Fehr Mario · Nationalrat · 2001-06-19
Fehr Mario · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2001-06-19
Wortprotokoll
Herr Schlüer, ich will noch einmal versuchen, das Bild vom Kompass aufzunehmen und Ihnen ein bisschen weiterzuhelfen. Mit Ihrer Begründung, dass der Schweizer Steuerzahler nicht bemüht werden und man nicht bei der Aufgabenlösung eines souveränen Staates eingreifen sollte, haben Sie sich eine Argumentation aufgebaut, die dazu führt, dass man überhaupt nichts mehr machen soll, was im Widerspruch zumindest zu Ihrer Abstimmungspropaganda steht, die am 10. Juni geendet hat.
Meine Frage geht aber in eine andere Richtung. Ich habe vorhin versucht darzulegen, dass es auch im Eigeninteresse dieses Landes, der Schweiz - die Sie ja so lieben - ist, dass wir hier einen konkreten Beitrag leisten. Wenn diese Chemiewaffen, diese Nervengifte herumliegen und beliebig verfügbar sind, können auch hier schlimme Dinge damit angestellt werden. Sie haben sich mit dieser Argumentation nicht auseinander gesetzt. Bedeutet das, dass Sie sie akzeptieren, oder sehen Sie hier eine andere Argumentation, wieso dieser Vorstoss nicht auch im Interesse der Schweiz liegt und deshalb die Motion unterstützt werden sollte?