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07.3131 · Postulat · 2007-03-21

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, zum Schutz der Wildtiere vor Trendsportarten geeignete winterliche Ruhezonen zu prüfen.

Begründung

Winterliche Trendsportarten wie Variantenskifahren oder Schneeschuhlaufen gefährden das Leben von Wildtieren. Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsgruppe unter Leitung der Universität Bern. Weite, im Winter ehemals ruhige Gebiete werden heute im Winterhalbjahr von Zehntausenden von Trendsportlerinnen und Trendsportlern aufgesucht. Dies stellt die heimische Fauna vor Probleme: Ihr fehlen die Fähigkeiten, sich auf neuartige Veränderungen einzustellen, wie es die menschlichen Störungen in einem bislang nicht gekannten Ausmass darstellen. Nur die Schaffung von winterlichen Ruhezonen wird es der alpinen Fauna langfristig erlauben, trotz des wachsenden Drucks durch menschliche Störungen in diesem sensiblen Ökosystem zu bestehen.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Stellungnahme des Bundesrates

Trendsportarten wie Variantenskifahren oder Schneeschuhlaufen nutzen heute immer intensiver die letzten Rückzugsräume von Wildtieren. Wenn die freizeittouristische Nutzung ein gewisses Mass überschreitet, kann das Überleben der Tiere tatsächlich gefährdet sein. Ebenfalls unbestritten ist, dass Wildruhezonen ein taugliches Mittel sind, um den Freizeitsport in einem für die Wildtiere erträglichen Sinn zu lenken.

Das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (SR 922.0) beauftragt in Artikel 7 Absatz 4 die Kantone, für einen ausreichenden Schutz der Wildtiere vor Störung zu sorgen. Der Bundesrat ist bereit, bei der nächsten Revision des Jagdgesetzes diesen Artikel mit einer Aufforderung zur Ausscheidung von Wildruhezonen zu präzisieren.

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.