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612.17

Verordnung zur Umsetzung der Covid-19-Kulturverordnung

Vom 24. November 2020 (Stand 19. Dezember 2020)

Präambel

Der Regierungsrat des Kantons Zug,

gestützt auf Art. 4 und Art. 7 der Verordnung über die Massnahmen im Kulturbereich gemäss Covid-19-Gesetz (Covid-19-Kulturverordnung) vom 14. Oktober 2020[1], § 2 Abs. 3 des Gesetzes über die Organisation der Staatsverwaltung (Organisationsgesetz, OG) vom 29. Oktober 1998[2], § 9 Abs. 2 des Gesetzes über den Finanzhaushalt des Kantons und der Gemeinden (Finanzhaushaltgesetz, FHG) vom 31. August 2006[3] und § 2 Abs. 1 der Verordnung zur Äufnung des Lotteriefonds und des Sportsfonds in  Folge des Coronavirus (COVID-19-Lotterie- und Sportsfondverordnung) vom 7. April 2020[4],

beschliesst:

Art. 1 Zweck

Diese Verordnung vollzieht die COVID-19-Kulturverordnung[5].

Sie regelt das Verfahren und die Zuständigkeiten.

Art. 2 Geltungsbereich

Die Covid-19-Kulturverordnung gilt auch für Bild- und Tanzschulen.

Art. 3 Grundsatz

Der Kanton Zug richtet nach dem 2. und 3. Abschnitt der Covid-19-Kulturverordnung Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie Beiträge an Transformationsprojekte aus. *

Auf diese Leistungen besteht kein Anspruch.

Art. 4 Gesuche

Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie Beiträge an Transformationsprojekte werden nur auf schriftliches Gesuch hin ausgerichtet. *

Gesuche nach den Art. 4 und 7 der Covid-19-Kulturverordnung sind an das Amt für Kultur zu richten.

Gesuche müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten.

Art. 5 Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen

Die Schadensberechnungen der Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen können extern erfolgen.

Bezüglich der Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen besteht eine Obergrenze von 500'000 Franken pro Fall.

Art. 6 Operative Umsetzung

Die Direktion für Bildung und Kultur beurteilt die Gesuche unter Mitarbeit der Finanzdirektion.

Die Direktion für Bildung und Kultur:

  1. erlässt im Rahmen des von der Covid-19-Kulturverordnung vorgegebenen Spielraums Richtlinien zur Beurteilung der Gesuche;
  2. richtet eine Anlaufstelle ein;
  3. stellt die für die Gesuchseinreichung notwendigen Formulare online zur Verfügung;
  4. setzt für die Prüfung und die Beurteilung der Gesuche entsprechende Gremien ein; und
  5. beantragt beim Regierungsrat die Beiträge von mehr als 20'000 Franken.

Art. 7 Zusprechung von Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie von Beiträgen an Transformationsprojekte *

Die Direktion für Bildung und Kultur entscheidet über Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie Beiträge an Transformationsprojekte gemäss Covid-19-Kulturverordnung bis zu einem Beitrag von 20'000 Franken (inkl. Bundesbeitrag). *

Der Regierungsrat entscheidet über Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie Beiträge an Transformationsprojekte gemäss Covid-19-Kulturverordnung von mehr als 20'000 Franken (inkl. Bundesbeitrag). *

Art. 8 Finanzierung

Die Finanzierung des Kantonsanteils erfolgt aus dem Lotteriefonds.

Egress

GS 2020/077

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung GS Fundstelle
24.11.2020 26.09.2020 Erlass Erstfassung GS 2020/077
23.02.2021 19.12.2020 § 3 Abs. 1 geändert GS 2021/011
23.02.2021 19.12.2020 § 4 Abs. 1 geändert GS 2021/011
23.02.2021 19.12.2020 § 7 Titel geändert GS 2021/011
23.02.2021 19.12.2020 § 7 Abs. 1 geändert GS 2021/011
23.02.2021 19.12.2020 § 7 Abs. 2 geändert GS 2021/011

Änderungstabelle - Nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung GS Fundstelle
Erlass 24.11.2020 26.09.2020 Erstfassung GS 2020/077
§ 3 Abs. 1 23.02.2021 19.12.2020 geändert GS 2021/011
§ 4 Abs. 1 23.02.2021 19.12.2020 geändert GS 2021/011
§ 7 23.02.2021 19.12.2020 Titel geändert GS 2021/011
§ 7 Abs. 1 23.02.2021 19.12.2020 geändert GS 2021/011
§ 7 Abs. 2 23.02.2021 19.12.2020 geändert GS 2021/011