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Schibli Ernst · Nationalrat · 2011-05-30

Schibli Ernst · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-05-30

Wortprotokoll

Zuerst zu meiner Interessenbindung: Ich besitze mehrere Pferde, aber keine Freiberger, doch sind diese für unser Land von grosser Bedeutung, und darum setze ich mich für diese Rasse ein.

Die Pferdezucht hat in vielen europäischen Staaten einen ganz besonderen Stellenwert. Das Pferd und alles, was damit zusammenhängt, sind für die Volkswirtschaften dieser EU-Staaten von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Die Freiberger Rasse ist mit der Schweiz verwachsen und verdient deshalb eine spezielle Beachtung und einen besonderen Schutz. Die Freiberger sind als Arbeits-, Freizeit- und Sportpferde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und begehrt. Ihre Beliebtheit erwarben sie sich durch ihre Unkompliziertheit, ihre Leistungsbereitschaft und ihre Genügsamkeit. Ein nationales Gestüt braucht es aber auch für die internationale Zusammenarbeit unter Pferdezuchtländern. Ein solches Kompetenzzentrum hält die wichtigen Verbindungen für die Pferdezucht an einem Ort zusammen und ist deshalb auch für die Schweiz von ganz grosser Bedeutung.

Aus diesen Gründen muss das nationale Gestüt in Avenches unbedingt erhalten bleiben. Deshalb muss die Formulierung, die jetzt im Gesetz ist, in eine unbedingte Form umgestaltet werden. Die Kosten, die dieses Gestüt verursacht, können in Zukunft, verbunden mit einem Leistungsauftrag, für den Bund massiv gesenkt werden. Dann, meine ich, ist dieses Gestüt für den Bund auch in finanzieller Hinsicht überhaupt kein Risiko mehr. Es wird für den Bund auch gegen aussen einen Gewinn abwerfen, wenn die Leute in der Schweiz eine Pferdezucht kennen, wie sie eben nur in unserem Land vorkommt, die aber über die Landesgrenze hinaus geschätzt und begehrt ist.

Ich bitte Sie deshalb, die Motion Bieri 10.3767 anzunehmen.