Mörgeli Christoph · Nationalrat · 2011-03-15
Mörgeli Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-03-15
Wortprotokoll
Swissinfo ist in der Vergangenheit unliebsam aufgefallen. Wir denken da vor allem an eine weltweit aufgenommene Kampagne im Zusammenhang mit einer angeblich misshandelten Brasilianerin hier in der Schweiz, auf welche Zeichen einer gewissen Partei mit einem Messer irgendwie hätten eingeritzt worden sein sollen. Diese Nachrichten wurden durch Swissinfo weltweit verbreitet, sorgten überall für Empörung und haben sich nachträglich als reine Ente herausgestellt, indem sich eben diese psychisch angeschlagene Frau diese Verletzungen selber zugefügt hatte. Wir haben die Situation bei Swissinfo überprüft, und es ist natürlich heute schon so, dass die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer weltweit sämtliche Informationen über das Internet abrufen können, auch von unseren ganz gewöhnlichen Tageszeitungen, sodass sich Swissinfo tatsächlich als reiner Luxusdienst erweist, der übrigens sehr, sehr viele Stellen umfasst. Viele Sprachen werden angeboten, die kaum Nutzer finden werden, beispielsweise auch Sprachen aus der Region Nahost, von denen relativ wenige Auslandschweizerinnen und -schweizer eine Ahnung haben. Es wird hier also im grossen Stil, mit der grossen Kelle angerichtet, und wir meinen, Kritik tut not. [PAGE 408]
Ich habe intensive Gespräche mit Exponenten von Swissinfo geführt, und sie haben mir zu meiner Beruhigung glaubwürdig versichert, dass sie bereit sind, bis zu 20 Prozent einzusparen, und zwar in nützlicher Frist. Da ich jetzt davon ausgehe, dass dies auch wirklich geschieht, bin ich bereit, diese Motion zurückzuziehen.