Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · 2010-12-06
Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · Graubünden · 2010-12-06
Wortprotokoll
Der Internationale Währungsfonds hat im Mai 2010 mit Griechenland ein Beistandsabkommen in der Höhe von 26,4 Milliarden Sonderziehungsrechte (SZR) abgeschlossen, was etwa 40,2 Milliarden Franken entspricht. Hiervon sind bis heute 6,9 Milliarden SZR ausbezahlt worden.
Am 28. November 2010 hat der IWF auf Verwaltungsebene eine Einigung mit Irland für ein Kreditabkommen in der Höhe von 19,5 Milliarden SZR erzielt. Dieses Abkommen ist vom Exekutivrat des IWF zu billigen; erste Auszahlungen könnten im ersten Quartal 2011 erfolgen. Zahlungen im Rahmen dieser Abkommen wie auch der übrigen Kreditabkommen des IWF werden je zur Hälfte aus den regulären Quotenressourcen des IWF sowie aus bilateralen Kreditlinien finanziert. Mit ihrer Quote von 3,45 Milliarden SZR, d. h. 5,3 Milliarden Franken, trägt die Schweiz gegenwärtig rund 2,5 Prozent der verwendbaren regulären Quotenmittel bei. Eine bilaterale Kreditlinie der Schweiz an den IWF besteht derzeit nicht, da die entsprechende Vorlage, Sie wissen das, seit Frühjahr 2009 im Nationalrat, im Zweitrat, hängig ist.