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Landolt Martin · Nationalrat · 2010-09-15

Landolt Martin · Nationalrat · Glarus · Fraktion BD · 2010-09-15

Wortprotokoll

Wir haben im Rahmen der Beratung dieses Sportförderungsgesetzes schon sehr viel darüber gesprochen, dass mehr Sport und mehr Bewegung in der Schule wichtig sind. Das hat aber zur Folge, dass wir auch darüber sprechen müssen, wie nun die Qualität bei der Ausgestaltung sichergestellt werden kann. Hier bestehen Probleme. Ich möchte den Lehrerinnen und Lehrern in der ganzen Schweiz nicht unterstellen, dass es hier ein flächendeckendes Qualitätsproblem gebe, aber es kommt doch häufiger als nur in Einzelfällen vor, dass Lehrerinnen und Lehrer Mühe haben, eine Turnstunde zu gestalten, dass Lehrerinnen und Lehrer zum Teil nicht einmal mehr in Sportkleidung in der Turnhalle erscheinen und die Anforderungen nicht erfüllen, die man an einen durchschnittlichen Jugendriegeleiter stellen würde. Überraschenderweise handelt es sich dabei aber auch um junge Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Ausbildung noch vor nicht sehr langer Zeit abgeschlossen haben. Es besteht also klar ein Bedarf bei der Ausbildung, was in diesem Gesetz und in diesem Artikel ja grundsätzlich zum Ausdruck kommt.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob der Bund oder der einzelne Kanton die entsprechenden Anforderungen definieren soll. Mein Antrag will im Unterschied zur Kommission hier eine einheitliche Lösung durch den Bund und nicht 26 individuelle Lösungen, die eine heterogene Landschaft generieren würden. Ich denke, dass es durchaus einfacher und effizienter ist, wenn wir eine Lösung haben, die der Bund macht, und die Arbeit nicht an 26 Kantone übertragen. Ich glaube auch nicht, dass wir mit dieser Kompetenzverlagerung den Kantonen etwas wegnehmen würden und dass wir hier eine Grundsatzdebatte über den Föderalismus vom Zaune brechen müssen. Im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass die Kantone dies schätzen und wohl eher als willkommene Dienstleistung durch den Bund verstehen würden, denn es gibt doch gerade in diesem Bereich wirklich wenige kantonsspezifische Eigenheiten, die zu berücksichtigen sind.

Ich bitte Sie deshalb, meinen Antrag zu unterstützen.