Lexipedia

24.7749 · Fragestunde. Frage · 2024-09-18

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

SBB-Mitarbeitende berichten in einer Umfrage von sexualisierter Gewalt, Mobbing und Diskriminierung. Sie müssen eine strenge Vertraulichkeitsklausel unterzeichnen, welche auch von Fachpersonen kritisiert wird.
- Wird der Bundesrat die rechtliche Gültigkeit dieser Klausel überprüfen?
- Sieht der Bundesrat Massnahmen vor, damit Opfer von Belästigung, Diskriminierung oder Mobbing in öffentlichen Unternehmen besser unterstützt werden und die Dunkelziffer solcher Gewalttaten reduziert werden kann?

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat spricht sich in aller Deutlichkeit für eine Nulltoleranz bei sexueller Belästigung, Diskriminierung und Mobbing aus. Es gehört zur Verantwortung der Unternehmensleitung, die physische und psychische Integrität der Mitarbeitenden zu schützen. Als Eigner erwartet der Bundesrat von der SBB in den strategischen Zielen, dass sie eine fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik verfolgt; die SBB hat auch in diesem Bereich eine wichtige Vorbildfunktion einzunehmen. Die Umsetzung konkreter Massnahmen liegt in der Verantwortung des Unternehmens.In den letzten Jahren hat die SBB den Prozess und die Präventionsmassnahmen gegen sexuelle Belästigung und Mobbing verstärkt. Eine regelmässige, anonyme Befragung der Mitarbeitenden ist für die Definition und Umsetzung von wirkungsvollen Präventionsmassnahmen dabei eine wichtige Grundlage. Der Bundesrat begrüsst diese Anstrengungen der SBB.

Opfer von Belästigung, Diskriminierung oder Mobbing in öffentlichen Unternehmen besser schützen | Lexipedia | Lexipedia