26.3793 · Interpellation · 2026-06-18
Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Eingereicht
Wortlaut
Der Bundesrat wird eingeladen folgende Fragen zu beantworten:
Die Armee verfügte im Jahr 2025 über einen vollständig alimentierten Effektivbestand von über 140% des Sollbestandes, trotzdem sind viele Einheiten im WK nicht vollständig alimentiert. Wie viele WKs fanden in den letzten 3 Jahren statt, die nicht vollständig personell alimentiert waren? Um wie viele Prozente der WKs handelt es sich hierbei? Welche Bataillone waren von wie viel Prozent Unterbeständen betroffen?
Wie hoch ist der Anteil an Angehörigen der Armee, die aus beruflichen Gründen einen WK nicht oder nur teilweise leisten können? Ist das aktuelle WK-System mit dem Berufsleben vereinbar oder bräuchte es Anpassungen?
Im Oktober 2025 hat sich der damalige Chef der Armee mit einem offenen Brief an die Wirtschaft gewandt, um diese zu mehr Unterstützung und Verständnis für Armeeangehörige aufzufordern. Werden Armeeangehörige auf dem Schweizer Arbeitsmarkt benachteiligt? Wie hoch ist der Anteil an Unternehmen, die bevorzugt Schweizer anstellen die keinen Militärdienst geleistet haben oder sogar auf ausländische Arbeitnehmer zurückgreifen, weil die WK-Absenzen zu gross sind und nur schwer in den modernen Arbeitsalltag einplanbar sind? Wie kann dieses Problem gelöst werden?
Laut Armeeauszählung 2025 sind Bataillonsstäbe mit 108.2% genügend alimentiert. Trotzdem finden viele WKs mit unzureichend alimentierten Stabsbeständen statt. Wie gedenkt der Bundesrat dieses Problem zu lösen?
Laut Armeeauszählung 2025 sind die Bestände von Stabsoffizieren und Hauptleuten auf Stufe Bataillon insgesamt mit 103.8% knapp genügend alimentiert. Wie sehen die Alimentierungen der Stäbe auf Stufe Bataillon konkret nach Führungsgrundgebieten und Kompaniekommandanten aus? Wie viele davon sind tatsächlich noch WK-pflichtig?
Die Alimentierung mit Subalternoffizieren (Zugführern) ist laut Armeeauszählung 2025 mit 177% überalimentiert, was in einem Widerspruch zu der gerade einmal 103,8% Deckung an Hauptleuten und Stabsoffizieren steht. Wo sind die Probleme in der Personalgewinnung für Stabsoffiziere und Hauptleute? Was müsste hier angepasst werden, um das Weitermachen attraktiver zu machen?
Plant der Bundesrat Massnahmen, um die effektive Verfügbarkeit des Personals (tatsächliche Präsenz in den WK) zu erhöhen? Wie sehen mögliche Massnahmen aus?