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Mörgeli Christoph · Nationalrat · 2012-05-30

Mörgeli Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-05-30

Wortprotokoll

Die Minderheit beantragt Ihnen, die Motion Schwaller abzulehnen. Es ist für uns ganz klar ein Nachteil, dass die Motion eine Zentralisierung der Ärzteausbildung und ein sehr starres System anstrebt, das letztlich natürlich einen weiteren Schritt Richtung Staatsmedizin beinhalten wird. Wir glauben zudem, dass diese Motion keinen Beitrag zur Lösung der grundsätzlichen Probleme im Gesundheitswesen darstellt. Die Hausarztmedizin in einer solchen Art zu verankern und mit genügend Nachwuchs zu versehen, indem man staatliche Plätze bereitstellt und hier die Planwirtschaft einführt, ist nicht zielführend. Denn wir wissen nicht, wie sich die Medizin entwickeln wird, und wir wissen nicht, wie das Modell Grundversorgung/Hausarztmedizin in Zukunft aussehen wird. Was wir wissen, ist einzig, dass es hier wahrscheinlich grundlegende Veränderungen geben dürfte. Die Umsetzung der Motion bedeutet Mehrkosten. Wir werden Aufwand betreiben und das alles bezahlen müssen, und es ist klar, dass am Schluss bei den Kassen ein weiterer Anstieg der Prämien, die wir bereits heute nicht mehr bezahlen können, resultieren wird.

Aus diesen grundsätzlichen Erwägungen bitten wir Sie, diese Motion abzulehnen; denn sie ist zu starr, sie bewirkt ein Korsett, mit dem man der Lebenswirklichkeit in unserem Gesundheitswesen nicht mehr gerecht wird.

Mörgeli Christoph · Nationalrat · 2012-05-30 | Lexipedia | Lexipedia