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20.4406 · Motion · 2020-12-03

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Strategie für nachhaltigen, grünen Wasserstoff auszuarbeiten. Die Strategie soll aufzeigen, wie der Einsatz von grünem Wasserstoff zur Klimaneutralität der Schweiz beitragen kann und wie er sich bis in die Jahre 2035, 2050 und danach entwickeln könnte. Ein Schwerpunkt soll auf der Importstrategie für grünen Wasserstoff liegen.

Begründung

Grüner Wasserstoff, in dem überschüssige Energie aus Windkraft und Photovoltaik chemisch zwischengespeichert wird, kann ein Baustein der erneuerbaren Energiezukunft sein. Mit dem Einsatz von grünem Wasserstoff können in Bereichen, in denen eine direkte Stromanwendung nicht möglich ist, CO2-Emissionen eingespart werden - etwa bei Hochtemperaturprozessen in der Industrie und im Verkehrsbereich, insbesondere im Fern- und Schwerlastverkehr und in der Schiff- und Luftfahrt. Momentan ist die Produktion von grünem Wasserstoff zwar noch teuer. Es sind aber mittelfristig ähnliche Skaleneffekte wie bei der Photovoltaik oder der Windkraft zu erwarten.

Die Schweiz ist bei der Energielieferung stark vom Ausland abhängig. Aber auch während der Transitionsphase und in der erneuerbaren Energiewelt wird die Schweiz wahrscheinlich nicht gänzlich energieautark sein. Grüner Wasserstoff kann dabei helfen, dass energieintensive Industrieprozesse sauberer werden oder Schwerlastverkehr ohne schädliche Emissionen vorankommt. Gleichzeitig ist aber wichtig, dass überall dort, wo direkte Stromanwendungen möglich sind, diese auch bevorzugt genutzt werden. Denn wegen der Umwandlungsverluste der Elektrolyse ist eine direkte Stromanwendung effizienter als die Produktion und Nutzung von Grünem Wasserstoff.

Wasserstoff ist nur so klimafreundlich und nachhaltig wie der Strom, mit dem er erzeugt wird. Für Wasserstoff sollen deshalb von Anfang an verbindliche Nachhaltigkeitsregeln gelten. Importmöglichkeiten von erneuerbarem Wasserstoff sollen unter Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kriterien abgeklärt werden. So soll etwa der Wasserbedarf für die Produktion von Wasserstoff sowie die Qualität der verbrauchten Flächen wegen Solar- oder Windenenergieanlagen in die Gesamtbilanz einbezogen werden.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.