Stahl Jürg · Nationalrat · 2011-09-28
Stahl Jürg · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-09-28
Wortprotokoll
In Ergänzung zu meinem Sportfreund Simon Schenk noch einige kurze Erläuterungen zu dieser Vorlage; ich möchte hier auch zuerst meine Interessenbindung offenlegen: Ich bin Mitglied des Exekutivrates von Swiss Olympic und bin gleichzeitig auch Präsident der parlamentarischen Gruppe Sport. Darum möchte ich auch nur diesen Teilbereich kurz beleuchten, im Wissen, dass es auch um Kulturelles, um Soziales, um Kunst geht.
Es sind 30 bis 33 Millionen Franken jährlich, die aus Lotteriegeldern direkt in den Sport fliessen. Das entlastet, im Gegensatz zu den Verhältnissen in unseren Nachbarstaaten oder in vergleichbaren Staaten, nicht zuletzt die Staatskasse. Wir wollen keinen Staatssport, dazu stehen wir, und darum sind diese Einnahmen aus dem Lotteriefonds und aus Swisslos sehr wesentlich.
Wenn Sie an die Unterstützung des Sports denken, dann denken Sie vielleicht an Roger Federer, an Fabian Cancellara, an Carlo Janka, an Ariella Käslin oder Simon Ammann. Aber all diese Athletinnen und Athleten waren auch einmal jung und wurden auch einmal gefördert. Um diese Leute, diese Jugendlichen, geht es, und darum bitte ich Sie, diesen Zustupf und diese Grundlage des Schweizer Sports mit der Annahme des Gegenvorschlages weiterhin sicherzustellen. Sie müssen wissen: Die Basis des Spitzensports ist und bleibt der Breitensport. Hier sind Tausende von Personen tätig: Helfer, Trainer, Betreuer, Eltern, Supporter und Funktionäre. Diese machen das ohne Entgelt, und sie ermöglichen dann eben auch solche Spitzenleistungen. Diese Tätigkeiten müssen im Sinne der gesunden Bewegung und der Gesundheitsprävention weiterhin unterstützt werden. Die SVP-Fraktion, Simon Schenk hat es gesagt, wird grossmehrheitlich den Mehrheitsanträgen folgen.
Noch ein Wort zum Schluss: Bei Absatz 5 unterstützen wir beim Thema Suchtprävention die Minderheit I (Schwander), weil wir der Meinung sind, dass die Suchtprävention auf dem Weg der Gesetzgebung gelöst werden muss und nicht auf Verfassungsstufe gehört.
Im Sinne des Schweizer Sports bedanke ich mich für Ihre Unterstützung.