Amstutz Adrian · Nationalrat · 2012-09-18
Amstutz Adrian · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-09-18
Wortprotokoll
Ich kann mich natürlich der Argumentation von Lukas Reimann anschliessen. Ich glaube, es ist durchaus legitim, wenn der Nationalrat ein derartiges Signal in Richtung Ständerat aussendet, dass wir es begrüssen würden, wenn nun auch im Ständerat diese Transparenz hergestellt würde. Ich bin auch überzeugt, dass es an der Zeit ist, nun dieses Zeichen zu setzen.
Wenn wir von morgens bis abends im Parlament in Bern die Transparenz predigen, sei es hier im Nationalrat, sei es im Ständerat, dann ist es eine seltsame Übungsanlage, wenn im Ständerat die Abstimmungsergebnisse nicht offengelegt werden. Ich bin überzeugt, dass der knappe Entscheid des Ständerates eben auch darauf zurückzuführen ist, dass eine Kumulation erfolgt ist von denjenigen, die, vielleicht auch mit einer gewissen Berechtigung, noch am alten System hängenbleiben und sagen, sie wollten unabhängig sein, sie wollten das nicht offenlegen, mit denjenigen - und das meine ich durchaus ernst, ich habe einmal im Ständerat eine "Schnupperlehre" machen dürfen -, die nicht zeigen wollen, wenn sie nicht anwesend sind. Ich glaube, unsere Wählerschaft in diesem Land hat ein Recht darauf zu sehen, wer wie abstimmt und wer wann anwesend ist.
Darum bitte ich Sie, die beiden parlamentarischen Initiativen zu unterstützen.