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20.5586 · Fragestunde. Frage · 2020-09-09

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Als Messgrösse bei der Festlegung von Risikoländer werden 60 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner genommen.

Diese Zahl ist aber nicht wirklich in Bezug auf ein Ansteckungsrisiko zielführend.

Warum nimmt der Bundesrat nicht in Prozenten die Anzahl positiver Tests im Vergleich zum Testvolumen?

Stellungnahme des Bundesrates

Als Messgrösse gelten 60 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner während 2 Wochen. Dieser Indikator gibt Auskunft über die Dynamik bzw. die Entwicklung der Pandemie im entsprechenden Land. Er wird von verschiedenen anderen Schengenstaaten als Indikator für die Beurteilung von Ländern mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko angewendet. Die Höhe der sogenannten Positivitätsrate, also der Anteil positiver Tests, steht in starkem Zusammenhang mit der Anzahl durchgeführter Test. Diesbezüglich zeigen sich im internationalen Vergleich grosse Unterschiede. Sie ist daher für sich allein genommen nicht unbedingt aussagekräftiger als die Fallzahlen.