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Freitag Pankraz · Ständerat · 2010-09-29

Freitag Pankraz · Ständerat · Glarus · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2010-09-29

Wortprotokoll

Ich unterstütze diese Motion, insbesondere im Hinblick auf die Energieeffizienz, also das Energiesparen. Wenn nämlich dieses nicht zu teuer ist, kann man damit sogar Geld sparen. Ich möchte aber noch einen Aspekt hinzufügen und, wie es sich bei uns gehört, auch noch eine Interessenbindung offenlegen. Ich bin Präsident des Vereins Energo, das ist eine Partnerorganisation von Energie Schweiz, und das Ziel ist Energiesparen nicht durch bauliche, sondern durch betriebliche Massnahmen, also Betriebsoptimierungen in grossen Gebäuden.

Beim Energiesparen denken wir ja fast immer an die Neuerstellung oder Erneuerung von Anlagen. So steht es auch im Immobilienbericht oder in dieser Motion. Weniger die Rede ist jeweils vom Betrieb der Anlagen, und da liegt eben noch ein grosses Potenzial, und zwar eines mit einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Man braucht nämlich dort wenig Investitionen, und es bringt Energieeinsparungen. [PAGE 963]

Sie können ein Gebäude aufs Beste isolieren, wenn aber meistens die Fenster und Türen offen sind, dann verpufft die Wirkung buchstäblich. Oder Sie können modernste Heizungen und Lüftungen einbauen: Wenn die nicht optimal eingestellt und reguliert sind und wenn die Einstellungen nicht laufend überprüft werden, dann besteht die Gefahr, dass die Wirkung mit der Zeit wieder abnimmt, das heisst eben bezüglich Energieverbrauch, und dass damit auch der Ausstoss an Abgasen fast unbemerkt über die Zeit hinweg wieder steigt.

Es ist am besten mit dem Autofahren zu vergleichen: Es ist gut, wenn man ein Auto hat, das gemäss Norm sehr verbrauchsarm ist. Aber es ist auch wichtig, wie oft man damit fährt, und es kommt noch darauf an, wie man mit seinem verbrauchsarmen Auto fährt. Ähnlich ist es bei Anlagen: Der Betrieb ist für die Energieeffizienz sehr wichtig, und ich bitte darum, diesen Aspekt bei den Massnahmen auch noch mitzuberücksichtigen.