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preparatory:AB 115192

Forster-Vannini Erika · Ständerat · St. Gallen · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2010-12-15

Wortprotokoll

Gestatten Sie mir noch eine persönliche Bemerkung. Ich bin der festen Überzeugung, dass die integrierte Versorgung eine ausgezeichnete Lösung ist. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Leistungserbringer zu Netzen zusammenfinden. Was bis jetzt noch nicht erwähnt worden ist und was eben auch mitspielt, ist die Forderung nach dem verfeinerten Risikoausgleich. Er wird den Leistungserbringern wesentlich mehr bringen, als wir annehmen. Sie werden sich auch deshalb zu Netzen zusammenschliessen, weil sie dann Chronischkranke behandeln können, ohne dadurch finanzielle Einbussen zu erleiden. Die Versicherten werden das Modell der integrierten Versorgung aus Gründen der qualitativ besseren Versorgung und des tieferen Selbstbehalts wählen, und die Versicherer werden - davon bin ich überzeugt, und ich habe mit den Versicherern ja sonst nichts am Hut, ich bin mit ihnen nicht vernetzt - die Netze unter Vertrag nehmen, weil sich die Versicherten sonst andere Versicherer suchen. Sie werden aus rein marktwirtschaftlichen Überlegungen daran interessiert sein, diese Netze anzubieten. Das zeigt sich ja schon heute: Wir haben bereits heute diese Netze in den Randregionen. Dort, wo sich Leistungserbringer zusammenfinden, finden wir auch diese Netze.

Deswegen verstehe ich wirklich nicht, weshalb man jetzt sagt, das sei aus Gründen der Opfersymmetrie einer der wichtigsten Artikel dieser ganzen Vorlage. Wie Herr Brändli bin auch ich der Meinung, dass es wichtig ist, eine Differenz zu schaffen, damit man im Nationalrat, wenn man sich dort unsere Überlegungen noch einmal durch den Kopf gehen lässt, selber zur Ansicht kommt, dass diese Bestimmung gar nicht notwendig ist.

Noch einmal: Ich trete vehement für die integrierte Versorgung ein, aber wir dürfen hier nicht Bestimmungen ins Gesetz aufnehmen, die etwas vorgaukeln, das nicht erfüllt werden kann.