Lexipedia

512.11

Verordnung über die Einführung des Bundesgesetzes über die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige

(Ausweisverordnung)

Vom 16.05.2004 (Stand 01.01.2017)

Präambel

Der Kantonsrat von Solothurn

gestützt auf Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 5 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige (Ausweisgesetz, AwG) vom 22. Juni 2001[1], Artikel 71 Absatz 2 der Kantonsverfassung vom 8. Juni 1986[2]

nach Kenntnisnahme von Botschaft und Entwurf des Regierungsrates vom 20. Mai 2003 (RRB Nr. 2003/929)

beschliesst:

1. Ausstellen von Ausweisen

Art. 1 Zweck

Diese Verordnung regelt den Vollzug des Bundesgesetzes über die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige (Ausweisgesetz, AwG) vom 22. Juni 2001[3].

Art. 2 Begriffsbestimmung

Als Ausweise im Sinne dieser Verordnung gelten die Identitätskarte, der ordentliche und der provisorische Pass.

Art. 2bis* Antragstellende Behörden

Die Gemeinden sind die antragstellenden Behörden für Einzelanträge von Identitätskarten ohne Datenchip.

Art. 4 Ausstellende Behörde

Das Ausweiszentrum ist die ausstellende Behörde für Ausweise.*

2. Gebühren

Art. 5* Aufteilung Gebührenertrag

Der nach Abzug des Bundesanteiles verbleibende Gebührenertrag beim provisorischen und ordentlichen Pass sowie bei Kombi-Anträgen (ordentlicher Pass und Identitätskarte) fällt dem Kanton zu.*

Der nach Abzug des Bundesanteiles verbleibende Gebührenertrag bei Einzelanträgen von Identitätskarten ohne Datenchip wird zwischen der ausstellenden Behörde und den antragstellenden Behörden wie folgt aufgeteilt:*

  1. 1/2 antragstellende Behörde (Gemeinde);
  2. 1/2 ausstellende Behörde (Kanton).

Die Gemeinden beziehen die Gebühren für Einzelanträge von Identitätskarten ohne Datenchip.*

Die ausstellende Behörde rechnet monatlich mit den antragstellenden Behörden ab.*

3. Schlussbestimmungen

Art. 8 Aufhebung bisherigen Rechts

Die Passverordnung vom 28. März 1980[4] wird aufgehoben.

§ 79 des Gebührentarifs vom 24. Oktober 1979[5] wird aufgehoben.

Art. 9 Inkrafttreten

Der Regierungsrat bestimmt das Inkrafttreten.

Egress

Dieser Beschluss unterliegt dem fakultativen Referendum.

Gegen diesen Beschluss haben 33 Gemeinden innert Frist das Referendum ergriffen.

Angenommen in der Volksabstimmung vom 16. Mai 2004.

Inkrafttreten rückwirkend auf den 1. Januar 2003.

Publiziert im Amtsblatt vom 11. Juni 2004.

GS 99, 143

* Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung GS Fundstelle
16.05.2004 01.01.2003 Erlass Erstfassung GS 99, 143
24.06.2009 01.03.2010 § 3 aufgehoben -
24.06.2009 01.03.2010 § 5 totalrevidiert -
24.06.2009 01.03.2010 § 6 aufgehoben -
24.06.2009 01.03.2010 § 7 aufgehoben -
30.08.2016 01.01.2017 § 2bis eingefügt GS 2016, 27
30.08.2016 01.01.2017 § 4 Abs. 1 geändert GS 2016, 27
30.08.2016 01.01.2017 § 5 Abs. 1 geändert GS 2016, 27
30.08.2016 01.01.2017 § 5 Abs. 2 eingefügt GS 2016, 27
30.08.2016 01.01.2017 § 5 Abs. 3 eingefügt GS 2016, 27
30.08.2016 01.01.2017 § 5 Abs. 4 eingefügt GS 2016, 27

* Änderungstabelle - Nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung GS Fundstelle
Erlass 16.05.2004 01.01.2003 Erstfassung GS 99, 143
§ 2bis 30.08.2016 01.01.2017 eingefügt GS 2016, 27
§ 3 24.06.2009 01.03.2010 aufgehoben -
§ 4 Abs. 1 30.08.2016 01.01.2017 geändert GS 2016, 27
§ 5 24.06.2009 01.03.2010 totalrevidiert -
§ 5 Abs. 1 30.08.2016 01.01.2017 geändert GS 2016, 27
§ 5 Abs. 2 30.08.2016 01.01.2017 eingefügt GS 2016, 27
§ 5 Abs. 3 30.08.2016 01.01.2017 eingefügt GS 2016, 27
§ 5 Abs. 4 30.08.2016 01.01.2017 eingefügt GS 2016, 27
§ 6 24.06.2009 01.03.2010 aufgehoben -
§ 7 24.06.2009 01.03.2010 aufgehoben -