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21.3584 · Interpellation · 2021-05-05

Departement für auswärtige Angelegenheiten

Erledigt

Wortlaut

Die Schweiz ist 2009 der globalen Bildungspartnerschaft (GPE) beigetreten und hat in den ersten zehn Jahren einen Beitrag von gegen 95 Millionen Dollar geleistet, um die Bildung von besonders unterstützungsbedürftigen Kindern weltweit zu fördern. Die Schweiz steht damit bei diesem Fonds als Geberland an 15. Stelle.

Ausserdem hat sich die Schweiz an der Finanzierungskonferenz in Dakar 2018 für die Periode 2018-2020 zur Zahlung von 33,25 Millionen Franken verpflichtet. 2020 wurde der Beitrag um 6,5 Millionen Franken erhöht, um Länder mit geringem Einkommen dabei zu unterstützen, die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen auf die Bildung, verursacht durch Covid-19, zu bewältigen. Dieses begrüssenswerte zusätzliche Engagement hat der Schweiz internationalen Applaus eingebracht.

Leider sind die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen infolge von Covid-19 auf die Bildung stärker und dauern länger an, als ursprünglich angenommen. Von beinahe zwanzig Millionen heimatlosen Sekundarschülerinnen wird gegen die Hälfte unter Umständen nicht in die wieder geöffneten Schulen zurückkehren können. Die Unterstützung der globalen Bildungspartnerschaft ist darum so wichtig wie noch nie.

Angesichts der Bedeutung des Beitrags unseres Landes zu diesem Programm und angesichts der Gefahren, denen die Bildungsprogramme in den schwächsten Ländern ausgesetzt sind, bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Frage:

- Hat der Bundesrat vor, die finanzielle Unterstützung der globalen Bildungspartnerschaft zu bestätigen und auch 2021-2025 Beiträge an den Fonds zu leisten? Wenn ja in welchem Umfang?

Stellungnahme des Bundesrates

An seiner Sitzung vom 11. Juni 2021 hat der Bundesrat entschieden, die Globale Partnerschaft für Bildung (Global Partnership for Education, GPE) weiterhin zu unterstützen und stellt der Organisation 52 Millionen Franken für die Jahre 2021-2025 zur Verfügung. Die Schweiz ist Mitglied des Verwaltungsgremiums (Board of Directors). Die Organisation ist eine wichtige multilaterale Partnerin der Schweiz zur Umsetzung ihrer Ziele der internationalen Zusammenarbeit (IZA) im Bildungsbereich.

Bildung ist eine der Domänen, in welchen die Schweizer IZA einen grossen Mehrwert aufweist und die durch die Covid-19-Pandemie stark getroffen wurde. Um diese Auswirkungen abzufedern, hat die Schweiz ihre globalen und bilateralen Programme rasch angepasst. Neben der GPE unterstützt die Schweiz weitere Bildungsorganisationen; ebenfalls setzt sie zahlreiche bilaterale Programme im Bildungsbereich um. In Burkina Faso beispielsweise unterstützt die DEZA den Fernunterricht und die Digitalisierung der Lehrpläne. Dadurch gewährleistet sie die Kontinuität des Schulunterrichts für Tausende von Kindern in Gebieten mit hohen Sicherheitsrisiken. Zudem lancierte die Schweiz im Januar 2021 den Geneva Global Hub for Education in Emergencies und schärft so das Bewusstsein für die Bedeutung der Bildung von Kindern in humanitären Krisen. Obwohl rund 127 Millionen schulpflichtige Kinder und Jugendliche in prekären humanitären Situationen leben, ist Bildung immer noch einer der am wenigsten finanzierten Sektoren in solchen Krisen.

Antwort des Bundesrates.