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Amstutz Adrian · Ständerat · 2011-06-01

Amstutz Adrian · Ständerat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-06-01

Wortprotokoll

Ich bin täglich von Berufes wegen mit der Problematik befasst, und ich kann Ihnen sagen: Es ist ein Problem. Ich gehe aber auch mit verschiedenen Votantinnen und Votanten einig: Wir können jetzt nicht alles über Bord werfen. Das ist auch nicht das Ziel dieser Motion. Wir sind aber wahrscheinlich schon die erste politisch tätige Generation, die vortäuscht, in Gebäuden wohnten noch Tiere statt Menschen. Das tun wir, und das macht keinen Sinn. Ich sage Ihnen auch, weshalb nicht: Es macht keinen Sinn, weil das Erscheinungsbild eines Gebäudes in der Landwirtschaftszone durch Grösse, Proportionen und Material geprägt wird, aber ganz sicher nicht dadurch, ob wir noch eine Gimwand erstellen oder ob wir den Wohnteil mit der Befensterung in einer geeigneten Form auf den neuen, nun auch bewohnten Teil übertragen - Sie ersehen das aus der Fotografie von Herrn Wandfluh in Ihren Unterlagen.

Ich muss sagen: Diese Vorschrift führt zu abstrusen Lösungen. Es macht in der heutigen Zeit, wo wir, die gleiche politische Behörde, im Baugesetz vorschreiben, dass bei einem Kinderzimmer für eine gewisse Lichtquelle - sprich: Befensterung - zu sorgen sei, keinen Sinn, wenn man dann Bretter davornageln muss, nur damit es von aussen "besser" aussieht. Das ist nun einmal keine zielführende Politik. Ich bitte Sie, dieses Problem bei der Revision ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln - selbstverständlich mit Augenmass, Frau Diener, aber doch so, dass wir mit der Lösung einen Schritt weiterkommen.