21.3141 · Postulat · 2021-03-11
Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Erledigt
Wortlaut
Im Zuge der bundesrätlichen Strategie, die Attraktivität der Armee für ihre Angehörigen zu erhöhen, im speziellen auch für Frauen, muss auch ein Fokus auf das Erscheinungsbild gelegt werden. Während die Arbeits- und Kampfanzüge immer wieder erneuert werden, sollte die über die in die Jahre gekommene über dreissigjährige mausgraue Ausgangsuniform bezüglich den Standards eines modernen Erscheinungsbildes und einer modernen Armee überprüft werden.
Ich bitte den Bundesrat deshalb in einem Bericht darzulegen
1. Wie er die Schweizer Ausgangsuniform im Vergleich zu anderen Staaten bezüglich Funktionalität, Stil und äusserer Wirkung bewertet?
2. Wieviel eine adäquate und zeitgerechte Uniform, auf welche jede Angehörige und jeder Angehörige der Armee stolz sein könnte, an zusätzlicher Motivation und Leistungsbereitschaft beitragen kann?
3. Welche Kostenfolgen durch eine neue Ausgangsuniform entstehen, die in einem Wettbewerb von entsprechenden Schweizer Bildungs- und Kultureinrichtungen entworfen und anschliessend von Schweizer KMU hergestellt werden.
4. Welcher Mehrwert sich für die Schweizer Wirtschaft, im speziellen für die Textilwirtschaft ergibt?
5. Inwiefern der Bundesrat das Tenue A der Frauen bewertet und eine zeitgemässere Uniform als zusätzliche Motivation für die bessere Integration der Frauen in die Armee?
Die Glaubwürdigkeit der Armee steht durch ihre materielle Weiterentwicklung und die ideelle und wertemässige Identifikation aller ihrer Angehörigen. Eine Uniform, vergleichbar mit und entlang den Standards anderer Armeen demokratischer Länder, zeitgerecht und mit Stil, wird zusätzliche Motivation und Identifikation stiften, die Attraktivität der Armee für alle steigern und ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit verbessern.
Antrag des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Stellungnahme des Bundesrates
Dem Bundesrat ist bewusst, dass die Attraktivität der Armee sich positiv auf die Erfüllung der Dienstpflicht auswirkt. Mit der Vision "Schweizer Armee im Jahr 2030" wird eine entsprechende Strategie definiert. Neben dem verbindlichen und erfüllbaren Leistungsprofil der Armee sowie der fortschreitenden Digitalisierung rückt künftig auch der Mensch noch mehr ins Zentrum. Dadurch sollen die Armeeangehörigen ihre Fähigkeiten gezielt einsetzen, die Sinnhaftigkeit ihrer Aufgaben deutlicher erkennen und eine auch in der Wirtschaft angesehene Leadership-Ausbildung durchlaufen können.
Das VBS stellt derzeit erste Überlegungen über die Zukunft der Ausgangsuniform der Schweizer Armee an und wird in einem Kurzbericht die daraus resultierenden Erkenntnisse aufzeigen. Deshalb empfiehlt der Bundesrat die Ablehnung des Postulats.
Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.