Rösti Albert · Nationalrat · 2011-12-15
Rösti Albert · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-12-15
Wortprotokoll
Ich bitte Sie, gemäss Minderheitsantrag Grin festzuhalten und diese Reduktion der Flächenbeiträge entsprechend nicht vorzunehmen. Es ist eben nicht so, dass die Bauern nach dieser Umlagerung dann gleich viel Einkommen haben. Die Ökoprogramme und Ethoprogramme bedeuten Mehraufwand, das heisst, dass man eigentlich mehr Leistung für gleich viel Geld verlangt. Deshalb ist dieser Minderheitsantrag absolut gerechtfertigt.
Es geht um 400 Franken für einen Betrieb. Das ist immerhin 1 Prozent der durchschnittlichen Familieneinkommen. Ich glaube, dass man angesichts der Höhe von rund 40 000 Franken nicht einer direkten Reduktion der Einkommen zustimmen sollte. Es ist nicht möglich, dass alle Betriebe kurzfristig in solche Programme einsteigen können. So wird es etliche Betriebe geben, Frau Heim, die dann einen direkten Einkommensrückgang haben. Kurzfristig kann das auch nicht über die Preissituation, die leider sehr angespannt ist, korrigiert werden. Im Übrigen ist es so, dass im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 dieses Parlament im kommenden Jahr sowieso intensiv über dieses Direktzahlungssystem diskutieren wird. Eine Vorwegnahme hier noch nicht beschlossener Punkte wäre deshalb auch nicht zielführend.
Ich bitte Sie dementsprechend, den Druck für die Bauernfamilien nicht zu erhöhen und dem Minderheitsantrag Grin zuzustimmen.