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17.5519 · Fragestunde. Frage · 2017-11-29

Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Erledigt

Wortlaut

Ein Verbot von Glyphosat rückt näher, und bereits stehen Ersatzmittel bereit. Monsanto legt eine neue Version des problematischen Herbizids Dicamba samt resistentem Saatgut vor. Für Monsanto wäre ein Verbot von Glyphosat, bei dem ihr Patent abgelaufen ist, sehr einträglich, da allenfalls auf das neue Dicamba ausgewichen würde.

- Kennt der Bundesrat die Risiken der neuen Version von Dicamba?

- Ist der Bundesrat bereit, sich einzusetzen, damit die Problematik dieses neuen Stoffes zeitnah überprüft wird?

Stellungnahme des Bundesrates

Das Herbizid Dicamba ist zur Kontrolle von Unkräutern in Mais, Getreide, Sorghum und Rasen zugelassen. Diese Kulturpflanzen verfügen über eine natürliche Toleranz gegenüber diesem Herbizid. Bis heute wurde kein Gesuch für die Anwendung von Dicamba in anderen Kulturen gestellt. Eine neue Version von Dicamba ist dem Bundesrat nicht bekannt. Wird ein Gesuch eingereicht, wird es im Rahmen des Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel geprüft. Seit 2016 ist in den USA der Anbau von Dicamba-resistenter Soja und Baumwolle bewilligt. Der Anbau solcher Pflanzen ist in der Schweiz aufgrund des GVO-Moratoriums jedoch nicht zugelassen.

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