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Durch die Verbrennung von Haushaltabfällen wird keine erneuerbare Energie erzeugt, sondern Energie zurückgewonnen

19.4441 · Interpellation · 2019-12-16

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Heutzutage werden von Kehrichtverbrennungsanlagen für Haushaltabfälle produzierte Wärme und Strom als erneuerbare Energien bezeichnet. Wikipedia definiert erneuerbare Energie als Energieträger, die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismässig schnell erneuern.

Es liegt auf der Hand, dass Abfallverbrennung nicht als eine Quelle erneuerbarer Energie bezeichnet werden kann. Ich fordere daher den Bundesrat dazu auf, den Term "erneuerbare Energie" nicht länger falsch zu verwenden und Energie aus Kehrichtverbrennungsanlagen für Haushaltsabfälle stattdessen "rückgewonnene Energie" zu nennen.

Stellungnahme des Bundesrates

Gemäss Erhebungen durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) besteht der Siedlungsabfall rund zur Hälfte aus erneuerbarem Material (Biomasse) und zur anderen Hälfte aus fossilen Materialien wie Plastik. Diese Werte werden demzufolge auf die Emissionsberechnungen für das Treibhausgasinventar sowie für die Energiestatistik, die Berechnung der Einspeisevergütung sowie die Stromkennzeichnung mit Herkunftsnachweis in der Schweiz angewendet. Vor diesem Hintergrund sieht der Bundesrat keinen Grund, die heutige Terminologie zu ändern.

Antwort des Bundesrates.

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