interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission erstellt zu Han- den der Legislativen der Konkordatsmitglieder jährlich einen Bericht über ihre Prüftätigkeit und kann der Konkordatsbehörde Empfehlungen abge- ben.
Die unabhängige Rekurskommission besteht aus fünf Mitgliedern sowie einem nicht stimmberechtigten Sekretariat. Die Funktion als Mitglied der Rekurskommission ist nebenamtlich.
Jedes Konkordatsmitglied kann eine Person für die Rekurskommission vorschlagen. Die Konkordatsbehörde wählt daraus eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden, vier Mitglieder und zwei Ersatzmitglieder. Die Zuge- hörigkeit zur Konkordatsbehörde, zum Schulrat, zur Schuldirektion oder zum vollamtlichen Lehrkörper der IPH schliesst die Wahl in die Rekurs- kommission aus.
Die Leitung der Rekurskommission muss einer Person mit abgeschlossener juristischer Ausbildung übertragen werden. Mindestens zwei Mitglieder müssen Angehörige eines Polizeikorps eines Konkordatsmitglieds sein.
Die Mitglieder sind für vier Jahre gewählt und können wiedergewählt werden. Die Wahl erfolgt per 1. Januar, erstmals im Jahr der Schuleröff- nung.
Das Sekretariat wird von der Schule zur Verfügung gestellt.
Die Konkordatsbehörde regelt die Entschädigung der Mitglieder der Rekurskommission.
Zuständigkeit Die unabhängige Rekurskommission entscheidet über Beschwerden gegen Verfügungen der Konkordatsbehörde, der Schuldirektion sowie des Schul- rats. Sie ist in ihrem Entscheid nicht weisungsgebunden. Sie hat volle Ko- gnition.
Die Rekurskommission hat ihren Sitz in Hitzkirch.
Die Rekurskommission ist beschlussfähig, wenn mindestens drei stimmbe- rechtigte Mitglieder an der Sitzung teilnehmen.
Enthält weder dieses Konkordat noch das Schulstatut eine besondere Regelung, so gilt das Verwaltungsverfahrensrecht des Kantons Luzern analog.
Gegen Entscheide der Rekurskommission kann innert 30 Tagen beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern Verwaltungsgerichtsbeschwerde geführt werden. Es findet das Verwaltungsverfahrensrecht des Kantons Luzern Anwendung.
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Entscheide betreffend Verfügungen über den Schulausschluss von Auszu- bildenden der Konkordatsmitglieder sind bei der zuständigen Verwal- tungsjustizbehörde des anstellenden Konkordatsmitglieds anzufechten. Es findet das Verfahrensrecht des betroffenen Konkordatsmitglieds Anwen- dung. III. Abschnitt: Sonderleistungen des Standortkantons
Der Kanton Luzern als Standortkanton erbringt zugunsten der IPH folgen- de Sonderleistungen:
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IV. Abschnitt: Finanz- und Rechnungswesen
Allgemeine Finanzierung Die IPH wird durch Beiträge der Konkordatsmitglieder sowie durch die von der Schule bei Dritten akquirierten Mittel (Drittmittel) finanziert.
Die IPH wird nach betriebswirtschaftlichen Verfahrensweisen geführt. Sie verfügt über die dafür notwendigen Instrumente, Finanzbuchhaltung und dazugehörige Nebenbücher, insbesondere eine Kosten- und Leistungs- rechnung sowie über eine Finanzplanung.
Die IPH arbeitet mit einem Vierjahres-Globalbudget, welches sich am Leistungsauftrag orientiert.
Die Schuldirektion erstellt für den Schulrat zu Handen der Konkordatsbe- hörde einen jährlichen Voranschlag.
Die IPH kann Rückstellungen und Reserven bilden und trägt dem laufen- den Wertverzehr des Anlagevermögens durch angemessene Abschreibun- gen Rechnung.
Eine externe, anerkannte Buchprüfungsstelle prüft die Rechnung und erstattet zu Handen des Schulrates und der Konkordatsbehörde Bericht.
Grundausbildung und Weiterbildung sowie die Lehrgänge für besondere polizeiliche Dienste werden den Konkordatsmitgliedern zu Selbstkosten verrechnet. Die Selbstkosten beinhalten neben den Betriebskosten einen angemessenen Risikozuschlag zur Bildung von Eigenkapital.
Die Leistungserbringung für Dritte muss gewinnbringend sein und darf die Auftragserfüllung der Polizeischule sowie die Erfüllung der gesetzli- chen Aufgaben durch die Konkordatsmitglieder nicht beeinträchtigen.
Den Konkordatsmitgliedern werden die Kosten für die Grundausbildung und Weiterbildung in Form einer Leistungspauschale in Rechnung gestellt. Die Leistungspauschale wird durch die Konkordatsbehörde zusammen mit dem Beschluss über das Vierjahres Globalbudget festgelegt. 70 % der Leistungspauschale wird den Konkordatsmitgliedern nach Tragfähigkeits- prinzip (je ein Drittel entsprechend den Teilnehmertagen der letzten vier Jahre, der Einwohnerzahl und der Korpsgrösse) in Rechnung gestellt. 30 % der Leistungspauschale wird den Konkordatsmitgliedern nach dem Verur- sacherprinzip (Teilnehmertage des Vorjahres) in Rechnung gestellt.
Für das Tragfähigkeitsprinzip werden während der ersten vier Jahre und für das Verursacherprinzip während dem ersten Jahre nach Aufnahme des Schulbetriebs als Schlüsselgrösse statt der Anzahl Teilnehmertage die Zahl der Schulabgängerinnen und –abgänger der letzten fünf Jahre zugezogen.
Die Rechnungsstellung der Leistungspauschale erfolgt hälftig im Januar und Juni. Andere Lehrgänge und Kurse sowie anderweitige Leistungen zugunsten Dritter werden unmittelbar den Auftraggebern fakturiert.
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Die IPH stellt das für die Leitung und den Betrieb der Schule notwendige Personal an.
Für das Anstellungsverhältnis gilt das Personalrecht des Kantons Luzern, soweit dieses Konkordat nicht abweichende Bestimmungen enthält.
Stellenplan, Einreihung der Stellen, Arbeitszeit und Ferienanspruch wer- den durch die Konkordatsbehörde festgelegt.
Der Kanton Luzern ermöglicht den Anschluss der IPH an die Pensionskasse für Angestellte des Kantons Luzern.
Die Konkordatsmitglieder sind verpflichtet, der IPH der Grösse ihrer Aus-
bildungskontingente entsprechend ( ) qualifiziertes Ausbildungsper- sonal zur Verfügung zu stellen.
Stellen die Konkordatsmitglieder nicht entsprechend ihren Ausbildungs- kontingenten qualifiziertes Ausbildungspersonal zur Verfügung, so kann die Konkordatsbehörde gemäss einem von ihr zu erlassenden Tarif eine Ersatzabgabe erheben, welche zur Gewinnung qualifizierten Personals verwendet wird.
Der Aufwand, welcher den Konkordatsmitgliedern durch die Zurverfü- gungstellung ihrer Angestellten entsteht, ist gemäss Tarif der Schule durch die IPH zu vergüten. VI. Abschnitt: Auszubildende
Jedem Konkordatsmitglied wird im Rahmen der Schulkapazitäten pro Lehrgang ein Minimalkontingent an Ausbildungsplätzen garantiert. Die Konkordatsmitglieder haben im Rahmen dieses Kontingents einen Rechts- anspruch auf Entsendung von Auszubildenden der Kantonspolizeikorps bzw. der Korps der Stadt Bern und der Stadt Luzern sowie ihrer Gemein- depolizeikorps.
Das Minimalkontingent wird durch Aufteilung von 90% der zur Verfü- gung stehenden Plätze (Schulkapazität) im Verhältnis der jährlichen Bei- träge der Partner errechnet. Das Ergebnis wird auf die nächste ganze Zahl aufgerundet.
Über die Zuteilung freier Plätze an die Konkordatsmitglieder entscheidet die Schuldirektion. Ist die Nachfrage nach ungebundenen freien Plätzen grösser als das Angebot, so erfolgt eine Aufteilung dieser Plätze im Ver- hältnis des Minimalkontingents.
Der Kanton Bern kann im Rahmen seines Kontingents im Austausch seiner französischsprachigen Auszubildenden deutschsprachige Auszubildende eines anderen Kantons an die IPH entsenden. Minimalkontingent des Konkordatsmitglieds x =
%der zur Verfügung stehenden Plätze∗jährlicher Beitrag des Konkordatsmitglieds x Gesamte Beiträge der Konkordatsmitglieder gemäss Globalbudget
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Bewerbungsverfahren und Anstellung der Auszubildenden erfolgen durch die Konkordatsmitglieder.
Der Schulrat erstellt ein gemeinsames Anforderungsprofil.
Die Auszubildenden werden durch die Konkordatsmitglieder der IPH zur Ausbildung zugewiesen.
Die Auszubildenden unterstehen den personalrechtlichen Vorschriften des entsprechenden Konkordatsmitglieds, soweit nicht dieses Konkordat oder das Schulstatut etwas anderes bestimmt.
Die Auszubildenden können verpflichtet werden, während einer von der Konkordatsbehörde festzulegenden Dauer eine Unterkunft in den Räum- lichkeiten der Schule zu beziehen. Die Konkordatsbehörde kann während des Pflichtinternats von den Auszubildenden einen Beitrag an Unterkunft und Verpflegung verlangen.
Ausserhalb des obligatorischen Internatsbetriebs kann die IPH Auszubil- denden im Rahmen der Bettenkapazität eine Unterkunft zur Verfügung stellen. Ist der auszubildenden Person eine tägliche Rückkehr an den Wohnort aufgrund der Distanz nicht möglich, so ist unentgeltlich eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Die Konkordatsbehörde regelt die näheren Voraussetzungen. Die Auszubildenden haben keinen eigenen Rechtsanspruch auf Zurverfügungstellung.
Während ihrer Ausbildung an der IPH sind die Auszubildenden der Diszi- plinarordnung der Schule unterstellt. Disziplinarmassnahmen werden durch die Schuldirektion verfügt. Ausgenommen sind Ausbildungsaufent- halte bei den Konkordatsmitgliedern (Praktikum, etc.).
Disziplinarmassnahmen sind der Schulausschluss, der zeitweilige Aus- schluss vom Unterricht sowie der schriftliche Verweis. Massnahmen schuli- scher Natur, namentlich zusätzlicher Unterricht, gelten nicht als Diszi- plinarmassnahmen und bleiben vorbehalten.
Die betroffene Person kann die Disziplinarmassnahme bei der unabhän- gigen Rekurskommission anfechten.
Bei ungenügenden Leistungen oder schwerem Fehlverhalten kann die auszubildende Person von der Schuldirektion von der Schule ausgeschlos- sen werden.
Der Schulausschluss gilt per sofort, auch wenn die Anstellungsbedingun- gen zwischen dem Konkordatsmitglied und der auszubildenden Person eine sofortige Entlassung aufgrund disziplinarischer Gründe oder mangels genügender schulischer Leistungen nicht vorsieht.
Gegen die Verfügung der Schuldirektion kann bei der unabhängigen Rekurskommission Beschwerde geführt werden. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung.
Die Konkordatsmitglieder sind befugt mit ihren Auszubildenden für die entstehenden Kosten einen Rückzahlungsvorbehalt zu vereinbaren.
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Der Korpswechsel während der Ausbildung ist ausgeschlossen.
Tritt eine an der IPH ausgebildete Person während den ersten fünf Dienstjahren nach Schulabschluss in den Dienst eines anderen Konkor- datsmitglieds ein, so ist dieses verpflichtet, dem ausbildenden Konkor- datsmitglied die mit der Ausbildung entstandenen Kosten pauschal (inkl. Lohn während der Schule) zu ersetzen. Der Betrag reduziert sich pro be- reits absolvierten Dienstmonat um 1/60. Der Rückzahlungsvorbehalt ge- genüber dem übertretenden Mitarbeitenden entfällt. Die Konkordatsbe- hörde legt den für alle Fälle gleichermassen geltenden Pauschalbetrag fest.
Rechtliche Stellung der Weiterzubildenden
Die VII. bis 31 gelten analog auch für die Weiterbildung. Abschnitt: Haftung
Die IPH haftet für den Schaden den ihre Organe, Mitarbeitenden, Ausbil- denden und Auszubildenden sowie die Rekurskommission in Ausübung ihrer Tätigkeit nach diesem Konkordat Dritten widerrechtlich zufügen. Die Verantwortlichen können von Dritten nicht belangt werden. Im Übrigen gilt das Staatshaftungsrecht des Kantons Luzern.
Während Tätigkeiten zugunsten der Konkordatsmitglieder (Praktika etc.) entfällt die Haftung der IPH.
Streitigkeiten werden in dem im Staatshaftungsrecht des Kantons Luzern vorgesehenen Verfahren beurteilt.
Schaden zum Nachteil der IPH oder der Konkordatsmitglieder Die Mitglieder der Organe des Konkordats, die Mitarbeitenden, die Aus- bildenden und die Auszubildenden der IPH haften dieser sowie den Kon- kordatsmitgliedern für vorsätzlich oder grobfahrlässig zugefügten Scha- den. Im Übrigen gilt das Staatshaftungsrecht des Kantons Luzern. VIII. Abschnitt: Anwendbares Recht
Wo dieses Konkordat keine Bestimmungen enthält und weder die einzel- nen Konkordatsmitglieder noch die Konkordatsbehörde zur Regelung zuständig sind, namentlich betreffend Submission, Datenschutz und Ar- chivrecht, ist das Recht des Kantons Luzern anwendbar.
Publikationen der Schule erfolgen in allen amtlichen Publikationsorganen der Konkordatsmitglieder.
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IX. Abschnitt: Zusammenarbeit und Verhältnis zu Dritten
Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Konkordatsmitgliedern
Die Konkordatsmitglieder sind bestrebt zum Nutzen der IPH ihre Zusam- menarbeit zu festigen und zu vertiefen.
Zum Nutzen einer effizienten und effektiven Ausbildung an der IPH und einer kostengünstigen Aufgabenerfüllung erklären die Konkordatsmit- glieder, soweit als möglich und unter Beachtung der innerkantonalen Zuständigkeiten einheitliche Vorgaben für das polizeiliche Handeln und die auf die Ausbildung sich auswirkenden Beschaffungsvorhaben erreichen zu wollen.
Zusammenarbeit mit dem Bund Die Konkordatsbehörde kann mit dem Bund Vereinbarungen betreffend die polizeiliche Ausbildung abschliessen.
Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen Die IPH kann mit Ausbildungsinstitutionen des In- und Auslands zusam- menarbeiten.
Die Konkordatsbehörde kann, soweit die Kapazität der Schule dies er- laubt, die Zulassung von weiteren, nicht den Konkordatsmitgliedern an- gehörenden Personen ermöglichen.
Es besteht kein Anspruch auf Aufnahme.
Das Konkordat tritt in Kraft, sofern Konkordatsmitglieder, welche zu- sammen mindestens 95 % der Beiträge (gemäss Anhang 1) zu übernehmen haben, ihren Beitritt erklärt haben.
Der Beitritt ist bis am 31. Dezember 2004 gegenüber der Staatskanzlei des Kantons Luzern zu erklären, welche das Konkordat und dessen Zustande- kommen dem Bundesrat zur Kenntnis bringt. Spätere Beitrittserklärungen
stellen Beitritte weiterer Konkordatsmitglieder nach dar.
Die jährlichen Beiträge der Konkordatsmitglieder nach Globalbudget können im Zeitpunkt der Aufnahme des Schulbetriebs von der Konkor- datsbehörde auf maximal Fr. 13.66 Mio. festgelegt werden. In Abweichung
von weit des dats lit. f bedarf eine den Teuerungsausgleich überschreitende Aus- ung des Globalbudgets während der ersten vier Jahre nach Aufnahme Schulbetriebs der Zustimmung der zuständigen Organe aller Konkor- mitglieder.
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Beitritt weiterer Kantone Das Konkordat steht weiteren Kantonen zum Beitritt offen. Die Konkor- datsbehörde entscheidet unter Berücksichtigung der Schulkapazitäten, der finanziellen Gegebenheiten und der Entwicklungsziele der Schule über die Aufnahme. Mit der Zustimmung zum Beitritt wird ein Minimalkontingent sowie der vom eintretenden Kanton zu bezahlende einmalige Eintrittsbei- trag festgelegt.
Die Konkordatsmitglieder können mit einer Kündigungsfrist von zwei Jahren auf das Ende jeder Periode eines Leistungsauftrags, frühestens per
. Dezember 2035 den Austritt aus dem Konkordat erklären.
Führen Umstrukturierungen im Polizeiwesen eines Konkordatsmitglieds dazu, dass dieses keine Polizistinnen und Polizisten mehr ausbildet, so ist eine Kündigung auch vor dem 31. Dezember 2035 zulässig.
Die Entschädigung für die im Zeitpunkt des Austritts laufenden Lehrgän- ge bleibt geschuldet. Das austretende Konkordatsmitglied ist berechtigt, die betroffenen Auszubildenden die Lehrgänge ordentlich abschliessen zu lassen.
Das austretende Konkordatsmitglied hat keinen Anspruch auf Rückvergü- tungen irgendwelcher Art durch die IPH oder die Konkordatsmitglieder.
Die im Konkordat verbleibenden Mitglieder entscheiden über allfällige Anpassungen des Konkordates, falls dies ein Konkordatsmitglied bean- tragt.
Die Kündigung durch den Kanton Luzern mit dem Ziel der Neuverhand-
lung der Sonderleistungen des Standortkantons ( ) ist unzulässig.
Der Beschluss über die Auflösung dieses Konkordats bedarf der Einstim- migkeit aller Konkordatsmitglieder.
Ein allfälliger Liquidationserlös wird nach Massgabe der Beiträge der Konkordatsmitglieder während der der Liquidation vorangehenden zehn Jahre unter den Mitgliedern verteilt.
Für allfällige Verluste haften die Konkordatsmitglieder analog Absatz 2. Der Beitrittsbeschluss
) unterliegt dem fakultativen Referendum. Die Referendumsfrist ist am 27. August 2004 unbenutzt abgelaufen. Der Regierungsrat hat mit Beschluss und Schreiben vom 7. September 2004 den Beitritt erklärt. Inkrafttreten am 1. September 2004. ________________
) GS 99, 123.
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Anhang 1 zum Konkordat IPH
gemäss Berechn ung der von den Partner im Rahmen ihrer prozentualen Beitrags-
pflicht gemäss stenden Beiträg Jahresbudget IP ./. Botschaftss ./.Polizeidiens ./. Gemeindepol ./. Übrige Dien in Verbindung mit der Planerfolgsrechnung zu lei- e H 13’654’000.00 chutz 400’000.00 tangestellte 320’000.00 izei 320’000.00 stleistung* 240'000.00
Gesamtbeiträge der Partner gemäss *nicht berücksichtigt sind die Ein stenbeiträge der Schüler während d
'374'000.00 nahmen der Schule im Rahmen der Unko- es dreimonatigen Pflichtinternats nach
Abs. 3. Die Konkordatsbehörde wird den Unkostenbeitrag vor Be- triebsaufnahme in einem Tarif festlegen. Die nachstehend ausgewiesenen jährlichen Beiträge der Konkordatspartner werden sich entsprechend verrin- gern. Aufteilung auf die Partner Konkordatspartner Prozent gemäss Verteils-
schlüssel nach Stand 25. Juni Frankenbeträge Plan-Erfolgsrec vom 25. Juni 20 Aargau 12.7 1'5 Basel-Land 8.8 Basel-Stadt 14. Bern Kanton 22. Luzern Kanton 9 Nidwalden 1.5 1 Obwalden 1.0 12 Solothurn 9.0 1 Schwyz 4.0 494' Uri 1.2 148'488 Zug 3.5 433'090 Stadt Bern 9.2 Stadt Luzern 2. Total 100 12'37 Die entsprechen 2003 gemäss hnung 03 71'498.00 1'088'912.00 7 1'818'978.00 1 2'734'654.00 .4 1'163'156.00 85'610.00 3'740.00 '113'660.00 960.00 .00 .00 1'138'408.00 9 358'846.00 4'000.00 den Werte werden im Zeitpunkt der Betriebsaufnahme
gemäss Abs. 4 aktualisiert.