Lexipedia

Zunahme der Gewaltbereitschaft und privater Waffenbesitz. Es braucht ein zentrales Waffenregister!

22.440 · Parlamentarische Initiative · 2022-06-16

Parlament

Erledigt

Ausgangslage

-

Wortlaut

Der Bund führt eine zentrale Waffendatenbank ein, in der sämtliche Feuerwaffen registriert werden müssen.

Begründung

Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs melden einige Kantone eine massive Zunahme nach Waffenerwerbsscheinen. Wofür sich die Menschen bewaffnen, ist unbekannt, da ein nationales Register fehlt. Die Zunahme geschieht vor dem Hintergrund, dass sich in Schweizer Haushalten gemäss Schätzungen von 2018 (Small Arms Survey) rund 2,3 Millionen Waffen befinden, und die Schweiz in Bezug auf die Waffendichte damit eine der höchsten Raten unter den westlichen Ländern vorweist: Weltweit steht die Schweiz im privaten Waffenbesitz an vierter Stelle hinter den USA, Jemen und Serbien. Wie viele Waffen sich heute in Schweizer Privathaushalten befinden, lässt sich wegen eines fehlenden zentralen Waffenregisters nicht exakt beziffern. Die Fedpol-Direktorin Nicoletta della Valle warnt in einem Gespräch mit den Tamedia- Zeitungen vor einer Zunahme der Gewaltbereitschaft seit der Pandemie, und dass unter den gewaltbereiten Personen auch bewaffnete Personen zu finden sind. Zur nationalen Waffenkontrolle und Rüstungskontrolle ist es nötig, die Verbreitung von Schusswaffen zu kennen, ein zentrales Waffenregister schafft die nötige Transparenz und Sicherheit.

Verhandlungen

05.03.2024 Nationalrat

Keine Folge gegeben