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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2001-06-18

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2001-06-18

Wortprotokoll

Es gehört zu den Zielen unserer Verkehrspolitik, Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern. Die vorgesehenen Verbesserungen auf der Strecke Zürich-St. Gallen-München dienen diesem Ziel.

In der Vereinbarung über die Sicherung der Leistungsfähigkeit der nördlichen Zulaufstrecken zur Neat haben Deutschland und die Schweiz entsprechende Ziele und Massnahmen definiert. Da beide Länder ein Interesse am Streckenausbau haben, wurde bezüglich der Finanzierung das übliche Territorialitätsprinzip vereinbart. Deutschland bezahlt somit die Ausbauten, zu welchen es sich selbst verpflichtet hat, und die Schweiz setzt sich sowohl bei den regelmässigen Tagungen des Lenkungsausschusses als auch bei politischen Treffen für eine rasche Umsetzung der Massnahmen ein.

Deutschland hat zugesichert, die für den Einsatz von Neigezügen erforderlichen Bauarbeiten im Jahre 2002 zu beginnen. Somit kann auf den Fahrplanwechsel 2004/05 die Fahrzeit auf etwa 3 Stunden 30 Minuten reduziert werden.

Längerfristig steht die Verlegung des Lindauer Bahnhofs von der Insel auf das Festland zur Diskussion. Dies würde zusammen mit den Streckenverbesserungen auf dem österreichischen Abschnitt die anvisierte Zeit von 3 Stunden und 15 Minuten erlauben.

Der schweizerische Abschnitt wurde teilweise bereits für den Einsatz von Neigezügen vorbereitet, ausserdem wird der Bedarf für die Schliessung der Doppelspurlücken zwischen St. Gallen und Rorschach abgeklärt.