22.7400 · Fragestunde. Frage · 2022-06-01
Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Erledigt
Wortlaut
Die SiK-S will bei der Armeebotschaft 2022 nicht auf die Ausserdienststellung der F5-Tiger eintreten:
- Was wären die Folgen, falls die Ausserdienststellung der Tiger in beiden Räten abgelehnt würde?
- Würden die Tiger in diesem Fall ausschliesslich für die Patrouille Suisse eingesetzt?
- Wäre es vorstellbar, dass die Tiger auch weiterhin für Trainings- und Schulungszwecke, Messung von Radioaktivität etc. eingesetzt würden?
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat verfolgt mit dem Kauf der Kampfflugzeuge F-35A in Zukunft im Bereich der Kampfflugzeuge eine Einflottenstrategie. Das ist gegenüber einer Mehrflottenstrategie effizienter und kostengünstiger. Der F-5 Tiger hat keinen militärischen Nutzen mehr. Mit der Ausserdienststellung der 25 F-5 Tiger können jährliche Betriebskosten von 44 Millionen Franken eingespart werden. Sollte der F-5 Tiger für die Patrouille Suisse erhalten bleiben, müssten 12 Flugzeuge weiter betrieben werden. Dafür sind einmalige Investitionen von 9 Millionen Franken erforderlich. Zudem ist mit einem jährlichen Betriebsaufwand von 25 Millionen Franken zu rechnen. Das VBS prüft derzeit verschiedene Varianten zum Weiterbestand der Patrouille Suisse. Für Nebenaufgaben der F-5 Tiger, z. B. für Trainings- und Ausbildungszwecke oder für Mess- und Testflüge, besteht in Zukunft kein Bedarf mehr. Diese Aufgaben werden künftig entfallen oder können durch andere Flugzeuge erbracht werden.