Dieses Gesetz regelt das Hochschulwesen.
Hochschulen im Sinne des Gesetzes sind universitäre Hochschulen, Fach- hochschulen und Pädagogische Hochschulen.
Sämtliche Personenbezeichnungen beziehen sich gleichermassen auf Männer und Frauen.
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Hochschulgesetz (HSG) 1
(Vom 23. Mai 2012)
Der Kantonsrat des Kantons Schwyz,
nach Einsicht in Bericht und Vorlage des Regierungsrates,
beschliesst:
I. Allgemeine Bestimmungen
Dieses Gesetz regelt das Hochschulwesen.
Hochschulen im Sinne des Gesetzes sind universitäre Hochschulen, Fach- hochschulen und Pädagogische Hochschulen.
Sämtliche Personenbezeichnungen beziehen sich gleichermassen auf Männer und Frauen.
Der Kanton sorgt in der interkantonalen Zusammenarbeit für einen gleichbe- rechtigten Zugang zu den Hochschulen.
Der Kantonsrat genehmigt interkantonale Vereinbarungen nach den Bestim- mungen der Kantonsverfassung sowie Verträge, die Investitionsbeiträge oder die Beteiligung an Trägerschaften anderer Hochschulen vorsehen.
Der Regierungsrat kann Vereinbarungen insbesondere im Bereich Zusammen- arbeit abschliessen und finanzielle Verpflichtungen eingehen.
Der Kanton kann Hochschulen errichten, übernehmen und betreiben, die nach den bundesrechtlichen Bestimmungen zu akkreditieren sind.
Der Kantonsrat beschliesst über die Führung eigener Hochschulen. Er regelt deren Organisation und Finanzierung.
Der Regierungsrat beschliesst über die Einrichtung von Instituten, die einen Teilauftrag einer Hochschule erfüllen.
Der Regierungsrat kann private Hochschulen anerkennen, sofern sie nach den bundesrechtlichen Bestimmungen akkreditiert sind und einem öffentlichen Bedürfnis entsprechen.
Der Kanton kann anerkannten privaten Hochschulinstitutionen Beiträge zahlen.
Der Kanton kann die Forschung sowie den Wissens- und Technologietransfer fördern. SRSZ 1.1.2015
Er kann dazu Institutionen selber führen, sich an solchen beteiligen oder un- terstützen.
Qualitätssicherung Die Hochschulen überprüfen laufend die Qualität ihrer Aufgabenerfüllung und ihrer betrieblichen Prozesse. Sie sorgen für langfristige interne und externe Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung.
Rechte an Immaterialgütern Bei Erfindungen, Designs und urheberrechtlich geschützten Werken, die das Hochschulpersonal oder Studierende im Rahmen der Zugehörigkeit zu einer Hochschule geschaffen haben, gelten die Bestimmungen über Rechte an Er- findungen und Design nach Schweizerischem Obligationenrecht3 .
An einer kantonalen oder kantonal anerkannten Hochschule erworbene Titel sind geschützt.
Ein Titel, welcher auf unrechtmässige Weise erworben wurde, wird durch die Institution entzogen, die ihn verliehen hat.
Wer einen geschützten Titel führt, ohne dazu berechtigt zu sein, oder wer einen Titel verwendet, der den Eindruck erweckt, er habe eine entsprechende Aus- bildung abgeschlossen, wird gemäss den kantonalen Bestimmungen bestraft. Vorbehalten bleibt eine Bestrafung nach den bundesrechtlichen Strafbestim- mungen. II. Pädagogische Hochschule Schwyz
. Allgemeines
Der Kanton führt unter dem Namen Pädagogische Hochschule Schwyz eine Hochschule mit Sitz in Goldau.
Die Pädagogische Hochschule Schwyz ist eine selbstständige öffentlich- rechtliche Anstalt.
Der Kanton stellt ihr die bauliche Infrastruktur und die Grundstücke zur Ver- fügung.
Die Pädagogische Hochschule Schwyz:
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Sie erhält einen Leistungsauftrag, der für eine Leistungsperiode von mindes- tens zwei Jahren erteilt wird.
Die Pädagogische Hochschule Schwyz arbeitet in ihrem Aufgabenbereich mit anderen Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen zusammen.
Der Regierungsrat kann mit anderen Kantonen sowie mit weiteren Schulträgern Vereinbarungen über die Zusammenarbeit bei der Ausbildung abschliessen.
. Organisation
Zuständigkeiten
Der Regierungsrat übt die Aufsicht über die Pädagogische Hochschule Schwyz aus.
Der Regierungsrat:
f) schliesst Zusammenarbeitsvereinbarungen gemäss g) beschliesst strategische Vorgaben zur Erarbeitu Abs. 2 ab; ng des Entwicklungs- und Finanzplans;
Organe Organe der Pädagogischen Hochschule Schwyz sind:
Hochschulrat
Dem Hochschulrat gehören fünf bis sieben Mitglieder an:
Die Amtsdauer beträgt vier Jahre; die Wiederwahl der Mitglieder gemäss Abs. 1 Bst. b ist zweimal möglich.
An den Sitzungen nehmen mit beratender Stimme teil:
Der Hochschulrat ist das oberste Organ und trägt die strategische Führungs- verantwortung.
Der Hochschulrat:
g) beantragt dem Regierungsrat Zusammenarbeitsvereinbarungen gemäss Abs. 2;
Der Regierungsrat kann dem Hochschulrat zusätzliche Aufgaben und Befug- nisse übertragen.
Die Hochschulleitung trägt die operative Führungsverantwortung, wirkt bei der Erarbeitung der Strategie mit und setzt diese um.
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Der Rektor trägt die Hauptverantwortung für die Führung und den Betrieb der Pädagogischen Hochschule Schwyz und vertritt diese nach aussen.
Revisionsstelle Die kantonale Finanzkontrolle amtet als Revisionsstelle. Sie überprüft die Rech- nungsführung und erstattet dem Regierungsrat und dem Hochschulrat Bericht.
. Finanzierung
Finanzielle Mittel Die Pädagogische Hochschule Schwyz wird finanziert durch:
Die Hochschulleitung erstellt einen Entwicklungs- und Finanzplan mit den Zielen und Schwerpunkten des Grundauftrages.
Sie ist dabei an die Vorgaben des Regierungsrates gebunden.
Der Kantonsrat genehmigt mit dem Leistungsauftrag den Globalkredit und das Globalbudget und damit den Kostenbeitrag für den Betrieb der Pädagogischen Hochschule Schwyz.
Der Globalkredit deckt zusammen mit den übrigen finanziellen Mitteln den Aufwand, mit dem die Pädagogische Hochschule Schwyz bei wirtschaftlicher Betriebsführung den Leistungsauftrag für eine Leistungsperiode erfüllen kann. Die Schule kann Schwankungsreserven bilden bis zu höchstens 5 % des finan- ziellen Bruttoaufwandes.
Mit dem Globalbudget werden die jährlichen Zahlungskredite des Globalkredits bewilligt.
Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten zur Budgetierung und Rechnungs- legung, zu den anrechenbaren Aufwänden und Erträgen, zum Leistungsauftrag, zur Berichterstattung, zu den Schwankungsreserven sowie über die Ausrichtung von Vorschusszahlungen.
Die Pädagogische Hochschule Schwyz erhebt für ihre Leistungen in der Ausbil- dung von den Studierenden Gebühren. Die Gebühren tragen zur Deckung der Kosten bei und sind so bemessen, dass sie den Zugang zu den Studien nicht beeinträchtigen und im schweizerischen Vergleich konkurrenzfähig sind. SRSZ 1.1.2015
Die Pädagogische Hochschule Schwyz erhebt für Weiterbildungsangebote und Dienstleistungen für Dritte Gebühren, welche grundsätzlich die gesamten Kosten nach Abzug allfälliger Beiträge des Kantons oder Dritter decken.
Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten und legt die Gebühren auf Antrag des Hochschulrates fest.
Die Haftung der Pädagogischen Hochschule Schwyz sowie die Verant- wortlichkeit ihrer Organe und des Personals für die amtliche Tätigkeit richten sich nach den Vorschriften des Gesetzes über die Haftung des Gemeinwesens und die Verantwortlichkeit seiner Funktionäre vom 20. Februar 19704 .
In den übrigen Fällen findet das Bundeszivilrecht Anwendung.
Die Pädagogische Hochschule Schwyz ist verpflichtet, besondere Risiken zu versichern.
. Angehörige der Pädagogischen Hochschule Schwyz
Hochschulpersonal
Das Hochschulpersonal besteht aus:
Der Regierungsrat kann weitere Personalkategorien bilden.
Das Hochschulpersonal untersteht grundsätzlich dem kantonalen Personal- und Besoldungsrecht.
Der Regierungsrat kann abweichende Bestimmungen, insbesondere zum beruf- lichen Auftrag, zur Arbeitszeit und Kündigung erlassen, soweit es die Verhältnis- se an der Pädagogischen Hochschule Schwyz erfordern.
Studierende
Studienanwärter werden zum Studium zugelassen, wenn sie die Zulassungs- voraussetzungen der Erziehungsdirektorenkonferenz, des Bundes- und des kan- tonalen Rechts erfüllen.
Eignungsabklärungen können als Zulassungsvoraussetzung für das Studium durchgeführt werden; die anfallenden Kosten können den Verursachern auferlegt werden.
Der Hochschulrat regelt die Rechte und Pflichten der Studierenden, das Diszip- linarrecht und die entsprechenden Zuständigkeiten.
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Bei Nichteignung zum Lehrerberuf und bei schwerwiegenden Verstössen gegen die Disziplinarordnung ist der Ausschluss vom Studium möglich.
. Rechtspflege
Entscheide der Hochschulleitung können an den Hochschulrat und dessen Ent- scheide an den Regierungsrat weitergezogen werden.
Im Weiteren richten sich Verfahren und Rechtsmittel nach demVerwaltungs- rechtspflegegesetz. III. Übergangs- und Schlussbestimmungen
Übergangsbestimmungen
Der Regierungsrat trifft auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Erlasses sämtliche erforderlichen Vorkehrungen für die Errichtung bzw. Verselbst- ständigung der Pädagogischen Hochschule Schwyz.
Er ist befugt, die dazu erforderlichen Rechtshandlungen vorzunehmen.
Er hat das Akkreditierungsverfahren einzuleiten, sobald die bundesrechtlichen Bestimmungen in Kraft sind.
Grundstücke und Gebäude, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Erlas- ses dem Betrieb der PHZ Teilschule Schwyz dienen, bleiben im Eigen-tum des Kantons.
Das der PHZ Teilschule Schwyz dienende Mobiliar und die Warenvorräte gehen unentgeltlich in das Eigentum der Pädagogischen Hochschule Schwyz über.
c) Personal Die Pädagogische Hochschule Schwyz übernimmt auf den 1. August 2013 die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Anstellungsverhältnisse mit den Mitarbeiten- den der PHZ Teilschule Schwyz.
Studierende, die das Studium vor Inkrafttreten dieses Erlasses an der PHZ Teilschule Schwyz aufgenommen haben, können das Studium an der Päda- gogischen Hochschule Schwyz weiterführen und beenden. Sie können die Prü- fungen nach bisherigem Recht absolvieren.
Die neue Gebührenordnung gilt ab dem 1. August 2013 für alle Studierenden. SRSZ 1.1.2015
e) Hängige Verfahren Auf Verfahren der PHZ Teilschule Schwyz, die bei Inkrafttreten dieses Erlasses hängig sind, ist das bisherige Recht anwendbar; zuständig sind die ent- sprechenden Organe der Pädagogischen Hochschule Schwyz.
Aufhebung bisherigen Rechts Mit Inkrafttreten dieses Erlasses wird die Verordnung über den Beitritt zum Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz und die Teilschule Schwyz (PHZ-Verordnung) vom 12. September 20015 aufgehoben.
Referendum, Publikation, Inkrafttreten
Dieses Gesetz unterliegt dem Referendum gemäss § oder 35 der Kantons- verfassung.
Es wird im Amtsblatt veröffentlicht und nach Inkrafttreten in die Gesetzsamm- lung aufgenommen.
Der Regierungsrat wird mit dem Vollzug beauftragt. Der Erlass tritt auf den 1.
August 2013 in Kraft, ausgenommen wahrungsbeschlusses im Amtsblatt i , der mit Publikation des Er- n Kraft tritt.7
Dieses Gesetz wurde als dem fakultativen Referendum unterstehende Verordnung erlassen: GS
-35 mit Änderungen vom 17. Dezember 2013 (RRB Anpassung an neue Kantonsverfassung, GS 23-97).
SR 220.
SRSZ 140.100.
GS 20-168; SRSZ 631.510.
Überschrift, Abs. 1 und 2 in der Fassung vom 17. Dezember 2013.
Abl 2012 1291; Änderungen vom 17. Dezember 2013 am 1. Januar 2014 (Abl 2013 2974) in Kraft getreten.
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