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Brönnimann Andreas · Nationalrat · 2010-09-29

Brönnimann Andreas · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2010-09-29

Wortprotokoll

Mir bleibt die Ehre des Schlusswortes. Die vorliegende Initiative ist katastrophal. Sie hätte gravierende Auswirkungen für die Schweiz. Ich will jetzt nicht alles wiederholen, was zu diesem Thema bereits gesagt wurde. Diese Initiative diskriminiert alle, die ein schönes, kräftiges, modernes, nach den neuesten technischen Errungenschaften ausgerüstetes Fahrzeug besitzen oder zu kaufen gedenken. Sicherheit, Verbrauch, Abgase usw., das sind auch für die grossen, schweren und leistungsstarken Fahrzeuge das Thema Nummer eins. Der Fahrgast wird ringsherum mehrfach gesichert, Knautschzonen wurden geschaffen. Der Sicherheit aller beteiligten Verkehrsteilnehmer wird bei der Konstruktion grösste Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die Rundumsicht ist bei grossen Fahrzeugen punkto Sicherheit ein sehr grosser Vorteil. Die Verbrauchszahlen sind im Vergleich zu früheren Jahren sensationell. Ein moderner Offroader ist viel sauberer, als es der kleine, legendäre Deux-Chevaux oder ein uralter VW-Käfer war. In diesem Bereich hat die Automobilindustrie Enormes geleistet.

Worum geht es bei dieser Initiative auch noch? Hier ist doch ganz offensichtlich auch Missgunst und Neid im Spiel. Der schöne, gepflegte und glänzende Sportwagen ist den Initianten ein Dorn im Auge. Mit dieser Initiative wird die Unzufriedenheit gegenüber Besitzern von grossen und teuren Autos geschürt. Warum sind vermehrt solche Autos Zielscheibe von Vandalismus? Karosserien werden von vorne bis hinten mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt, Reifen werden beschädigt und gestochen. Solche extremen Initiativen fördern diese bedenkliche Entwicklung zusätzlich.

Diese Initiative ist in der Schweiz unnötig und vollkommen daneben. Die Schweiz besitzt bekanntlich weltweit den modernsten Fahrzeugpark. Wir brauchen keine Verschrottungsprämie als Anreiz, um ein Auto der neuesten Generation zu kaufen. Die Schweizer kaufen freiwillig die neuesten, sauberen und sicheren Modelle. Da sind die Schweizer und Schweizerinnen im internationalen Vergleich Musterknaben und Musterfrauen. Kritisieren könnten die Initianten höchstens das Abschieben der alten Autos in den Export, worauf sie dann noch bis zum Auseinanderfallen weitergefahren werden.

Die Schweizer Bevölkerung kann auch nichts mit einem 800-Kilo-Auto für jedermann anfangen. Die Schweiz ist nicht nur bevölkerungsmässig multikulturell, auch unsere Landschaft mit den Bergen und Tälern ist multikulturell. Die Schweiz ist eine richtige Berg-und-Tal-Bahn. Es gibt Länder wie zum Beispiel Holland, da führen die höchsten Bergstrassen über die Autobahnbrücken. In der Schweiz gibt es Bergstrassen, die nur mit 4x4-Fahrzeugen sicher befahren werden können. Wie wir bereits mehrfach gehört haben, ist die Schweizer Bevölkerung auf schwere und grosse Fahrzeuge wie Grossraumlimousinen, Offroader und Sportwagen usw. für Familie, Beruf und Hobby angewiesen.

Lehnen wir diese Initiative und den unnötigen Gegenvorschlag ab!