Gross Andreas · Nationalrat · 2001-06-18
Gross Andreas · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2001-06-18
Wortprotokoll
Ich danke Ihnen für die Antwort. Ich teile natürlich Ihre Meinung, dass "L'art pour l'art" nicht nötig ist, d. h., dass Alternativen, die unrealistisch sind, nicht unbedingt - einfach so, zur Theorie - ausgearbeitet werden müssen. Aber die entscheidende Frage, Herr Bundesrat Schmid, ist eben: Bestimmt der Bundesrat, was realistisch ist? Oder liegt das Problem eben nicht gerade darin, dass im Rahmen des Sicherheitspolitischen Berichtes verschiedene Modelle möglich und realistisch sind, auch wenn der Bundesrat sie nicht für realistisch hält? Wäre die Diskussion nicht vielleicht gerade dann am fruchtbarsten, wenn sich der Bundesrat dazu durchringen könnte, auch Alternativen zur Diskussion zu stellen, die er nicht für realistisch hält? Schliesslich ist bei uns nicht der Bundesrat derjenige, der bestimmt, was realistisch ist, sondern es wird in der Diskussion bestimmt.