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Weber-Gobet Marie-Thérèse · Nationalrat · 2011-04-12

Weber-Gobet Marie-Thérèse · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2011-04-12

Wortprotokoll

Wenn es brennt, tritt die Feuerwehr in Aktion. Wir Bürgerinnen und Bürger sind froh darum und auch bereit, dafür zu zahlen. Noch zufriedener sind wir, wenn gar keine Brände entstehen. Vorbeugender Brandschutz hat deshalb immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Im Gesundheitswesen verhält es sich wie im Feuerwehrwesen: Grossmehrheitlich sind unsere Leistungserbringer dort "Krankheitsfeuerwehren" und häufig am Löschen - als Stichwort sei "kurative Medizin" genannt. Sie werden beigezogen, wenn das "Feuer" schon brennt, d. h., wenn Krankheitssymptome aufgetreten sind. Wir wissen es alle: Das kostet sehr viel Geld. Jahr für Jahr sind wir mit steigenden Gesundheitskosten konfrontiert.

Ein Beitrag zur Dämpfung der Kostenentwicklung bei der Gesundheitsversorgung sind effiziente Prävention, Gesundheitsförderung und Früherkennung - das Vorbeugen und Verhüten, damit die teure "Krankheitsfeuerwehr" weniger häufig in Aktion treten muss. Wir müssen investieren, um im Gegenzug, als Return, weniger Ausgaben in der kurativen Medizin zu generieren, vorzeitige krankheitsbedingte Verrentung zu verhindern und die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung zu fördern und zu bewahren - kurz: Wir müssen die Gesundheit stärken.

Das kann funktionieren, dafür gibt es viele Beweise. Gewisse Wirtschafts- und Gewerbekreise allerdings stecken diesbezüglich lieber den Kopf in den Sand und behaupten, Investitionen in die Prävention seien hinausgeworfenes Geld und zu grosse Eingriffe in die persönliche Freiheit und das Privatleben der Bürgerinnen und Bürger. Ja, Investitionen in Präventionsmassnahmen können hinausgeworfenes Geld sein, dann nämlich, wenn gemeinsam definierte Ziele fehlen, wenn in den Präventionsangeboten Doppelspurigkeiten, Kompetenzüberschneidungen und Lücken bestehen. Genau das wird der Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz ja vorgeworfen. Und genau das soll mit dem vorliegenden Gesetzentwurf endlich aus dem Weg geräumt werden.

Le groupe des Verts vous prie d'entrer en matière sur le projet et de suivre les minorités - à l'exception d'une d'entre elles - pour les deux raisons suivantes:

1. afin qu'à l'avenir l'argent destiné à la prévention puisse être utilisé de manière plus efficace;

2. afin de combler une lacune de la loi qui subsiste à l'échelon fédéral dans le domaine des maladies non transmissibles ou psychiques très répandues et malignes et dont le nombre a augmenté en Suisse ces dernières années.

La loi sur la prévention est une réforme utile et nécessaire. Elle est bâtie sur les points forts déjà existants du système et en supprime les points faibles. Elle est utile du point de vue économique; elle permet de faire des économies grâce au bon rapport coûts/avantages des programmes de prévention; et elle a un effet durable.

Il s'agit d'un changement de paradigme afin de s'éloigner des soins de santé orientés exclusivement vers le curatif et de se tourner vers une politique de santé axée plus fortement sur le préventif. Vu l'augmentation des coûts de la santé, il est plus que jamais nécessaire d'introduire ce changement de paradigme.

Le groupe des Verts vous prie de faire ce pas aujourd'hui afin de renforcer durablement la santé de la population en Suisse.