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Luginbühl Werner · Ständerat · 2011-09-28

Luginbühl Werner · Ständerat · Bern · Fraktion BD · 2011-09-28

Wortprotokoll

Ich spreche ganz kurz zur Motion 11.3424 der BDP-Fraktion, "Ersatz von Elektroheizungen". Der Bundesrat und die Kommissionsmehrheit beantragen, diesen Vorstoss abzulehnen. Kollege Recordon hat den Antrag der Minderheit begründet. Ich möchte im Sinne der Minderheit noch zwei, drei Bemerkungen machen.

Wir haben heute einen wichtigen Entscheid getroffen. Die Kommissionssprecherin hat überzeugend dargelegt, was im Bereich der Energieeffizienz in den nächsten Jahren alles gehen muss. Wir müssen also nicht einen, nein, eher zwei oder drei Zacken zulegen.

Elektroheizungen sind ineffizient. Elektroheizungen basieren auf einer Technologie von gestern. Es macht für die Zukunft keinen Sinn mehr, energetisch hochwertigen Strom in niederwertige Wärme zu wandeln. Sechs Prozent oder 230 000 Wohnungen werden in der Schweiz heute elektrisch beheizt. [PAGE 989] Im Winterhalbjahr verbrauchen die Elektroheizungen nach wie vor einen Fünftel des gesamten Stroms, über das ganze Jahr gesehen sind es fünf Prozent. Das ist etwa die Produktion von Mühleberg. Dieser Verbrauch könnte bei Anwendung von effizienten Heiztechnologien auf einen Viertel reduziert werden.

Einiges ist schon gegangen. Die Kantone haben Mustervorschriften erlassen; diese sind aber freiwillig und sehen nur vor, dass keine neuen Elektroheizungen mehr gebaut werden können. Auch die ETH sehen hier einen grossen Handlungsbedarf. In dem von Kollegin Diener erwähnten Brief der ETH wird neben der Motion Grunder die vorliegende Motion, welche die Elektroheizungen betrifft, ebenfalls erwähnt. Es wird dargelegt, dass eine Annahme dieses Vorstosses ausserordentlich wichtig wäre. Wir müssen in den unmittelbar folgenden Jahren vor allem die tiefhängenden Früchte anvisieren und zu ernten versuchen. Hier, denke ich, handelt es sich um solche tiefhängenden Früchte.

Ich habe gehört, warum die Kommission die Motion abgelehnt hat, und da sehe ich natürlich ein gewisses Problem. Angesichts des Entscheids, den wir getroffen haben, und angesichts des Zeitdrucks, unter dem wir stehen, stellt sich die Frage, ob wir Jahre warten können, bis es vielleicht einmal eine kantonale Lösung gibt. Ich bin der Meinung, dass wir nicht warten können. Es geht hier nicht um eine kleine Einsparung, es geht um ein beträchtliches Einsparpotenzial, das rasch, aber in vernünftigen Fristen realisiert werden muss. Meiner Ansicht nach sollten wir das angehen.

Ich bitte Sie, in diesem Punkt der Minderheit zu folgen.