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23.7655 · Fragestunde. Frage · 2023-09-19

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Die Situation Grossraubtiere ist für die Alpwirtschaft unerträglich, eine rasche massive Senkung der Bestände ist unumgänglich.
- Wie stellt das BAFU mit den Kantonen sicher, dass im Dezember 2023 und Januar 2024 eine erfolgreiche Wolfs-Regulierung stattfindet?
- Wo stehen wir in den Vorbereitungen damit diese erfolgreich wird?

Stellungnahme des Bundesrates

In den letzten Jahren ist der Wolfsbestand in der Schweiz wie folgt gewachsen:

JahrAnzahl WolfsrudelAnzahl Wölfe20198802020111002021151502022262502023aktuell 32300

Der Bestand hat also pro Jahr durchschnittlich um deutlich mehr als 30% zugenommen. Ohne Interventionen würde der Wolfbestand exponentiell weiterwachsen, bis alle für die Wölfe geeigneten Lebensräume besiedelt sind. In der Schweiz müsste mit 60 bis 80 Rudeln gerechnet werden.

Die durch Wölfe verursachten Schäden an Nutztieren nehmen mit dem wachsenden Wolfbestand und der Ausbreitung des Wolfs zu. Die Schäden können durch Herdenschutzmassnahmen zum Teil verhindert werden.

Sobald der Bundesrat über die Revision der Jagdverordnung entschieden hat, voraussichtlich anfangs November, können die Kantone ihre Anträge zur proaktiven Wolfbestandsregulierung beim BAFU einreichen. Um die Anträge der Kantone innerhalb der Regionen zu koordinieren, hat das BAFU bereits für Mitte November Sitzungstermine festgelegt.