22.405 · Parlamentarische Initiative · 2022-02-22
Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Beratung in Kommission des Nationalrates abgeschlossen
Ausgangslage
Medienmitteilung der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates vom 13.01.2026
Die Kommission hat vom Ergebnis der Vernehmlassung zu ihrer Initiative «Einführung einer Klimareserve für Schweizer Wein» (22.405) Kenntnis genommen und ihren Vernehmlassungsentwurf mit 14 zu 7 Stimmen bei 2 Enthaltungen unverändert zuhanden des Nationalrats verabschiedet. Die Kommissionsmehrheit hält die Möglichkeit einer Reservebildung von AOC-Wein zum Ausgleich von Ernteschwankungen nach wie vor für ein sinnvolles Instrument zur Unterstützung der Weinbranche. Die Vorlage erfülle insbesondere ein Anliegen aus der Westschweiz und dem Tessin, was auch die Vernehmlassung bestätigt habe. Eine Kommissionsminderheit beantragt, nicht auf den Entwurf einzutreten, weil sie das Risiko einer Traubenüberproduktion und eines zunehmenden Preisdrucks befürchtet, was insbesondere die kleinen Weinproduzentinnen und -produzenten treffen würde. Als nächstes wird der Bundesrat zum Entwurf der Kommission Stellung nehmen.
Medienmitteilung des Bundesrates vom 22.04.2026
An seiner Sitzung vom 22. April 2026 hat der Bundesrat dem Entwurf zur Änderung des Landwirtschaftsgesetzes zugestimmt, wie er im Bericht der WAK-N zur parlamentarischen Initiative «Einführung einer Klimareserve für Schweizer Weine» vorgeschlagen wurde.
Wortlaut
Es sind die Rechtsgrundlagen zu schaffen, die zur Einführung einer Klimareserve für Schweizer Wein erforderlich sind. Unter Klimareserve versteht man die Möglichkeit, eine Traubenmenge (bemessen in kg/m2) zu ernten, die über der kantonalen Quote, aber unter dem nationalen Maximalernteertrag für Weine mit dem Label "kontrollierte Ursprungsbezeichnung" (KUB; Französisch: "appellation d'origine contrôlée", AOC) liegt.
Verhandlungen
Auskünfte
Sekretariat der Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben (WAK)
wak.cer@parl.admin.ch