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Walter Hansjörg · Nationalrat · 2011-12-20

Walter Hansjörg · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-12-20

Wortprotokoll

Art. 99

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

[VS]

Angenommen - Adopté

[VS]

Art. 103a

Antrag der Minderheit

(Teuscher, Giezendanner, Hutter Markus, Lachenmeier)

Titel

Verwendung der Bussen

Text

Über die aufgrund dieses Gesetzes verhängten Geldstrafen und Bussen verfügen die Kantone. Sie verwenden [PAGE 2157] mindestens einen Viertel der Einnahmen für Massnahmen zugunsten der Verkehrssicherheit. Verkehrssicherheitsmassnahmen sind:

- Einbezug der Verkehrssicherheit bei der Planung, dem Bau von Verkehrswegen, unter Berücksichtigung der Motorradfahrer, Velofahrer und Fussgänger; Sanierung bestehender Unfallschwerpunkte und Gefahrenstellen im Verkehrsnetz;

- Finanzierung zusätzlicher polizeilicher Kontrollen mit Schwerpunkt Alkohol (generell) und Geschwindigkeit (Ausserortsstrassen); Steigerung der Kontrollwartung;

- Verkehrssicherheitserziehung und -schulung sowie Präventionskampagnen.

[VS]

Antrag Aebischer Matthias

Über die aufgrund dieses Gesetzes verhängten Geldstrafen und Bussen verfügen die Kantone grundsätzlich frei. Aus diesen Mitteln sind jedoch die Fussgängerquerungen, welche den sicherheitsspezifischen Baunormen nicht entsprechen, bis spätestens 31. Dezember 2018 zu sanieren oder zu ersetzen.

Schriftliche Begründung

Während die Zahl der Strassenverkehrsopfer tendenziell abnimmt, verharrt die Zahl der schwer oder tödlich verletzten Fussgänger seit etwa fünf Jahren auf hohem Niveau. Rund drei Viertel dieser Fussgängerunfälle ereignen sich beim Versuch, die Strasse zu überqueren. Das Hauptproblem liegt in der mangelhaften Infrastruktur. Gemäss der Beurteilung von Fachleuten entspricht ein wesentlicher Teil der Fussgängerstreifen nicht den aktuellen Normen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute. Würden die Fussgängerstreifen konsequent gemäss den sicherheitsrelevanten Normen saniert, könnte die Zahl der auf Zebrastreifen schwer verletzten oder getöteten Fussgänger um schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte reduziert werden – vorsichtig geschätzt. Sinnvollerweise werden die Sanierungsmassnahmen durch die Bussgelder finanziert, bis alle Fussgängerstreifen saniert sind.

[VS]

Art. 103a

Proposition de la minorité

(Teuscher, Giezendanner, Hutter Markus, Lachenmeier)

Titre

Utilisation du revenu des amendes

Texte

Les cantons disposent du montant des peines pécuniaires et des amendes infligées en vertu de la présente loi. Ils consacrent un quart au moins de ce revenu à des mesures de sécurité routière. Les mesures de sécurité routière consistent dans:

- la prise en considération de la sécurité routière dans la planification et la construction des voies de circulation, compte tenu des motocyclistes, des cyclistes et des piétons; l'assainissement des lieux qui sont souvent le théâtre d'accidents et des passages dangereux dans le réseau routier;

- le financement de contrôles de police supplémentaires mettant l'accent sur l'alcoolémie (de manière générale) et la vitesse (en dehors des localités); l'accroissement des attentes liées à ces contrôles;

- l'enseignement en matière de sécurité routière et l'organisation de campagnes de prévention.

[VS]

Proposition Aebischer Matthias

De manière générale, les cantons disposent librement du montant des peines pécuniaires et des amendes infligées en vertu de la présente loi. Toutefois, ce montant doit être affecté à l'assainissement ou au remplacement, d'ici au 31 décembre 2018, des passages pour piétons qui ne respectent pas les normes de sécurité.