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21.3457 · Postulat · 2021-04-15

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Die Coronakrise und deren indirekten Auswirkungen stellen Familien, Bildungseinrichtungen und vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene selbst vor grosse Herausforderungen. Dies bestätigen die zunehmenden Aufrufe der Fachgremien und Fachkräfte, welche sich höchst besorgt über die psychische Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen an die Öffentlichkeit wenden. Zudem ist davon auszugehen, dass die psychologischen Effekte der Coronakrise längerfristig spürbar sein werden. Es ist offensichtlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Was jedoch fehlt ist ein Gesamtüberblick über die aktuelle Lage in der Schweiz. Deshalb wird der Bundesrat aufgefordert, in einem dringlichen Bericht die Situation darzulegen und aufzuzeigen, welche Auswirkungen die Coronakrise auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen hat. Zudem wird der Bundesrat gebeten, konkrete Massnahmen zur Wahrung der psychischen Gesundheit und zur Versorgungssicherstellung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (insb. Studierende) aufzuführen.

Eine Minderheit der Kommission (Umbricht Pieren, Chevalley, Gafner, Gutjahr, Haab, Herzog Verena, Huber, Keller Peter) beantragt, das Postulat abzulehnen.

Begründung

Es ist sehr zu begrüssen, dass in der Covid-19 science taskforce des Bundes auch eine Fachperson für psychische Gesundheit Einsitz nimmt. Die Coronakrise hat starke Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Auf Grund der lang andauernden Kontaktbeschränkungen und der wegfallenden ausserschulischen Aktivitäten verbringen Kinder und Jugendliche mehr Zeit zu Hause, was zu verstärkten Konflikten führen kann. Dies ist insbesondere darum problematisch, weil in diesem Alter soziale Erfahrungen wichtig für die persönliche Entwicklung sind. Und obwohl die Massnahmen für Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 20 Jahren seit Ende Februar leicht gelockert wurden, sind Studierende seit bald einem Jahr durch Fernunterricht und anderen Restriktionen in ihrer Bildungslaufbahn und sozialen Kontakten stark eingeschränkt.

Dass dringender Handlungsbedarf besteht zeigt sich daran, dass sich zunehmend Fachkräfte und -gremien mit unterschiedlichsten Perspektiven höchst besorgt zu Wort melden.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

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