Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · 2011-06-07
Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · Graubünden · 2011-06-07
Wortprotokoll
Die Departemente und die Bundeskanzlei sind zuständig für die Umsetzung der Massnahmen zur Förderung der Mehrsprachigkeit. Das EPA ist beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Departementen bis zum 31. Oktober dieses Jahres quantitative und qualitative Massnahmen zu vereinbaren. Das EPA wird mir halbjährlich, das erste Mal Ende 2011, einen Bericht über die eingeleiteten Massnahmen vorlegen und gegebenenfalls weitere Massnahmen vorschlagen.
Die Zahlen der lateinischen Sprachgemeinschaften entwickeln sich positiv. Die Vertretung der italienischen Sprache bei den höheren Kadern und Topkadern - Lohnklassen 30 bis 38 - ist zwischen 2006 und 2011 leicht angestiegen, nämlich von 3,4 auf 3,8 Prozent. Auch die Zahl der französischsprachigen höheren Kader und Topkader verzeichnete von 2010 auf 2011 einen Anstieg von 20,8 auf 21,1 Prozent.
Der Bundesrat legt weiterhin grossen Wert darauf, dass die lateinischen Sprachgemeinschaften - die französische, die italienische und die rätoromanische - in der Bundesverwaltung gut vertreten sind, und zwar auch auf der Stufe Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren. Vor Kurzem ist es denn auch gelungen, zwei perfekt drei- beziehungsweise zweisprachige Westschweizer Amtsdirektoren zu wählen. Herr Giovanni Conti, der neue Direktor des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation, ist dreisprachig, er spricht perfekt Deutsch, Französisch und Italienisch; Herr Bernard Lehmann, der neue Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, spricht perfekt Deutsch und Französisch.
Wir bemühen uns also, und ich denke, wir machen auch Fortschritte.
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