Diese Verordnung regelt die Binnenschifffahrt auf den öffentlichen Gewässern des Kantons.
Sie setzt im Rahmen von Artikel 3 Absatz 2 des Bundesgesetzes über die Binnenschifffahrt vom 3. Oktober 1975[5] ergänzendes Recht.
736.12
gestützt auf Artikel 3 und 58 des Bundesgesetzes über die Binnenschifffahrt vom 3. Oktober 1975[1], §§ 11ff., 33bis, 33ter, 33quater des Gesetzes über die Rechte am Wasser vom 27. September 1959[2], § 246 des Gesetzes über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 4. April 1954[3], § 4 des Gesetzes über das kantonale Strafrecht und die Einführung des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 14. September 1941[4]
Diese Verordnung regelt die Binnenschifffahrt auf den öffentlichen Gewässern des Kantons.
Sie setzt im Rahmen von Artikel 3 Absatz 2 des Bundesgesetzes über die Binnenschifffahrt vom 3. Oktober 1975[5] ergänzendes Recht.
Einschränkende Bestimmungen über die Nutzung und den Schutz der Gewässer sowie den Natur- und Heimatschutz bleiben vorbehalten.
Soweit die Aarestrecke Kantonsgrenze bildet, bleiben besondere Vereinbarungen des Regierungsrates mit Nachbarkantonen vorbehalten.
Der Vollzug der eidgenössischen und kantonalen Vorschriften über die Binnenschifffahrt obliegt folgenden Behörden und Amtsstellen:
Wo diese Verordnung oder andere Erlasse nichts anderes bestimmen, ist das Bau- und Justizdepartement für den Vollzug zuständig.*
Der Regierungsrat ist insbesondere zuständig für:
Das Bau- und Justizdepartement ist insbesondere zuständig für:
Die Kantonspolizei ist insbesondere zuständig für:
Die Motorfahrzeugkontrolle ist insbesondere zuständig für:
Die Zahl der Schiffsanbindeplätze für Schiffe mit Verbrennungsmotoren ist für die ganze Aarestrecke des Kantons auf 400 beschränkt. Vorbehalten bleibt § 10.
Durch Zuteilung eines Kontingentes sind angemessen zu berücksichtigen:
Das Bau- und Justizdepartement kann in Abweichung von § 9 Schiffsanbindeplätze für Motorschiffe bewilligen, wenn deren Antriebsleistung nicht mehr als 6 kW und deren Gewicht nicht mehr als 400 kg beträgt und die Schiffe nachweisbar zur Ausübung der Fischerei verwendet werden.
Nicht unter die Beschränkung von § 9 fallen Segelboote mit Hilfsmotoren (Flautenschieber), sofern diese nur zum Ein- und Auslaufen, bei Flauten und bei Gefahr verwendet werden.
Ausserhalb der in Abschnitt IV ausgeschiedenen Zonen dürfen unter Vorbehalt von § 10 Absatz 1 keine Bewilligungen für Schiffsanbindeplätze erteilt werden.
Das Befahren des Aareabschnittes ab Höhe des Schützenhauses Feldbrunnen bis zum Werk Flumenthal ist untersagt.*
Vorbehalten bleibt der nach dem Bundesrecht vorgesehene Durchgangsverkehr.
Vom Verbot ausgenommen sind Fahrten zum Zweck der fischereilichen Bewirtschaftung und zur Pflege des Lebensraumes nach Anordnung und unter Aufsicht des zuständigen Departements.
Ruder- und Motorboote bis maximal 6kW Leistung sind vom 1. Mai bis 31. Oktober erlaubt.*
Das nach § 6 dieser Verordnung zuständige Departement kann für Personentransporte vom 1. Mai bis 30. September Ausnahmen bewilligen. Die Ausnahmen sind mit Auflagen zur Fahrtenzahl und Fahrroute zu versehen. Die Ausnahmen sind mit Zurückhaltung und ausschliesslich für Fahrten mit geringfügigen Auswirkungen auf den Aareraum zu erteilen. Gesuche für das jeweilige Jahr sind bis spätestens 31. Januar einzureichen.*
Aufgehoben.*
Neue Betriebsbewilligungen werden unter Vorbehalt von § 14 nur an Personen erteilt, die für ihr Schiff einen Schiffsanbindeplatz oder Trockenstandplatz auf privatem Grund nachweisen können.
Für Domizil-Motorschiffe werden Betriebsbewilligungen nur erteilt, wenn ein Trockenstandplatz auf privatem Grund nachgewiesen wird.
Nach jeder Verwendung ist das Schiff auszuwassern.
Auf den solothurnischen Gewässern ist die Geschwindigkeit auf 15 km/h beschränkt.
Das Erstellen von Bauten und Anlagen für die Schifffahrt an und in öffentlichen Gewässern ist untersagt.
Der Regierungsrat kann insbesondere für Hafenanlagen, Schiffswerften, Bootshäuser, Ver- und Entsorgungsanlagen und das Bau- und Justizdepartement für Schiffsstege, Schiffsanbindeplätze und ähnliche Einrichtungen nach Anhören der betroffenen Ufergemeinden eine Ausnahmebewilligung erteilen.
Die Bewilligungsbehörde berücksichtigt insbesondere die Interessen des Gewässerschutzes, des Natur- und Heimatschutzes, der Fischerei, der Schifffahrt, der Wasser- und der Wasserbaupolizei.
Bewilligungen haben die Auflage zu enthalten, dass bei einer Weitervermietung der Schiffsstege und der Schiffsanbindeplätze die Mietbedingungen angemessen zu gestalten sind.
Gesuche sind dem Bau- und Justizdepartement mit folgenden Unterlagen im Doppel einzureichen:
Die Erteilung der Baubewilligung durch die Ufergemeinde bleibt vorbehalten.
Im oberen Kantonsteil werden folgende Zonen für Schiffsanbindeplätze ausgeschieden:
Die Verteilung auf die Gemeinden und die Ausscheidung der Zonen im Sinne von § 19 richten sich nach den zugehörigen Übersichtsplänen[9].
Die zulässige Anzahl der Schiffsanbindeplätze und ihre Verteilung auf die Zonen werden vom Regierungsrat festgelegt.
Die Bewilligung für einen Schiffsanbindeplatz ist grundsätzlich persönlich und nur zwischen Ehegatten, eingetragenen Partnern und eingetragenen Partnerinnen sowie direkten Nachkommen übertragbar. Eine Übertragung ist dem Bau- und Justizdepartement unverzüglich zu melden. Der neue Bewilligungsinhaber beziehungsweise die neue Bewilligungsinhaberin hat dem Bau- und Justizdepartement für Boote ab 6 kW spätestens 1 Jahr nach der Übertragung einen gültigen Führerausweis vorzulegen, andernfalls erlischt die Bewilligung.*
Die Bewilligungsdauer beträgt in jedem Fall 15 Jahre mit einer einmaligen Verlängerungsmöglichkeit um 5 Jahre. Die Bewilligung erlischt auch, wenn der Bewilligungsinhaber oder die Bewilligungsinhaberin das Schiff verkauft und nicht innert 6 Monaten für den eigenen Gebrauch ein anderes Schiff erwirbt.
Bewilligungsinhaber und Bewilligungsinhaberinnen von Schiffsstegen und Schiffsanbindeplätzen sind verpflichtet, dem Bau- und Justizdepartement freiwerdende Schiffsanbindeplätze sofort zu melden.
Das Bau- und Justizdepartement führt über bewilligte Schiffsstege und Schiffsanbindeplätze ein Verzeichnis.
Die Bewilligung wird entschädigungslos entzogen, wenn festgestellt wird, dass die Voraussetzungen von § 21 zur Erteilung nicht oder nicht mehr erfüllt sind.
Die Bewilligung kann ferner entschädigungslos entzogen werden, wenn die mit der Erteilung verbundenen Auflagen und Bedingungen missachtet werden.
Das Bau- und Justizdepartement führt eine Warteliste über eingehende Gesuche für die Bewilligung von Schiffsanbindeplätzen an bereits bewilligten Anlagen.
Es teilt freie oder freiwerdende Plätze im Rahmen der Warteliste in folgender Reihenfolge zu:
Wer gegen Vorschriften dieser Verordnung verstösst, wird, soweit nicht andere Strafbestimmungen, insbesondere solche der Gewässerschutzgesetzgebung, anwendbar sind, mit Haft oder Busse bestraft.
Verfügungen der Kantonspolizei können innert 10 Tagen mit Beschwerde an das Departement des Innern weitergezogen werden.*
Verfügungen der Departemente und der Motorfahrzeugkontrolle können innert 10 Tagen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden. Bei Verfügungen des Bau- und Justizdepartementes bleibt § 50 Absatz 2 Buchstabe d des Gesetzes über die Gerichtsorganisation (GO) vom 13. März 1977[10] vorbehalten.*
Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung wird die Verordnung über die Schiffahrt vom 21. Dezember 1979[11] aufgehoben.
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1995 in Kraft. Vorbehalten bleibt das Einspruchsrecht des Kantonsrates.
Der gegen diese Verordnung erhobene Einspruch wurde vom Kantonsrat am 25. Oktober 1995 abgewiesen.
| Beschluss | Inkrafttreten | Element | Änderung | GS Fundstelle |
|---|---|---|---|---|
| 24.10.1994 | 01.01.1995 | Erlass | Erstfassung | GS 93, 295 |
| 15.03.2005 | 01.08.2005 | § 12 | totalrevidiert | - |
| 15.03.2005 | 01.08.2005 | § 12bis | eingefügt | - |
| 15.03.2005 | 01.08.2005 | § 12ter | eingefügt | - |
| 23.10.2006 | 01.01.2007 | § 21 Abs. 1 | geändert | - |
| 22.12.2009 | 01.01.2010 | § 6 Abs. 1, a) | aufgehoben | - |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 3 Abs. 1, b) | aufgehoben | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 3 Abs. 2 | geändert | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 5 | aufgehoben | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 6 Abs. 1, d) | geändert | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 6 Abs. 1, e) | eingefügt | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 6 Abs. 1, f) | eingefügt | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 6 Abs. 1, g) | eingefügt | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 8 Abs. 1, i) | geändert | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 12ter Abs. 1 | geändert | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 25 Abs. 1 | geändert | GS 2014, 7 |
| 24.03.2014 | 01.04.2014 | § 25 Abs. 2 | geändert | GS 2014, 7 |
| 11.12.2017 | 01.03.2018 | § 12 Abs. 1 | geändert | GS 2017, 53 |
| 11.12.2017 | 01.03.2018 | § 12bis | Sachüberschrift geändert | GS 2017, 53 |
| 11.12.2017 | 01.03.2018 | § 12bis Abs. 2 | eingefügt | GS 2017, 53 |
| 11.12.2017 | 01.03.2018 | § 12bis Abs. 3 | eingefügt | GS 2017, 53 |
| 11.12.2017 | 01.03.2018 | § 12ter | Sachüberschrift geändert | GS 2017, 53 |
| 11.12.2017 | 01.03.2018 | § 12ter Abs. 1 | geändert | GS 2017, 53 |
| Element | Beschluss | Inkrafttreten | Änderung | GS Fundstelle |
|---|---|---|---|---|
| Erlass | 24.10.1994 | 01.01.1995 | Erstfassung | GS 93, 295 |
| § 3 Abs. 1, b) | 24.03.2014 | 01.04.2014 | aufgehoben | GS 2014, 7 |
| § 3 Abs. 2 | 24.03.2014 | 01.04.2014 | geändert | GS 2014, 7 |
| § 5 | 24.03.2014 | 01.04.2014 | aufgehoben | GS 2014, 7 |
| § 6 Abs. 1, a) | 22.12.2009 | 01.01.2010 | aufgehoben | - |
| § 6 Abs. 1, d) | 24.03.2014 | 01.04.2014 | geändert | GS 2014, 7 |
| § 6 Abs. 1, e) | 24.03.2014 | 01.04.2014 | eingefügt | GS 2014, 7 |
| § 6 Abs. 1, f) | 24.03.2014 | 01.04.2014 | eingefügt | GS 2014, 7 |
| § 6 Abs. 1, g) | 24.03.2014 | 01.04.2014 | eingefügt | GS 2014, 7 |
| § 8 Abs. 1, i) | 24.03.2014 | 01.04.2014 | geändert | GS 2014, 7 |
| § 12 | 15.03.2005 | 01.08.2005 | totalrevidiert | - |
| § 12 Abs. 1 | 11.12.2017 | 01.03.2018 | geändert | GS 2017, 53 |
| § 12bis | 15.03.2005 | 01.08.2005 | eingefügt | - |
| § 12bis | 11.12.2017 | 01.03.2018 | Sachüberschrift geändert | GS 2017, 53 |
| § 12bis Abs. 2 | 11.12.2017 | 01.03.2018 | eingefügt | GS 2017, 53 |
| § 12bis Abs. 3 | 11.12.2017 | 01.03.2018 | eingefügt | GS 2017, 53 |
| § 12ter | 15.03.2005 | 01.08.2005 | eingefügt | - |
| § 12ter | 11.12.2017 | 01.03.2018 | Sachüberschrift geändert | GS 2017, 53 |
| § 12ter Abs. 1 | 24.03.2014 | 01.04.2014 | geändert | GS 2014, 7 |
| § 12ter Abs. 1 | 11.12.2017 | 01.03.2018 | geändert | GS 2017, 53 |
| § 21 Abs. 1 | 23.10.2006 | 01.01.2007 | geändert | - |
| § 25 Abs. 1 | 24.03.2014 | 01.04.2014 | geändert | GS 2014, 7 |
| § 25 Abs. 2 | 24.03.2014 | 01.04.2014 | geändert | GS 2014, 7 |