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Sieht der Bundesrat die Finanzierung eines nationalen Monitorings von Long-Covid-Fällen vor?

21.1022 · Anfrage · 2021-03-19

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Mit dem Postulat 21.3014, das der Ständerat am 8. März angenommen hat, wird der Bundesrat aufgefordert, "einen Bericht über die Situation von Patientinnen und Patienten mit Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion und deren gesundheitliche Versorgung vorzulegen. Insbesondere sollte er darlegen, welche Massnahmen erforderlich sind, um die Behandlung und die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Long Covid sicherzustellen, und wie die Finanzierung von Behandlungs- und Therapieprogrammen für die Betroffenen sichergestellt wird".

Das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 78 "Covid-19", das vor fast einem Jahr gestartet wurde, umfasst kein Projekt, das sich gezielt mit der Long-Covid-Problematik befasst, da diese bei der Lancierung des NFP noch weitgehend unbekannt war.

In manchen Kantonen, zum Beispiel Zürich oder Genf, werden zwar gegenwärtig Monitorings von Personen mit Long Covid durchgeführt, auf nationaler Ebene gibt es diese jedoch nicht. Ist der Bundesrat deshalb bereit, ein nationales Monitoring von Patientenkohorten zu finanzieren? Eine solche Studie würde es dem Bundesrat gleichzeitig ermöglichen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und so das vom Ständerat angenommene Postulat zu erfüllen.

Stellungnahme des Bundesrates

Wie bereits in seiner Antwort auf das Postulat SGK-S 21.3014 "Sicherstellung einer angemessenen Behandlung und Rehabilitation für Menschen mit Long Covid" dargelegt, wird das Thema von zahlreichen privaten und öffentlichen Forschungsinstitutionen in der Schweiz wie auch im Ausland breit untersucht. Der Bund finanziert verschiedene Studienprojekte mit. So wird beispielsweise in einer Kohortenstudie der Universität Zürich, welche im Rahmen von "Corona Immunitas" durchgeführt wird, der langfristige klinische Verlauf nach einer Covid-19-Erkrankung untersucht. Zudem werden in einem weiteren Forschungsprojekt, welches ebenfalls an der Universität Zürich im Auftrag der Schweizer Armee läuft, mögliche Langzeiteffekte der Infektion bei jüngeren Armeeangehörigen untersucht.

Der Bundesrat anerkennt den Bedarf, die langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die Patientinnen und Patienten zu untersuchen. Er hat daher die Motion 21.3453 SGK-N "Wissenschaftliche Begleitung von Long-Covid-Fällen" zur Annahme empfohlen. Er verfolgt die Forschungsaktivitäten in der Schweiz wie auch international zum Thema "Long Covid" sehr genau. Angesichts der laufenden Projekte sieht er aktuell keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für die Finanzierung eines nationalen Monitorings.

Antwort des Bundesrates.