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Brändli Christoffel · Ständerat · 2011-05-30

Brändli Christoffel · Ständerat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-05-30

Wortprotokoll

In der Kommission kam die Begründung, dass die Änderung mit einem anderen Artikel zusammenhänge. Ich teile aber durchaus die Meinung, dass [PAGE 345] dieser formelle Einwand stichhaltig ist: Wir sollten nicht gegen unsere Reglemente entscheiden.

Ich möchte aber auch materiell etwas sagen. Grundsätzlich müssen wir anstreben, dass wir Managed-Care-Angebote durch die Leistungserbringer haben. Ärzte, Physiotherapeuten, Spitäler müssen diese Angebote machen - sie sind es ja, die ihre Leistungen den Patienten anbieten. Die Versicherer haben keine Ärzte, keine Physiotherapeuten, sie haben keine Spitäler. Eigentlich ist es ein Fehlkonstrukt, wenn man sagt, die Versicherer müssten diese Angebote machen.

Noch falscher ist es, wenn wir sagen, die Versicherer müssten solche Angebote machen, aber sie dürften nicht Träger sein; dies im Wissen, dass die Managed-Care-Modelle, die heute funktionieren, praktisch ausschliesslich oder sehr oft Modelle sind, die durch die Versicherer, beispielsweise die Swica, aufgebaut wurden. Ich finde es völlig falsch, wenn wir jetzt in einer Übergangsphase - später müssen dann die Leistungserbringer die Träger der Managed-Care-Modelle sein - derartige Beschlüsse fassen. Wir stellen das, was funktioniert, infrage und sagen denen, die gar nicht die Mittel dazu haben, sie sollten solche Modelle erstellen. Hinzu kommt der formelle Einwand.

Ich beantrage Ihnen, hier der Mehrheit zu folgen.

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