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preparatory:AB 117000

Diener Lenz Verena · Ständerat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp · 2011-03-08

Wortprotokoll

Das ist ein Nebenschauplatz. Ich glaube, wir waren uns in der Kommission einig: Die Anrechnung von Holzprodukten, die Verwendung von schweizerischen Holzprodukten ist uns allen wichtig und liegt uns am Herzen. Was uns beschäftigt hat, war die Frage, wie hoch denn der administrative Aufwand für diese Anrechnungen für die Verwendung unserer Holzprodukte sei. Das wollten wir von der Verwaltung wissen.

Es ist uns ja, in Klammern gesetzt, bewusst, dass diese CO2-Reduktion nur national anrechenbar ist, international ist diese Holz-CO2-Senke nicht anrechenbar. Die Antwort der Verwaltung war doch recht ernüchternd. Sie hat uns nämlich aufgezeigt, dass wir nicht nur die Senke mit einbeziehen müssen, sondern auch die Quelle, wenn wir hier eine Holzanrechnung machen wollen. Das heisst, dass man es dann noch in Abzug bringen muss, wenn das Holz wieder verbrannt oder entsorgt wird. Am Schluss bleibt uns für die ganze Kalkulation eine knappe Million Kubikmeter Holz auf der einen Seite. Wenn dann auf der anderen Seite die Entsorgung der Holzprodukte wieder in Abzug gebracht werden muss, gibt das noch eine CO2-Senkenwirkung von 0,05 bis maximal 0,2 Millionen Tonnen pro Jahr - nur, vielleicht sind wir, weil wir ja bei Artikel 3 eine Inlandreduktion von 20 Prozent beschlossen haben, auch froh um diese 0,2 Millionen Tonnen.

Wir haben also gefragt, wie hoch der administrative Aufwand sei. Die Verwaltung hat uns dargelegt, dass sie damit rechnet, dass man fünf bis zehn Stellen braucht, um diese komplizierten Erhebungen und Berechnungen dann wirklich auch mit der von uns gewünschten Qualität durchzuführen. Das hat dann eine Minderheit dazu bewogen zu sagen, da seien Aufwand und Ertrag in einem recht schlechten Verhältnis. Das waren die Überlegungen der Minderheit.

In der Zwischenzeit habe ich mich mit Kollege Hess unterhalten. Von ihm stammte ja auch die Motion 04.3572, die verlangt, hier eben das Holz und auch das Bauholz vermehrt anzurechnen. Wenn er in der Lage ist, uns aufzuzeigen, dass der administrative Aufwand vielleicht doch nicht so hoch ist, wie es die Verwaltung geschätzt hat, dann wäre die Minderheit auch bereit, ihren Antrag zurückzuziehen. Aber wir sollten jetzt vielleicht zuerst noch hören, was Kollege Hess uns zum administrativen Aufwand sagt.