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17.4119 · Interpellation · 2017-12-13

Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Erledigt

Wortlaut

Wie steht es um die Informations- und Sensibilisierungskampagne des SBFI betreffend die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft, damit sich der Berufsabschluss für Erwachsene in der Schweiz nachhaltig und grossflächig etablieren kann?

Wie lautet die Beschreibung dieser Kampagne?

Wen integriert sie?

Was sind die verschiedenen Phasen?

Welche Bewertung und welchen Mehrwert bringt sie mit sich?

Stellungnahme des Bundesrates

Angesichts des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften ist der Berufsabschluss für Erwachsene in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Bildungspolitik gerückt. Im März 2016 hat das Spitzentreffen der Berufsbildung unter der Leitung von Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann die Durchführung von Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen beschlossen.

Die Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen sind Teil des Projekts "Berufsabschluss für Erwachsene", das von einer verbundpartnerschaftlich zusammengesetzten Begleitgruppe flankiert wird. In dieser Begleitgruppe arbeiten Staat und Wirtschaft zusammen: kantonale und Bundesstellen einerseits, Arbeitnehmer-, Arbeitgeber-, Branchen- und Berufsbildungsverbände anderseits. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass Bund, Kantone und Wirtschaft die Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen gemeinsam unterstützen. Für die Begleitung der Massnahmenumsetzung ist eine Expertengruppe vorgesehen, in der die Verbundpartner der Berufsbildung ebenfalls vertreten sind. (Frage 1)

Somit sind die Akteure und Akteurinnen im Berufsbildungs- und Arbeitsmarktbereich, sowohl von staatlicher Seite als auch vonseiten der Wirtschaft, in die Begleitung der Massnahmen einbezogen. Ausserdem treten Arbeitgebende und Arbeitnehmende als Protagonistinnen und Protagonisten in den verschiedenen Kommunikations- massnahmen auf. (Frage 3)

In einem ersten Schritt hat die Kampagne Berufsbildungplus.ch im Jahr 2017 mit Hinweisen auf Plakaten, in TV-Spots und mit Informationen auf der Internetseite die Öffentlichkeit für den Berufsabschluss für Erwachsene sensibilisiert. Die weiteren Massnahmen, die 2018 starten, sollen die Möglichkeiten für einen Berufsabschluss von Erwachsenen bei Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden bekannter machen. Erwachsene ohne Berufsabschluss oder mit einem am Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragten Berufsabschluss sollen animiert werden, einen Berufsabschluss zu erwerben. Arbeitgebende sollen motiviert werden, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem Berufsabschluss zu unterstützen. (Fragen 2./5.)

2018 sind die Massnahmen im ersten Halbjahr auf die Sensibilisierung von Arbeitgebenden ausgerichtet. Botschafterinnen und Botschafter (Peers, Protagonisten) bekennen sich mit Stellungnahmen in der Öffentlichkeit zum Berufsabschluss für Erwachsene. Sie stehen für Anlässe wie General- und Delegiertenversammlungen zur Verfügung und beraten die Arbeitgebenden auch individuell. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit mit Artikeln, Textbausteinen, Printmaterial und einer Internetseite.

In der zweiten Jahreshälfte starten die Massnahmen für die Arbeitnehmenden mit Social-Media-Werbung, Artikeln in grossen Publikumsmedien, passenden Botschaften und Testimonials auf der Internetseite.

Mit diesen Massnahmen werden auch die Stellen erreicht, die Erwachsene in ihren Bildungsentscheidungen beraten und coachen.

Nach dem Aufbau der Massnahmen im Jahr 2018 werden 2019 die Massnahmen im Hinblick auf ihre Wiedererkennbarkeit und eine nachhaltige Wirkung weitergeführt. (Frage 4)

Antwort des Bundesrates.