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Freysinger Oskar · Nationalrat · 2012-12-13

Freysinger Oskar · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-12-13

Wortprotokoll

Sie gehen davon aus, dass Ihre Lösung das Wohl des Kindes fördert. Ich bin der Überzeugung, dass es dem Wohl des Kindes nicht förderlich ist. Ich benachteilige hier die Kinder nicht, ich verteidige ihre Rechte. Ihr Recht - das ist meiner Ansicht nach in einer gutfunktionierenden Gesellschaft nun mal so - besteht darin, in geordneten Familienverhältnissen gross zu werden. Durch ein solches Adoptionsrecht schaffen Sie plötzlich ein Ungleichgewicht. Das ist ein Problem, auch für die Entwicklung des Kindes.

Sie können natürlich anderer Meinung sein, ich respektiere Ihre Meinung. Wenn Sie hier eine Mehrheit hinbekommen, werden Sie gewinnen, und wenn Sie verlieren, bekomme halt ich Recht. Darum braucht man sich ja nicht zu beleidigen. Ich habe meine Meinung, ich kann auch argumentieren. Ich berufe mich auch auf die hochheiligen Versprechen jener, die für die eingetragene Partnerschaft waren und versprachen, dass die Adoption nie vorgesehen sei. Jetzt kommen Sie mit diesem kleinen Element - das ist nur der erste Schritt -, nach dem Sie plötzlich die allgemeine Adoption und dann logischerweise auch noch die künstliche Befruchtung für heterosexuelle und für homosexuelle Partnerschaften öffnen müssen. Das ist die logische Schlussfolgerung.

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